{"id":14051,"date":"2026-05-05T16:51:10","date_gmt":"2026-05-05T16:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14051\/"},"modified":"2026-05-05T16:51:10","modified_gmt":"2026-05-05T16:51:10","slug":"migration-schmuggler-in-niger-packt-ueber-libyen-route-aus-das-erwartet-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14051\/","title":{"rendered":"Migration: Schmuggler in Niger packt \u00fcber Libyen-Route aus \u2013 das erwartet Europa"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1059863395388543.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"1920\" height=\"1080\" alt=\"Einmal pro Woche f\u00e4hrt ein Konvoi von Niger nach Libyen. Das Schmuggler-Gesch\u00e4ft boomt wieder.\" data-image-id=\"1059863395388543\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Einmal pro Woche f\u00e4hrt ein Konvoi von Niger nach Libyen. Das Schmuggler-Gesch\u00e4ft boomt wieder. Bild: ulf laessing, bearbeitet von watson<\/p>\n<p>Nah dran<\/p>\n<p>25.05.2024, 15:0127.05.2024, 12:50<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8922900753486900.webp\" alt=\"Anne-Kathrin Hamilton\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Es herrscht eine gute Stimmung, wie zu Beginn eines gro\u00dfen Abenteuers. Am sp\u00e4ten Nachmittag versammeln sich viele junge Leute in Agadez im Norden Nigers. An Verkaufsst\u00e4nden statten sich die Reisenden noch mit Wasser, Cola oder einer Sonnenbrille aus. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Dann springen sie auf die zahlreichen Kleinlastwagen, die sie zur libyschen Grenze bringen. Das nigrische Milit\u00e4r eskortiert den Konvoi. Von dieser Szene berichtet Sahel-Experte Ulf Laessing.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/3348175630678325.webp\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"480\" alt=\"Sahel-Experte Ulf Laessing war vor Ort in Agadez in Niger und beobachte den Konvoi Richtung Libyen.\" data-image-id=\"3348175630678325\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Sahel-Experte Ulf Laessing war vor Ort in Agadez in Niger und beobachte den Konvoi Richtung Libyen.bild: Ulf Laessing<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Von Libyen aus geht es dann oftmals weiter. Ziel der Reise ist f\u00fcr viele das Mittelmeer \u2013 und dann Europa.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">&#8222;Das Schmuggler-Gesch\u00e4ft bl\u00fcht und die Libyen-Route ist wieder offen&#8220;, sagt Laessing. Er leitet das Regionalprogramm Sahel f\u00fcr die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung und war selbst vor Ort in Agadez.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Mit watson teilt er seine Eindr\u00fccke und stellt den Kontakt zu einem aktiven Schmuggler her. <\/p>\n<p>Niger \u00f6ffnet wieder Migrationsroute nach Libyen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Laut Laessing organisiert der nigrische Staat einmal pro Woche einen Konvoi von Autos von Agadaz nach Sabha, der ersten Stadt in S\u00fcd-Libyen. &#8222;Jeder Fahrer muss Steuern bezahlen und die Migranten registrieren. Die Schmuggler arbeiten jetzt also v\u00f6llig legal&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Das hei\u00dft: Das Sahelland hat die zentrale Migrationsroute nach Libyen zur Mittelmeerk\u00fcste wieder aufgemacht. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Diese hatte Niger seit 2015 auf Druck der Europ\u00e4ischen Union (EU) weitgehend geschlossen gehalten. Doch seit die Welt vor allem auf die Ukraine und auf Nahost blickt, ver\u00e4ndert sich vieles auf dem afrikanischen Kontinent \u2013 zu Gunsten Russlands. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">2023 fand ein Milit\u00e4rputsch in Niger statt. Heute orientiere sich Nigers Milit\u00e4rregierung an neuen Partnern wie Russland, China, Iran und setze nicht mehr auf die EU, meint Laessing. Auch mit den USA habe das Land gebrochen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Laessing zufolge f\u00e4llt es Europa und Deutschland schwer, sich auf die neuen Realit\u00e4ten einzustellen.