{"id":14012,"date":"2026-05-05T15:03:20","date_gmt":"2026-05-05T15:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14012\/"},"modified":"2026-05-05T15:03:20","modified_gmt":"2026-05-05T15:03:20","slug":"steigender-verzehr-von-wildfleisch-in-afrika-pi-nr-48-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14012\/","title":{"rendered":"Steigender Verzehr von Wildfleisch in Afrika, PI Nr. 48\/2026"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">05.05.2026 \u2013 16:24<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Universit\u00e4t Konstanz\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/120521\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Universit\u00e4t Konstanz<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a class=\"glightbox event-trigger\" href=\"https:\/\/cache.pressmailing.net\/thumbnail\/story_hires\/9ee6bd20-ee75-4275-9b97-fee09dc3f38f\/steigender_verzehr_von_wildfleisch_1.jpg.jpg\" data-description=\"In der demokratischen Republik Kongo wird viel mit Wildfleisch gekocht. Copyright: Axel Fassio\/CIFOR-ICRAF&#010;\" data-category=\"medialightbox\" data-action=\"click\" data-label=\"single\" data-value=\"69f9fd95270000fd2c74138e\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" height=\"540\" with=\"720\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/steigender-verzehr-von-wildfleisch-in-afrika-pi-nr-48-2026.jpeg\"   alt=\"Steigender Verzehr von Wildfleisch in Afrika, PI Nr. 48\/2026\" class=\"single\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"story-download-headline\">Ein Dokument<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/download\/document\/69f9fd96270000fd2c7413a4-pi-nr-48-2026-steig-eisch-in-afrika.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PI Nr. 48_2026 Steig~eisch in Afrika.pdf<br \/>PDF &#8211; 207 kB<\/a><\/p>\n<p>Steigender Verzehr von Wildfleisch in Afrika<\/p>\n<p>In st\u00e4dtischen Regionen Zentralafrikas ern\u00e4hren sich immer mehr Menschen von Wildfleisch. Eine aktuelle Studie unter Beteiligung der Universit\u00e4t Konstanz zeigt: Das hat vor allem Auswirkungen auf l\u00e4ndliche Regionen, die auf diese Nahrungsquelle angewiesen sind.<\/p>\n<p>Eine  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-026-10422-w\">aktuelle Studie<\/a> unter Beteiligung des Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour an der Universit\u00e4t Konstanz, die j\u00fcngst in der Fachzeitschrift \u201eNature\u201c erschien, hat \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum untersucht, in welchen Regionen Zentralafrikas wie viel Wildfleisch verzehrt wird. Das Ergebnis der Auswertung zeigt einen deutlichen Anstieg der verzehrten Menge in den letzten Jahren, vor allem seitens der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung. W\u00e4hrend im Jahr 2000 noch 0,73 Millionen Tonnen Wildfleisch von Menschen gegessen wurden, waren es im Jahr 2022 bereits 1,1 Millionen Tonnen. Dieser Anstieg weckt bei Forschenden die Sorge, dass Wildtierpopulationen in naher Zukunft gef\u00e4hrdet werden k\u00f6nnten \u2013 und damit langfristig auch die Ern\u00e4hrungssicherheit der Bewohner l\u00e4ndlicher Regionen.<\/p>\n<p>Wildfleisch ist ein bedeutender Bestandteil der t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung in vielen l\u00e4ndlichen Regionen Zentralafrikas. Rund ein F\u00fcnftel der t\u00e4glichen Proteine werden \u00fcber Wildfleisch zugef\u00fchrt. Erschwingliche und sichere Alternativen sind oft nur schwer zug\u00e4nglich, denn in Zentralafrika gibt es nur wenige Bezugsquellen f\u00fcr Fleisch aus heimischer Produktion. Der begrenzte Zugang zu tier\u00e4rztlicher Versorgung und Medikamenten kann sich bei der Haltung domestizierter Tiere insbesondere in l\u00e4ndlichen Gebieten auch auf die menschliche Gesundheit auswirken. Und nicht zuletzt ist Wildfleisch \u2013 \u00e4hnlich wie in Europa \u2013 auch ein Art Statussymbol: Es gilt als ges\u00fcnder als das Fleisch von domestizierten Tieren.