{"id":14002,"date":"2026-05-05T14:48:44","date_gmt":"2026-05-05T14:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14002\/"},"modified":"2026-05-05T14:48:44","modified_gmt":"2026-05-05T14:48:44","slug":"zentralafrika-30-000-vertriebene-an-der-grenze-zu-kongo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14002\/","title":{"rendered":"Zentralafrika: 30.000 Vertriebene an der Grenze zu Kongo"},"content":{"rendered":"<p>In der Region Z\u00e9mio im S\u00fcdosten der Zentralafrikanischen Republik hat sich die humanit\u00e4re Lage einheimischer Fl\u00fcchtlinge verschlechtert. Das meldet der vatikanische Fidesdienst. Nach Angaben des Bischofskoadjutors von Bangassou, Aurelio Gazzera, hat die Zahl der Binnenvertriebenen inzwischen 30.000 erreicht.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-12\/zentralafrika-bischoefe-fordern-ende-moerderischen-ideologie.html\" title=\"Region Zentralafrika: Bisch\u00f6fe fordern Ende der \u201em\u00f6rderischen Ideologien\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2023\/02\/04\/10\/1675502924701.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Region Zentralafrika: Bisch\u00f6fe fordern Ende der \u201em\u00f6rderischen Ideologien\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      In einer Region, die seit \u00fcber drei Jahrzehnten von Unruhen heimgesucht wird, haben die katholischen Bisch\u00f6fe Zentralafrikas (ACEAC) ein deutliches Zeichen f\u00fcr den Frieden gesetzt. &#8230;\n     <\/p>\n<p>Mehr als 2.000 von ihnen leben unter extrem prek\u00e4ren Bedingungen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, verteilt auf die katholische Mission von Z\u00e9mio und die Stadt Zapaye jenseits der Grenze. Es fehlt an Nahrungsmitteln und G\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs. Kinder haben keinen Zugang zu Bildung.<\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr die Vertreibungen gibt der Bischof die Gewalt an, die sich seit 15 Jahren in der Region ausbreite. Gazzera nennt vier bewaffnete Gruppen, die an der Grenze zwischen Zentralafrika und Kongo pr\u00e4sent sind: die Lord\u2019s Resistance Army aus Uganda, die einheimischen Seleka-Milizen, die im B\u00fcrgerkrieg entstanden seien, sowie die Seleka-Splittergruppe Unit\u00e9 pour la Paix en Centrafrique (\u201eEinheit f\u00fcr den Frieden in Zentralafrika\u201c) und die Milizen der Azand\u00e9 Ani Kpi Gb\u00e9. Die beiden letzteren seien \u201eals Bewegung zum Schutz der Bev\u00f6lkerung entstanden, haben am Ende aber mehr Probleme geschaffen, als sie l\u00f6sen wollten\u201c, erkl\u00e4rt der aus Italien stammende Bischof, ein Unbeschuhter Karmelit, der seit mehr als drei\u00dfig Jahren als Missionar in der Zentralafrikanischen Republik wirkt.<\/p>\n<p>\u201eDie tiefen Ursachen des Leids angehen&#8220; <\/p>\n<p>Hilfslieferungen sto\u00dfen Gazzera zufolge auf gro\u00dfe Schwierigkeiten. Die Caritas sei zwar aktiv, aber die Unsicherheit der Transporte auf der schlecht befestigten Stra\u00dfe erh\u00f6he sich. Bereits mehrfach seien \u201eMitarbeiter von NGOs auf dieser Stra\u00dfe angegriffen worden\u201c, so der Bischof. Auch Gesundheitseinrichtungen blieben nicht verschont. Eine nachhaltige L\u00f6sung erfordere mehr als milit\u00e4rische Mittel. Es gelte, \u201edie tiefen Ursachen des Leidens der lokalen Bev\u00f6lkerung\u201c anzugehen.<\/p>\n<p>Indessen hat Staatschef Faustin-Archange Touad\u00e9ra seine dritte Amtszeit in der Zentralafrikanischen Republik angetreten. Er siegte bei der Pr\u00e4sidentschaftswahl Ende Dezember mit 76 Prozent der Stimmen, seine Mitbewerber sprachen von Wahlbetrug. Um dem amtierenden Staatschef eine weitere Amtszeit zu erm\u00f6glichen, war eine Verfassungs\u00e4nderung n\u00f6tig. Die Zentralafrikanische Republik geh\u00f6rt zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt, gut zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung von etwa 5,5 Millionen Menschen leben unter der internationalen Armutsgrenze. Papst Franziskus hatte das Land 2015 besucht.\u00a0<\/p>\n<p>(fides\/vatican news \u2013 gs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Region Z\u00e9mio im S\u00fcdosten der Zentralafrikanischen Republik hat sich die humanit\u00e4re Lage einheimischer Fl\u00fcchtlinge verschlechtert. Das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14003,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[529,192,194,190,188,193,191,462,461,205,189,1298,229,6481],"class_list":{"0":"post-14002","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-demokratische-republik-kongo","8":"tag-armut","9":"tag-dem-rep-kongo","10":"tag-democratic-republic-of-the-congo","11":"tag-demokratische-republik","12":"tag-demokratische-republik-kongo","13":"tag-dr-congo","14":"tag-dr-kongo","15":"tag-drc","16":"tag-drk","17":"tag-gewalt","18":"tag-kongo","19":"tag-migranten-und-fluechtlinge","20":"tag-solidaritaet","21":"tag-zentralafrikanische-republik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116522523527014584","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14002"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14002\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}