<\/p>\n<p>EU ger\u00e4t unter Druck: \u00d6ffnung der Libyen-Route<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Vor allem in Westafrika zeichnet sich ein d\u00fcsteres Bild f\u00fcr die EU ab: Ob Mali, Burkina Faso oder Nigeria \u2013 sie alle wenden sich vom Westen ab und Russland zu. Auch Niger kehrt Europa den R\u00fccken, &#8222;weil die EU nach dem Putsch auf Druck Frankreichs die Junta ignoriert und die Entwicklungszusammenarbeit suspendierte&#8220;, sagt Laessing. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Zum Hintergrund: Die Milliardenhilfen waren Teil einer 2015 geschlossenen Vereinbarung mit der EU, die Agadez-Libyen-Route offiziell zu schlie\u00dfen. Mit dem Putsch wurden die Hilfsgelder jedoch eingestellt und Europa zeigte der Junta die kalte Schulter. &#8222;Daraufhin \u00f6ffnete Niger die Route erneut \u2013 sicherlich auch um die EU unter Druck zu setzen, wieder mit Niger ins Gespr\u00e4ch zu kommen&#8220;, erkl\u00e4rt Laessing.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Denn: Die Schlie\u00dfung der Libyen-Route machte in Agadez Tausende Menschen arbeitslos, &#8222;nicht nur Schmuggler, sondern auch Fahrer, Besitzer von Unterk\u00fcnften und H\u00e4ndler, die Lebensmittel f\u00fcr Reisende besorgt haben&#8220;, f\u00fchrt der Experte aus. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Fr\u00fcher lebten die Menschen in Agadez vom Tourismus, doch dieser brach wegen Unsicherheit ein. Daher entwickelte sich der Transitverkehr mit Migrant:innen zum Hauptwirtschaftszweig. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/4786779422197472.webp\" loading=\"lazy\" width=\"2000\" height=\"1334\" alt=\"Wohnsiedlung am Rande von Niamey, 14.04.2022. Niamey Niger *** Housing estate on the outskirts of Niamey, 14 04 2022 Niamey Niger Copyright: xFlorianxGaertnerx\" data-image-id=\"4786779422197472\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>In Niger sind viele Menschen im Kampf gegen Hunger und Armut auf Hilfe angewiesen.Bild: imago images \/ Florian Gaertner<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">&#8222;Mit dem Wiederer\u00f6ffnen hat die Junta viele Pluspunkte in Agadez gesammelt, was ihr eigentliches \u00dcberleben mitsichert&#8220;, sagt Laessing. Auch das spielte laut ihm eine Rolle bei der Entscheidung, die Route zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Ein gutes Gesch\u00e4ft als aktiver Schmuggler macht Amadou*. F\u00fcr watson stellt Laessing den Kontakt zu ihm her.<\/p>\n<p>Migration: Was ein aktiver Schmuggler in Niger verdient<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">F\u00fcr eine Person, die Amadou von Agadez nach Libyen f\u00e4hrt, kassiert er etwa 120.000 CFA. Das sind umgerechnet rund 180 Euro. &#8222;Es kommen aber noch viele Extrakosten dazu, wie etwa Polizei- und Armeeposten. Die kassieren auch ab&#8220;, sagt Amadou auf watson-Anfrage.<\/p>\n<p>&#8222;Was auf libyscher Seite passiert, wissen wir nicht.&#8220;<\/p>\n<p>Schmuggler in Niger<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Zu seinen Kund:innen geh\u00f6ren \u00fcberwiegend junge M\u00e4nner, die meisten stammen aus Niger, Nigeria, Mali oder den westafrikanischen K\u00fcstenstaaten. Einige suchen Arbeit in Libyen und kommen zur\u00fcck; andere gehen weiter nach Europa, erkl\u00e4rt Amadou.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Er best\u00e4tigt, dass jede Woche ein Konvoi Agadez verl\u00e4sst. Mitte Mai sei einer ausgefallen, wegen eines Anschlags auf einen Armeeposten. &#8222;In den vergangenen Wochen waren es etwas weniger Migranten wegen der bald beginnenden Regensaison, aber wir gehen davon aus, dass die Abfahrten bald wieder zunehmen&#8220;, sagt der Schmuggler. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Seit dem Anschlag gebe es zwar eine gewisse Unsicherheit, die Fahrt sei aber einigerma\u00dfen sicher. &#8222;Was auf libyscher Seite passiert, wissen wir nicht&#8220;, sagt der Schmuggler. Die Fahrt gehe offiziell vom Busbahnhof Agadez bis nach Sabha. &#8222;Die Armee eskortiert uns bis Dirkou, die letzte Stadt vor der Libyen-Grenze&#8220;, meint er. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Schmuggler wie Amadou, die Fahrten nach Libyen anbieten, stehen dazu in Kontakt mit &#8222;Kollegen&#8220; in Nachbarl\u00e4ndern wie der Elfenbeink\u00fcste oder Togo, um Reisende anzuwerben, f\u00fcgt Laessing hinzu. &#8222;Diese werden dann von Stadt zu Stadt weitergereicht \u2013 f\u00fcr jede neue Stadt haben die Migranten eine Telefonnummer von einem Schmuggler, der den weiteren Transport organisiert.&#8220; <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Als Beispiel nennt er die Route von Gao in Nord-Mali nach Niamey und dann nach Agadez. &#8222;Jedes Mal muss der &#8218;Fahrpreis&#8216; erneut bezahlt werden. Die Reisenden m\u00fcssen h\u00e4ufig wiederholend als Tagel\u00f6hner ein paar Monate arbeiten oder zu Hause anrufen, um die Weiterfahrt bezahlen zu k\u00f6nnen&#8220;, sagt der Sahel-Experte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8270988135378409.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1080\" height=\"1350\" alt=\"Von Agadez in Niger geht es mit dem Konvoi Richtung Libyen.\" data-image-id=\"8270988135378409\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Von Agadez in Niger geht es mit dem Konvoi Richtung Libyen.bild: watson<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">In Libyen gehe es h\u00e4ufig brutal zu. <\/p>\n<p>Libyen-Route: Migranten drohen oft Menschenhandel und Folter<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Laut Laessing sperren Schmuggler die Migrant:innen ein, um sie zur Zwangsarbeit zu verpflichten oder zwingen sie, unter Folter zu Hause anzurufen, um Geld zu schicken. In Agadez seien die Menschen in H\u00e4usern untergebracht, sogenannten Ghettos, bis die Weiterreise gekl\u00e4rt und bezahlt ist. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Ein Ticket f\u00fcr 180 Euro ist schlie\u00dflich viel Geld in Westafrika.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/7212639666787106.webp\" loading=\"lazy\" width=\"2000\" height=\"1333\" alt=\"In einem Haus in Agadez (Niger), das nach aussen einen unscheinbaren Eindruck macht, wird eine Gruppe von sechs jungen Maennern aus Mali und der Elfenbeinkueste von ihrem Schleuser versteckt (Foto vom ...\" data-image-id=\"7212639666787106\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Migranten warten in Agadez (Niger) auf ihren Schleuser, der sie durch die Sahara nach Libyen bringt.Bild: imago images \/  Sebastian Backhaus<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Das Durchschnitts-Jahreseinkommen von Niger liegt laut der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/NY.GDP.PCAP.CD?locations=NE\">Weltbank <\/a>bei 585 Dollar, demnach kostet die Fahrt mehr als das Doppelte eines Monatseinkommens. Laessing zufolge werden Migrant:innen h\u00e4ufig von ihren Familien gesponsort, die etwa ihre H\u00e4user verkaufen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Danach gehe die Migration in Etappen weiter, es kann also mehrere Monate dauern, bis es die Migrant:innen etwa nach Italien schaffen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Immer mehr Menschen nehmen diese gef\u00e4hrliche Reise auf sich. <\/p>\n<p>Mittelmeerroute: Ansteigende Migrationsstr\u00f6me nach Europa <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">&#8222;Nach aktuellen UN-Sch\u00e4tzungen brachen von Januar bis April 2024 mehr als 160.000 Menschen mithilfe von Schmugglern aus dem Hotspot Agadez nach Algerien oder Libyen auf&#8220;, sagt Laessing.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Ein <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/dtm.iom.int\/niger\" class=\"\">Bericht<\/a> der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) zeigt einen deutlichen Anstieg der Migrationsstr\u00f6me seit Anfang des Jahres. Die Gefl\u00fcchteten seien vor allem auf der Suche nach Arbeit. