{"id":143,"date":"2026-04-18T02:15:53","date_gmt":"2026-04-18T02:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/143\/"},"modified":"2026-04-18T02:15:53","modified_gmt":"2026-04-18T02:15:53","slug":"deshalb-koennte-der-naechste-krieg-am-horn-von-afrika-drohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/143\/","title":{"rendered":"Deshalb k\u00f6nnte der n\u00e4chste Krieg am Horn von Afrika drohen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/tigray-132.jpg\" alt=\"Eine Stra\u00dfe mit Menschen und Taxis in der Region Tigray in \u00c4thiopien.\" title=\"Eine Stra\u00dfe mit Menschen und Taxis in der Region Tigray in \u00c4thiopien. | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 05.04.2026 \u2022 05:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        F\u00fcr seine Ann\u00e4herung an den Erzfeind Eritrea erhielt \u00c4thiopiens Pr\u00e4sident einst den Friedensnobelpreis. Jetzt droht ein neuer Krieg, der die ganze Region in die Krise st\u00fcrzen k\u00f6nnte. Denn \u00c4thiopien will unbedingt einen Zugang zum Meer.\n    <\/p>\n<p>Von Naveena Kottoor, ARD-Nairobi\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">S\u00e4belrasseln im Staatsfernsehen: Der \u00e4thiopische Premierminister Abiy Ahmed nutzt eine Milit\u00e4rparade in einem vollgepackten Stadion, um St\u00e4rke zu demonstrieren. Panzer rollen, Kampfflugzeuge donnern, Soldaten marschieren vorbei. Ahmed r\u00fchrt schon seit Monaten die Kriegstrommel und versucht seine Landsleute auf einen Krieg mit dem Nachbarland Eritrea einzustimmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4thiopien &#8211; das bev\u00f6lkerungsreichste Binnenland der Welt &#8211; soll nach seinem Willen endlich einen Meerzugang bekommen. &#8222;Das Rote Meer und \u00c4thiopien k\u00f6nnen nicht voneinander getrennt sein&#8220;, sagt er. Die Regierung in Asmara bef\u00fcrchtet einen \u00e4thiopischen Einmarsch. Deshalb mobilisiert auch Eritrea. &#8222;Das Rote Meer ist unseres&#8220;, lautet ein Propagandafilm im Staatsfernsehen.<\/p>\n<p>    2018 galt als Wendepunkt f\u00fcr die Region<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bis 1993 war Eritrea Teil \u00c4thiopiens und so war auch der Zugang zum Roten Meer gesichert. Nach der Unabh\u00e4ngigkeit waren beide L\u00e4nder Jahrzehntelang verfeindet. 2018 trieb der damals noch neue Premierminister Ahmed eine Normalisierung der Beziehung mit dem Erzfeind voran und bekam daf\u00fcr den Nobelpreis. Aber jetzt k\u00f6nnte es zu einem neuen Krieg kommen, in den auch die Anrainerl\u00e4nder und die Golfstaaten hineingezogen werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>    Warnung vor Stellvertreterkrieg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tsedale Lemma ist eine \u00e4thiopische Journalistin und die Gr\u00fcnderin der Zeitung Addis Standard. Sie warnt vor einem Stellvertreterkrieg: &#8222;Das sudanesische Milit\u00e4r hat sich hinter Eritrea gestellt. Die sudanesische RSF-Miliz hingegen unterst\u00fctzt Abiy Ahmed. Dann sind da \u00c4gypten, Somalia und so weiter, die ebenfalls Eritrea unterst\u00fctzen &#8211; und es gibt eine deutliche Unterst\u00fctzung aus den Vereinten Arabischen Emiraten f\u00fcr das \u00e4thiopische Milit\u00e4r.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der letzte Konflikt ist weniger als vier Jahre her. Damals f\u00fchrte Addis Abeba mit der Unterst\u00fctzung Asmaras Krieg gegen die Region Tigray. Immer noch gelten dort 800.000 Menschen als vertrieben.<\/p>\n<p>    \u00c4thiopische Regionen k\u00f6nnten hineingezogen werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und auch jetzt wird bef\u00fcrchtet, dass \u00e4thiopische Regionen in den Konflikt hineingezogen werden k\u00f6nnten. Denn Asmara wird vorgeworfen, \u00e4thiopische Rebellen zu finanzieren. Eritrea weist diesen Vorwurf zwar zur\u00fcck, aber in Tigray stellen sich die Menschen auf einen neuen Konflikt ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich wei\u00df nicht genau, ob es zum Krieg kommt. Aber nachdem, was man so h\u00f6rt, halte ich ihn f\u00fcr unvermeidlich. Wir stehen hier kurz vor einer Katastrophe. Ich wei\u00df nicht, was ich tun soll. Ich kann meine Feldarbeit nicht mehr richtig erledigen. Ich kann mich nicht mehr gut um meine Familie k\u00fcmmern. Aber wir wollen auf keinen Fall Krieg&#8220;, sagt der Bauer Dage Meressa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Asmara und Addis Abeba beteuern ebenfalls, dass sie keinen neuen Krieg wollen. Aber derzeit k\u00f6nnte jede Provokation in offene Gewalt umschlagen. Das Horn von Afrika gleicht einem Pulverfass.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.04.2026 \u2022 05:11 Uhr F\u00fcr seine Ann\u00e4herung an den Erzfeind Eritrea erhielt \u00c4thiopiens Pr\u00e4sident einst den Friedensnobelpreis.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":144,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[29,105,115,106,116],"class_list":{"0":"post-143","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aethiopien","8":"tag-afrika","9":"tag-aethiopien","10":"tag-eritrea","11":"tag-ethiopia","12":"tag-horn-von-afrika"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=143"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/143\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}