{"id":14377,"date":"2026-05-06T14:59:11","date_gmt":"2026-05-06T14:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14377\/"},"modified":"2026-05-06T14:59:11","modified_gmt":"2026-05-06T14:59:11","slug":"phase-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14377\/","title":{"rendered":"Phase 1"},"content":{"rendered":"<p>Wie in vielen afrikanischen L\u00e4ndern ist auch die Bev\u00f6lkerung in Ruanda sehr jung: 40 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner sind j\u00fcnger als f\u00fcnfzehn Jahre. Auch wenn die Hauptstadt Kigali mittlerweile mehr als zwanzig Jahre nach dem V\u00f6lkermord \u00fcberraschend modern ist, finden hier nicht alle jungen Ruanderinnen und Ruander aus l\u00e4ndlichen Gebieten Arbeit. Gleichzeitig reichen die verf\u00fcgbaren Anbaufl\u00e4chen oftmals nicht mehr aus f\u00fcr die stark wachsende Bev\u00f6lkerung. Ruanda muss daher dringend mehr Berufsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im erwerbsf\u00e4higen Alter schaffen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Im Einvernehmen mit der Workforce Development Authority, einer dem ruandischen Bildungsministerium unterstellten Beh\u00f6rde, hat die DEZA daher beschlossen, Unterst\u00fctzung im Bereich der Berufsbildung zu leisten. Das Projekt kommt haupts\u00e4chlich zwei Zielgruppen zugute:<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nden Jugendlichen, die nach Abschluss der obligatorischen Schule oder auch ohne Schulabschluss eine technische Ausbildung machen wollen&#13;<br \/>\nden Bev\u00f6lkerungsgruppen, die zum Teil am Rand der Gesellschaft leben: Frauen, ehemalige K\u00e4mpfer, Waisen usw.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGezieltes Engagement f\u00fcr die Schw\u00e4chsten&#13;<\/p>\n<p>Bei beiden Zielgruppen geht es darum, qualitativ gute fachliche Kompetenzen zu vermitteln, die m\u00f6glichst optimal auf die Bed\u00fcrfnisse der ruandischen Wirtschaft ausgerichtet sind. Die Zusammenarbeit der DEZA mit der Workforce Development Authority erg\u00e4nzt die Beitr\u00e4ge anderer Geldgeber, unterscheidet sich aber durch das direkte Engagement vor Ort, das der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung und vor allem den am meisten benachteiligten Bev\u00f6lkerungsgruppen zugute kommt.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Bis jetzt wurden in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Privatwirtschaft\u00a0sieben neue Ausbildungsg\u00e4nge entwickelt (Maurer, Elektriker, Schreiner, Schweisser, Spengler, Automechaniker und Hotelgewerbe). In der Westprovinz Ruandas wurden\u00a0f\u00fcnf Berufsbildungszentren (Vocational Training Centers) gebaut und eingerichtet. Diese seit der Er\u00f6ffnung im Jahr 2014 vom Staat unterst\u00fctzten Zentren haben bis heute rund 3000 Jugendliche ausgebildet. Davon haben 830 in ihrem Berufszweig arbeit gefunden.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Dank dem Projekt k\u00f6nnen zudem zwanzig informelle Bildungseinrichtungen ein Schulungsangebot entwickeln, das die berufliche Wiedereingliederung benachteiligter Ruanderinnen und Ruander erleichtern soll. Die Wiedereingliederung erfolgt \u00fcber verschiedene Sensibilisierungsmassnahmen, die von Basiskursen gefolgt werden. Schliesslich richtet sich das Projekt auch an die Lehrkr\u00e4fte. Rund f\u00fcnfzig Ausbildnerinnen und Ausbildnern steht ein Weiterbildungsangebot zur St\u00e4rkung ihrer fachlichen und p\u00e4dagogischen Kompetenzen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nBessere Nutzung des Humankapitals&#13;<\/p>\n<p>Allgemeines Ziel des Projekts ist die F\u00f6rderung eines institutionalisierten und systematischen Austauschs zwischen Bildungsinstitutionen und Wirtschaftsakteuren, die Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Das Engagement der DEZA im Bildungsbereich richtet sich nach der Strategie der ruandischen Regierung zur besseren Nutzung des Humankapitals, dank der Ruanda bis 2020 zu einem Schwellenland werden soll. Ruanda hat keinen Meerzugang und auch keine bedeutenden nat\u00fcrlichen Ressourcen. Deshalb muss das Land in erster Linie auf die Bildung seiner Bev\u00f6lkerung setzen, um ausl\u00e4ndische Investitionen anzuziehen und neue M\u00e4rkte ausserhalb der Landwirtschaft zu erschliessen. Mit der F\u00f6rderung der Privatwirtschaft wird ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum gew\u00e4hrleistet, das seinerseits zur Verringerung der Armut beitragen wird.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Das von der Schweizer Organisation Swisscontact\u00a0und der DEZA\u00a0umgesetzte Projekt\u00a0soll in einer zweiten Phase auf die benachbarte Provinz des Sud-Kivu (Demokratischen Republik Kongo), und in Burundi &#8211; sofern es die politische Lage erlaubt &#8211; ausgebaut werden.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wie in vielen afrikanischen L\u00e4ndern ist auch die Bev\u00f6lkerung in Ruanda sehr jung: 40 Prozent der Einwohnerinnen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5724,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,193,191,462,461,189],"class_list":{"0":"post-14377","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-demokratische-republik-kongo","8":"tag-dem-rep-kongo","9":"tag-democratic-republic-of-the-congo","10":"tag-demokratische-republik","11":"tag-demokratische-republik-kongo","12":"tag-dr-congo","13":"tag-dr-kongo","14":"tag-drc","15":"tag-drk","16":"tag-kongo"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116528228968098876","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14377"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14377\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}