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Die Mehrheit seien erwachsene M\u00e4nner, 13 Prozent erwachsene Frauen und sechs Prozent Kinder unter 18 Jahren. Unter ihnen befanden sich im Januar mehr als 3000 besonders gef\u00e4hrdete Personen, also etwa schwangere oder stillende Frauen sowie unbegleitete Kinder oder \u00e4ltere Menschen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/7729117721524945.webp\" loading=\"lazy\" width=\"2000\" height=\"1323\" alt=\"Seenotrettung von Bootsfl\u00fcchtlingen vor der libyschen K\u00fcste Zivile Seenotrettung von Bootsfl\u00fcchtlingen im Mittelmeer vor Libyen -an Bord des Seenotkreuzers Minden der Organisation LIFEBOAT: Gerettete  ...\" data-image-id=\"7729117721524945\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Frauen und Kleinkinder werden auf dem Mittelmeer gerettet. Auch sie nahmen die Libyen-Route auf sich.Bild: imago images \/ Alexander Stein <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Nach Laessings Einsch\u00e4tzung wird es definitiv zu mehr Migration nach Italien und damit Europa per Boot von Libyen aus kommen.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\"> Vor allem Gefl\u00fcchtete aus dem Sudan oder Arbeitssuchende aus Nigeria und K\u00fcstenstaaten wie der Elfenbeink\u00fcste ziehe es nach Libyen, um von dort per Boot nach Italien zu gelangen. &#8222;Pro Woche gelangen etwa 3000 Menschen per Konvoi von Agadez nach Libyen \u2013 das macht im Monat 12.000. Es wird also in jeden Fall mehr Druck auf der Mittelmeerroute geben&#8220;, prognostiziert er. <\/p>\n<p>Watson ist jetzt auf WhatsappJetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich <a href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VaDRFSN0G0XaTIvLhm0C\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">hier auf Whatsapp<\/a> mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag \u2013 kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du m\u00f6chtest lieber auf Instagram informiert werden? <a href=\"https:\/\/ig.me\/j\/Aba2WkcuBabFa9ms\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Hier<\/a> findest du unseren Broadcast-Channel.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Migration ist ein Thema, mit dem vor allem Rechtspopulist:innen in Europa Stimmung machen. Auch der russische Machthaber Wladimir Putin nutze Migration, um seine Ziele zu erreichen, warnen Expert:innen.<\/p>\n<p>Russlands langer Arm in Niger: Wie Putin Europa schaden k\u00f6nnte<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Laessing vermute, dass der Kreml Niger ermunterte, die Route wieder aufzumachen, um Europa zu schaden. &#8222;Moskau setzt Migration als Waffe ein, um Europa zu schaden und um mit Russland verb\u00fcndeten, rechtsextremen Parteien Auftrieb zu geben&#8220;, f\u00fchrt er aus. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Dies k\u00f6nne man an der Grenze Russlands zu Finnland und Belarus zu Polen gut beobachten. &#8222;Niger ist mit der Transitroute nach Libyen und damit Italien sicher ein Baustein in dieser Strategie Moskaus&#8220;, meint der Experte.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Seit dem Putsch baut Russland mit Niger die Zusammenarbeit aus; im Dezember schlossen beide L\u00e4nder ein Milit\u00e4rabkommen. &#8222;Niger verk\u00fcndete das Wieder\u00f6ffnen der Route gleichzeitig mit dem Milit\u00e4rabkommen mit Russland&#8220;, sagt Laessing. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] leading-normal md:w-3\/5 lg:text-[18px]\">Transparenzhinweis: Amadou* m\u00f6chte anonym bleiben und hei\u00dft in Wirklichkeit anders. Sein Name ist der Redaktion bekannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einmal pro Woche f\u00e4hrt ein Konvoi von Niger nach Libyen. Das Schmuggler-Gesch\u00e4ft boomt wieder. Bild: ulf laessing, bearbeitet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14052,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[366],"class_list":{"0":"post-14051","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-niger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116523006867599290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14051\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14052"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}