{"id":14301,"date":"2026-05-06T11:14:22","date_gmt":"2026-05-06T11:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14301\/"},"modified":"2026-05-06T11:14:22","modified_gmt":"2026-05-06T11:14:22","slug":"nigers-militaerjunta-kuendigt-mobilisierung-fuer-krieg-mit-frankreich-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14301\/","title":{"rendered":"Nigers Milit\u00e4rjunta k\u00fcndigt Mobilisierung f\u00fcr \u201eKrieg mit Frankreich\u201c an"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ein hochrangiger Vertreter der nigrischen Milit\u00e4rregierung hat die Bev\u00f6lkerung \u00f6ffentlich dazu aufgerufen, sich auf einen Krieg mit Frankreich vorzubereiten. Wie die franz\u00f6sische Tageszeitung <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.lefigaro.fr\/international\/un-cadre-de-la-junte-du-niger-appelle-a-se-preparer-a-une-guerre-avec-la-france-20260212\">Le Figaro<\/a> berichtete, erkl\u00e4rte General Amadou Ibro, Stabschef des Junta-Anf\u00fchrers General Abdourahamane Tiani, k\u00fcrzlich bei einer Kundgebung vor Jugendlichen in einem Stadion der Hauptstadt Niamey: \u201eDie Mobilisierung ist beschlossen, damit wir uns auf den Krieg mit Frankreich vorbereiten.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Dem Bericht zufolge f\u00fcgte er hinzu: \u201eWisst dies: Wir werden in den Krieg mit Frankreich eintreten. Wir waren nicht im Krieg, jetzt ziehen wir in den Krieg mit Frankreich\u201c Das Publikum reagierte laut dem Bericht mit Applaus und Rufen wie \u201eNieder mit Frankreich\u201c.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ibro begr\u00fcndete seine Aussagen damit, dass Frankreich <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/niger\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niger<\/a> f\u00fcr die eigene wirtschaftliche Krise verantwortlich mache und das Land angreifen wolle, um sich dessen Rohstoffe anzueignen. \u201eWir haben es mit Leuten zu tun, die uns wegen unserer G\u00fcter und unseres Reichtums um jeden Preis zur\u00fcckbringen wollen zu dem, was ihren Wohlstand begr\u00fcndet hat\u201c, sagte er. Ein Video der Rede verbreitete sich am vergangenen Donnerstagmorgen <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/x.com\/comrawire\/status\/2022313184665706932\">in den sozialen Medien<\/a>.\n            <\/p>\n<p>            Paris weist Vorw\u00fcrfe entschieden zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das franz\u00f6sische Milit\u00e4r dementierte die Anschuldigungen umgehend. \u201eVon einer franz\u00f6sischen Intervention im Niger kann keine Rede sein\u201c, erkl\u00e4rte der Sprecher des franz\u00f6sischen Generalstabs, Oberst Guillaume Vernet, laut Le Figaro. Er bezeichnete die \u00c4u\u00dferungen als \u201eoffenkundigen Informationskrieg\u201c seitens Nigers.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Junta-Chef Tiani hatte zuletzt den franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron direkt als \u201eSponsor\u201c des sogenannten Islamischen Staates (IS) bezeichnet, der Ende Januar den internationalen Flughafen von Niamey angegriffen hatte. Macron wies die Anschuldigung entschieden zur\u00fcck, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Beziehungen zwischen beiden L\u00e4ndern sind seit dem Milit\u00e4rputsch im Juli 2023 zerr\u00fcttet. Die franz\u00f6sischen Truppen, die im Rahmen der Terrorismusbek\u00e4mpfung in der Sahelzone im Niger stationiert waren, verlie\u00dfen das Land Ende 2023 nach einem langwierigen diplomatischen Kr\u00e4ftemessen.\n            <\/p>\n<p>            Streit um Uran belastet Verh\u00e4ltnis zus\u00e4tzlich<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Im Zentrum des schwelenden Konflikts stehen auch die Uranvorkommen des Landes. Die Milit\u00e4rregierung hat die Soma\u00efr, eine <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/niger-verstaatlicht-uran-frankreich-li.2335317\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tochtergesellschaft des franz\u00f6sischen Urankonzerns Orano, verstaatlich<\/a>t. Dieser hat daraufhin mehrere Klagen eingereicht.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Niger will Orano seinerseits wegen angeblicher Umweltsch\u00e4den verklagen und k\u00fcndigte Ende 2025 an, sein Uran auf dem internationalen Markt anzubieten. Rund 1000 Tonnen sogenannter \u201eYellow Cake\u201c \u2013 ein Urankonzentrat \u2013 lagern seit Wochen blockiert am Flughafen von Niamey, da die Transportwege \u00fcber Land als zu unsicher gelten.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Der westafrikanische W\u00fcstenstaat mit rund 28 Millionen Einwohnern z\u00e4hlt zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt. Nach Erhebungen der Konfliktdatenorganisation Acled wurden dort 2025 fast 2000 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskr\u00e4ften und Terrorgruppen get\u00f6tet, darunter mehr als 800 Zivilisten.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Niger war einst eine Kolonie <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/frankreich\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreichs<\/a> und Teil von Franz\u00f6sisch-Westafrika bis zur Unabh\u00e4ngigkeit am 3. August 1960. Bis heute ist Franz\u00f6sisch die Amtssprache und viele Verwaltungssysteme und Institutionen basieren auf dem franz\u00f6sischen Vorbild.\n            <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein hochrangiger Vertreter der nigrischen Milit\u00e4rregierung hat die Bev\u00f6lkerung \u00f6ffentlich dazu aufgerufen, sich auf einen Krieg mit Frankreich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14302,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[366],"class_list":{"0":"post-14301","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-niger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116527344060868788","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14301\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}