{"id":14392,"date":"2026-05-06T15:41:18","date_gmt":"2026-05-06T15:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14392\/"},"modified":"2026-05-06T15:41:18","modified_gmt":"2026-05-06T15:41:18","slug":"trotz-un-embargo-satellitenbilder-zeigen-neue-kampfdrohnen-in-libyen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14392\/","title":{"rendered":"Trotz UN-Embargo: Satellitenbilder zeigen neue Kampfdrohnen in Libyen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Satellitenaufnahmen des US-Unternehmens Vantor zeigen mindestens drei <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/drohne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drohnen<\/a> auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Al Khadim in der ostlibyschen W\u00fcste, rund 100 Kilometer \u00f6stlich von Bengasi. Dar\u00fcber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters nach eigener Auswertung. Die Aufnahmen stammen aus dem Zeitraum zwischen Ende April und Dezember 2025. Die Ankunft der Flugger\u00e4te war bislang nicht \u00f6ffentlich bekannt.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Drei unabh\u00e4ngige Waffenexperten \u2013 darunter Wim Zwijnenburg von der niederl\u00e4ndischen Friedensorganisation PAX, Jeremy Binnie vom Verteidigungsnachrichtendienst Janes und Joseph Dempsey vom Londoner International Institute for Strategic Studies \u2013 identifizierten eine der Drohnen als eine chinesische Feilong-1 (FL-1), ein fortgeschrittenes Aufkl\u00e4rungs- und Angriffsmodell. Zwei kleinere Drohnen, die im Dezember 2025 auftauchten, ordneten sie als t\u00fcrkische Bayraktar TB2 ein. Die dazugeh\u00f6rige Bodenkontrollausr\u00fcstung mit charakteristischen Doppelantennen spricht ebenfalls f\u00fcr dieses Modell, hie\u00df es.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Weder Haftars Libysche Nationalarmee (LNA) noch die Regierungen in China und der T\u00fcrkei reagierten auf Anfragen von Reuters. Auch die Drohnenhersteller Zhongtian Feilong und Baykar sowie die Regierung in Tripolis \u00e4u\u00dferten sich nicht.\n            <\/p>\n<p>            Drohnen st\u00e4rken Libyens Position<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Anas El Gomati, Leiter des libyschen Thinktanks Sadeq Institute, bezeichnete die neuen Drohnen gegen\u00fcber Reuters als \u201eenormen symbolischen Gewinn\u201c f\u00fcr Haftar. Sie festigten dessen Kontrolle \u00fcber den Osten und S\u00fcden <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/libyen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libyens<\/a>, einschlie\u00dflich wichtiger \u00d6lfelder, und st\u00e4rkten seine Position in Verhandlungen \u00fcber eine Einheitsregierung. Gleichzeitig warf Gomati die Frage auf, wer die Drohnen tats\u00e4chlich steuere, da der LNA die n\u00f6tige technische Expertise fehle.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das UN-Waffenembargo gilt seit dem Sturz <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/muammar-al-gaddafi\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Muammar Gaddafis<\/a> 2011 und verlangt eine Genehmigung des Sicherheitsrats f\u00fcr Waffentransfers. Dennoch flossen w\u00e4hrend des libyschen B\u00fcrgerkriegs 2014\u20132020 massiv Waffen ins Land. Die Vereinigten Arabischen Emirate unterst\u00fctzten Haftar laut UN-Ermittlern unter anderem mit chinesischen Wing-Loong-II-Drohnen, die T\u00fcrkei lieferte TB2-Drohnen an die Regierung in Tripolis.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Satellitenbilder von Planet Labs belegen zudem umfangreiche Bauarbeiten auf Al Khadim, darunter mindestens drei neue Hangars. Laut einem Berichtsentwurf des UN-Expertengremiums dient eine im Bau befindliche Struktur vermutlich der Stationierung t\u00fcrkischer Bayraktar-Drohnen. Im Dezember 2025 schloss die LNA au\u00dferdem ein vier Milliarden Dollar schweres R\u00fcstungsgesch\u00e4ft mit <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/pakistan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pakistan<\/a> ab, wie Reuters berichtete.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bereits im Juni 2024 beschlagnahmten italienische Beh\u00f6rden auf Hinweis US-amerikanischer Geheimdienste Drohnenteile auf dem Weg von China nach Bengasi. UN-Experten stellten fest, dass die Komponenten zu zwei Feilong-1-Drohnen passten. China bestritt, dass es sich um milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung handele.\n            <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Satellitenaufnahmen des US-Unternehmens Vantor zeigen mindestens drei Drohnen auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Al Khadim in der ostlibyschen W\u00fcste, rund&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14393,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[286,285],"class_list":{"0":"post-14392","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-libya","9":"tag-libyen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116528393874878558","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14392\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}