{"id":14375,"date":"2026-05-06T14:56:17","date_gmt":"2026-05-06T14:56:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14375\/"},"modified":"2026-05-06T14:56:17","modified_gmt":"2026-05-06T14:56:17","slug":"hoersaal-wueste-werkhalle-die-hochschule-baut-ihre-bruecken-nach-tunesien-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14375\/","title":{"rendered":"H\u00f6rsaal, W\u00fcste &#038; Werkhalle: Die Hochschule baut ihre Br\u00fccken nach Tunesien aus"},"content":{"rendered":"<p>Von Hof nach Kasserine, von Kairouan bis Gab\u00e8s \u2013 Professor Dr.-Ing. Valentin Plenk kn\u00fcpft ein dichtes Netz aus akademischen Partnerschaften und industriellen Kontakten. Sein j\u00fcngster Aufenthalt zeigt: Die Zusammenarbeit der Hochschule Hof mit Tunesien gewinnt an Dynamik.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-04-08-at-10.32.38-3-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22833\"  \/>Eines von vielen Gespr\u00e4chen \u00fcber k\u00fcnftige Kooperationen mit dem nordafrikanischen Land; Bild: privat;<\/p>\n<p>Als Prof. Dr.-Ing. Valentin Plenk Ende M\u00e4rz 2026 nach Tunesien reist, ist es l\u00e4ngst nicht mehr seine erste Mission in das nordafrikanische Land. Es geht nicht nur um Pflege bestehender Kontakte, sondern um den gezielten Ausbau eines internationalen Netzwerks zwischen der Hochschule Hof und zentralen Akteuren der tunesischen Hochschullandschaft: \u201eWir sehen in Tunesien ein enormes Potenzial f\u00fcr langfristige Kooperationen \u2013 sowohl in der Lehre als auch in der angewandten Forschung\u201c, beschreibt Prof. Plenk seine Motivation. Im Fokus stehen Studierendenaustausch, Doppelabschl\u00fcsse und gemeinsame Projekte mit industriellem Bezug.<\/p>\n<p>Hochschulen im Dialog: Von Tunis bis in den S\u00fcden<\/p>\n<p>Eine Schl\u00fcsselrolle dabei spielt die Direction G\u00e9n\u00e9rale des \u00c9tudes Technologiques (DGET), die das Netzwerk der 26 Instituts Sup\u00e9rieurs des \u00c9tudes Technologiques (ISET) koordiniert. Diese Einrichtungen bilden das R\u00fcckgrat der praxisorientierten Ingenieurausbildung in Tunesien. Plenk besucht mehrere dieser ISETs \u2013 darunter jene in Kasserine, Rad\u00e8s, Ksar-Hellal, und Kairouan. Erg\u00e4nzt wird das Programm durch Gespr\u00e4che an der \u00c9cole Nationale des Sciences de l\u2019Informatique (ENSI), Teil der Universit\u00e9 de Manouba, der Universit\u00e9 de Gab\u00e8s inklusive des Institut Sup\u00e9rieur de Gestion de Gab\u00e8s (ISG Gab\u00e8s) sowie durch Kontakte zur Universit\u00e9 de Tunis El Manar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"22834\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260330_102216-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22834\"  \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"22835\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260330_1502032-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22835\"  \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"22836\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260402_140524-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22836\"  \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"22837\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260406_124547-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22837\"  \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"22838\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/20260413_120818-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22838\"  \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"22839\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/WhatsApp-Image-2026-04-08-at-10.32.39-2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22839\"  \/>Viele Kilometer, viele Gespr\u00e4che \u2013 die Kooperationsideen mit den tunesischen Bildungseinrichtungen werden immer konkreter; Bilder: privat;<\/p>\n<p>\u00dcberall stehen \u00e4hnliche Themen im Mittelpunkt: englischsprachige Studienangebote aus Hof, Erasmus-F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten und neue Formate der Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Mobilit\u00e4t als Schl\u00fcssel \u2013 aber mit H\u00fcrden<\/p>\n<p>Besonders gro\u00df ist das Interesse tunesischer Studierender an einem Aufenthalt in Deutschland. Zwei Modelle stehen zur Diskussion: klassische Austauschsemester und sogenannte PFE-Aufenthalte (\u201eProjet de Fin d\u2019\u00c9tudes\u201c), also Abschlussarbeiten mit binationaler Betreuung. <\/p>\n<p>Gerade das PFE-Modell ist f\u00fcr unsere Partner attraktiv, weil es sich gut in die tunesischen Studienstrukturen integrieren l\u00e4sst. Der organisatorische Aufwand ist zwar h\u00f6her, doch die Anerkennung deutlich einfacher.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Dr.-Ing. Valentin Plenk<\/p>\n<p>Ein zentrales Problem bleibt jedoch die Finanzierung: Ohne F\u00f6rderprogramme wie Erasmus sind l\u00e4ngere Aufenthalte f\u00fcr viele Studierende kaum realisierbar. Entsprechend intensiv werden alternative F\u00f6rdermodelle diskutiert.<\/p>\n<p>Neue Lehrformate: Kurzprogramme mit gro\u00dfer Wirkung<\/p>\n<p>Neben klassischen Austauschformaten gewinnen Kurzzeitprogramme an Bedeutung. Nach dem Vorbild der Blended Intensive Programs (BIP) k\u00f6nnten deutsch-tunesische Studierendengruppen f\u00fcr ein bis zwei Wochen gemeinsam an Projekten arbeiten.<\/p>\n<p>Besonders konkrete Ideen entstehen in Ksar-Hellal: \u201eDort k\u00f6nnten Themen wie Textiltechnik und interkulturelles Design im Mittelpunkt stehen. Solche kompakten Programme sind ideal, um erste internationale Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig konkrete Ergebnisse zu erzielen\u201c, so Prof. Nicole Mallek, die den Besuch in Ksar-Hellal begleitete.<\/p>\n<p>Forschung trifft Praxis: Industrie als Partner<\/p>\n<p>Ein zentrales Element der Reise ist der Austausch mit Unternehmen. Besucht werden unter anderem die Soci\u00e9t\u00e9 des Arts Textiles (SARTEX), die Soci\u00e9t\u00e9 Nationale de Cellulose et de papier Alfa\u00a0(SNCPA) und SONAM. Hier zeigt sich, wie eng Hochschulkooperation und industrielle Anwendung verzahnt werden k\u00f6nnen. Insbesondere in den Bereichen Fertigung und Energie er\u00f6ffnen sich spannende Felder f\u00fcr gemeinsame Forschungsprojekte. Viele tunesische Universit\u00e4ten signalisierten Interesse an gemeinsamen Promotionsprojekten mit Aufenthalten in Deutschland. Parallel werden gr\u00f6\u00dfere Programme vorbereitet, die aber noch nicht spruchreif sind und \u00fcber die erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt informiert werden kann. \u201eJetzt kommt es darauf an, die vielen Ideen in tragf\u00e4hige Strukturen zu \u00fcberf\u00fchren\u201c, res\u00fcmiert Prof. Plenk.<\/p>\n<p>Netzwerk mit Zukunft<\/p>\n<p>F\u00fcr die Hochschule Hof er\u00f6ffnet Tunesien dabei nicht nur neue Partnerschaften, sondern auch einen Zugang zu einem wachsenden Bildungs- und Innovationsraum im Mittelmeerraum. Oder, wie es Prof. Dr.-Ing Plenk formuliert: \u201eDiese Kooperationen sind keine Einbahnstra\u00dfe \u2013 sie leben vom gegenseitigen Lernen und vom gemeinsamen Entwickeln neuer Ideen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von Hof nach Kasserine, von Kairouan bis Gab\u00e8s \u2013 Professor Dr.-Ing. 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