{"id":14279,"date":"2026-05-06T10:21:06","date_gmt":"2026-05-06T10:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14279\/"},"modified":"2026-05-06T10:21:06","modified_gmt":"2026-05-06T10:21:06","slug":"kongo-kongo-und-m23-miliz-vereinbaren-zeitplan-fuer-friedensgespraeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14279\/","title":{"rendered":"Kongo: Kongo und M23-Miliz vereinbaren Zeitplan f\u00fcr Friedensgespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kongo\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Demokratische Republik Kongo<\/a> und die M23-Miliz haben sich in Doha auf grundlegende Bedingungen f\u00fcr ein m\u00f6gliches Friedensabkommen verst\u00e4ndigt. Die Delegationen unterzeichneten ein von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/katar\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Katar<\/a> vermitteltes Dokument, das einen Zeitplan f\u00fcr kommende Gespr\u00e4che festlegt. An der Zeremonie nahmen auch Vertreter der Afrikanischen Union teil.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Angaben des M23-Delegationsleiters Benjamin Mbonimpa umfasst die Vereinbarung acht Protokolle, die jeweils zentrale Ursachen des jahrzehntelangen Konflikts im Osten des Landes behandeln. Er d\u00e4mpfte jedoch Erwartungen an rasche Ver\u00e4nderungen: &#8222;Es wird weder eine \u00c4nderung der Situation vor Ort noch irgendeine Aktivit\u00e4t geben, bevor die Protokolle einzeln debattiert, verhandelt und diskutiert wurden und ein endg\u00fcltiges Friedensabkommen erreicht ist.&#8220; Gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur AFP betonte Mbonimpa, dass der Text keine verbindlichen Zusagen enthalte.\n<\/p>\n<p>                        Zwei Kapitel bereits unterschrieben        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein M23-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur AP mit, ein wesentliches Ziel des Dokuments sei die gemeinsame Verwaltung der von den Rebellen kontrollierten Gebiete mit der kongolesischen Regierung. Von staatlicher Seite lag zun\u00e4chst keine Stellungnahme vor.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Massad Boulos, Berater von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Teilnehmer der Zeremonie in Doha, bezeichnete das Abkommen als &#8222;Startpunkt&#8220; und sprach von einer historischen Gelegenheit. Und weiter: &#8222;Wir wissen, dass das Endergebnis sehr fruchtbar sein wird.&#8220;\u00a0In zwei der acht Kapitel geht es laut US-Angaben um einen Mechanismus zur \u00dcberwachung der Waffenruhe sowie um humanit\u00e4ren Zugang und die R\u00fcckkehr von Vertriebenen. Zwei Kapitel seien bereits unterzeichnet worden.\n<\/p>\n<p>        Eine der weltweit schwersten humanit\u00e4ren Krisen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">M23 ist die bekannteste von mehr als 100 bewaffneten Gruppen, die im rohstoffreichen Ostkongo um Kontrolle k\u00e4mpfen. Nach UN-Angaben sind mehr als sieben Millionen Menschen im Land vertrieben; die Vereinten Nationen ordnen den Konflikt als eine der &#8222;langwierigsten, komplexesten und schwersten humanit\u00e4ren Krisen&#8220; weltweit ein.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Vermittlungsbem\u00fchungen der US-Regierung <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/dr-kongo-m23-miliz-ruanda-waffenruhe-vereinbarung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">f\u00fchrten im Juli zu einem Waffenstillstand<\/a> zwischen der Demokratischen Republik <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kongo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kongo<\/a> und dem Nachbarland Ruanda, das die M23 mutma\u00dflich unterst\u00fctzt. UN-Expertinnen und -Experten schreiben der ruandischen Armee eine &#8222;entscheidende&#8220; Rolle bei der Offensive der M23 zu. Ruanda bestreitet, die Miliz zu unterst\u00fctzen.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mit den St\u00e4dten Goma und Bukavu hat die M23 in diesem Jahr zwei<br \/>\nzentrale urbane Zentren eingenommen. Katar hat seit dem Fr\u00fchjahr<br \/>\nmehrfach zu Gespr\u00e4chen geladen, in denen es vor allem um<br \/>\nvertrauensbildende Schritte ging. Trotz der Einigung auf ein<br \/>\nAufsichtsgremium f\u00fcr einen m\u00f6glichen Waffenstillstand im Oktober werfen<br \/>\nsich beide Seiten weiterhin vor, den Prozess zu verz\u00f6gern.\n<\/p>\n<p>        Anschlag im Ostkongo        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Unterdessen hat im Osten des Landes eine mit dem &#8222;Islamischen Staat&#8220; verb\u00fcndete Miliz einen t\u00f6dlichen Anschlag ver\u00fcbt. Nach Angaben \u00f6rtlicher Beh\u00f6rden t\u00f6teten K\u00e4mpfer der Rebellengruppe ADF bei einem Angriff auf ein Krankenhaus im Dorf Byambwe in der Provinz Nord-Kivu mindestens 17 Menschen, darunter elf Frauen. Die ADF, die seit 2019 dem IS die Treue geschworen hat, operiert im Grenzgebiet zu Uganda und ver\u00fcbt immer wieder Anschl\u00e4ge auf Zivilisten. Nach UN-Angaben wurden allein im August bei mehreren Angriffen mehr als 50 Menschen durch Mitglieder der Gruppe get\u00f6tet.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2025-10\/rohstoffe-afrika-bahnprojekt-china-nachrichtenpodcast\" data-ct-label=\"Rohstoffe in Afrika: Es f\u00e4hrt kein Zug nach Lobito\" data-uuid=\"d5d77a86-2e32-4ec3-a750-fa7da3976e4c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Rohstoffe in Afrika:<br \/>\n                        Es f\u00e4hrt kein Zug nach Lobito<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-08\/kongo-krieg-verhandlungen-trump-rohstoffe\" data-ct-label=\"Friedensverhandlungen zur DR Kongo: Rohstoffe und Rebellen\" data-uuid=\"346caa28-7a5d-408f-a03b-d57edc564974\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Friedensverhandlungen zur DR Kongo:<br \/>\n                        Rohstoffe und Rebellen<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Demokratische Republik Kongo und die M23-Miliz haben sich in Doha auf grundlegende Bedingungen f\u00fcr ein m\u00f6gliches Friedensabkommen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14280,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[246],"tags":[29,167,139,189,532,283,386,385],"class_list":{"0":"post-14279","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-republik-kongo","8":"tag-afrika","9":"tag-frieden","10":"tag-katar","11":"tag-kongo","12":"tag-militaer","13":"tag-politik","14":"tag-republic-of-the-congo","15":"tag-republik-kongo"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116527135704866213","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14279\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}