<\/p>\n<p>\u201eDer Verzehr von Wildfleisch ist damit ein zentraler Bestandteil des sozio-\u00f6konomischen Gef\u00fcges in Zentralafrika\u201c, sagt Mattia Bessone, \u00d6kologe am Max-Planck-Institut f\u00fcr Verhaltensbiologie an der Universit\u00e4t Konstanz und Leiter der Studie. \u201eEs sollten Ma\u00dfnahmen ergriffen werden, um die nachhaltige Nutzung dieser Nahrungsquelle f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung zu sichern. Nur dann k\u00f6nnen die UN-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung erreicht werden.\u201c<\/p>\n<p>Eine Empfehlung der Studie lautet daher, die Nutzung von Wildfleisch in st\u00e4dtischen Regionen zu reglementieren und dort vermehrt auf domestizierte Tierarten zu setzen \u2013 beispielsweise Gefl\u00fcgel, Rind oder auch Fisch. So k\u00f6nnte erm\u00f6glicht werden, dass die wichtige Eiwei\u00dfquelle f\u00fcr l\u00e4ndliche Regionen verf\u00fcgbar bleibt. Um eine gr\u00f6\u00dfere Akzeptanz dieser Fleischarten bei der st\u00e4dtischen Bev\u00f6lkerung zu schaffen, w\u00e4ren gut abgestimmte Investitionen in nationale Ern\u00e4hrungssysteme n\u00f6tig. Unter anderem m\u00fcsste der Ausbau alternativer Proteinsektoren wie Gefl\u00fcgel- oder auch Fischereiwirtschaft gef\u00f6rdert werden. Zeitgleich m\u00fcssten laut Studie auch alternative Einkommensquellen f\u00fcr diejenigen geschaffen werden, die derzeit vom Handel mit Wildfleisch leben.<\/p>\n<p>Fakten\u00fcbersicht:<\/p>\n<p>Originalpublikation: Bessone, M., Ingram, D.J., Abernethy, K. et al.: Increase in wild animal consumption across Central Africa. Nature (2026).  DOI:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1038\/s41586-026-10422-w\">10.1038\/s41586-026-10422-w<\/a>Mattia Bessone ist Postdoc in der Forschungsgruppe \u201eBonobo Ecology\u201c am Max-Planck-Institut f\u00fcr Verhaltensbiologie und an der Universit\u00e4t Konstanz. In seiner Forschung besch\u00e4ftigt er sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit dem Wildtierschutz und dem Monitoring von Wildtierpopulationen in Zentralafrika.Die Studie wurde durchgef\u00fchrt als Zusammenarbeit zwischen dem Centre for International Forestry Research and World Agroforestry (CIFOR-ICRAF), dem Durrell Institute of Conservation and Ecology (DICE), den Universit\u00e4ten Kent und Stirling, dem Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour (CASCB) der Universit\u00e4t Konstanz sowie dem Institute for Research on Tropical Ecology (IRET) in Gabun.Die Studie st\u00fctzt sich auf einen umfassenden Datensatz, der mehr als 12.000 Haushalte an 252 Standorten in Zentralafrika analysierte.Das Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour an der Universit\u00e4t Konstanz ist ein interdisziplin\u00e4res Forschungszentrum, das die Prinzipien kollektiven Verhaltens bei Tieren und anderen Systemen untersucht.F\u00f6rderung: Die Durchf\u00fchrung der Studie wurde durch das von der EU finanzierte Programm \u201eSustainable Wildlife Management\u201c (SWM) unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Bildmaterial kann im Folgenden heruntergeladen werden:<\/p>\n<p>Bild:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.uni-konstanz.de\/fileadmin\/pi\/fileserver\/2026_extra\/steigender_verzehr_von_wildfleisch_1.jpg\">LINK<\/a><\/p>\n<p>Bildunterschrift: In der Demokratischen Republik Kongo wird viel mit Wildfleisch gekocht.<\/p>\n<p>Copyright: Axel Fassio\/CIFOR-ICRAF<\/p>\n<p>Kontakt:<br \/>\nUniversit\u00e4t Konstanz<br \/>\nKommunikation und Marketing<br \/>\nTelefon: + 49 7531 88-3603<br \/>\nE-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/120521\/mailto: kum@uni-konstanz.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> kum@uni-konstanz.de<\/a><\/p>\n<p>&#8211; uni.kn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"05.05.2026 \u2013 16:24 Universit\u00e4t Konstanz Ein Dokument PI Nr. 48_2026 Steig~eisch in Afrika.pdfPDF &#8211; 207 kB Steigender Verzehr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14013,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[29,183,184,186,185,187],"class_list":{"0":"post-14012","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-afrika","8":"tag-afrika","9":"tag-bild","10":"tag-presse","11":"tag-pressemeldung","12":"tag-pressemitteilung","13":"tag-pressemitteilungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116522582267526142","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14012\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}