{"id":14523,"date":"2026-05-07T00:23:12","date_gmt":"2026-05-07T00:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14523\/"},"modified":"2026-05-07T00:23:12","modified_gmt":"2026-05-07T00:23:12","slug":"aegypten-und-libyen-aktueller-wirtschaftlicher-ueberblick-und-relevante-entwicklungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14523\/","title":{"rendered":"\u00c4gypten und Libyen: Aktueller wirtschaftlicher \u00dcberblick und relevante Entwicklungen"},"content":{"rendered":"<p>Der Irankrieg hat der \u00e4gyptischen Wirtschaft wieder ihre Verletzlichkeit aufgezeigt. Die gestiegenen \u00d6l- und Gaspreise sorgen f\u00fcr erhebliche Mehrkosten und befeuern die Inflation neu, w\u00e4hrend das \u00e4gyptische Pfund bereits ca. 15 % an Wert verloren hat. Daneben leidet \u00c4gypten unter den weiterhin geringen Durchfahrten im Suezkanal und einem R\u00fcckgang des Tourismus \u2013 auch wenn dieser geringer als erwartet ausgefallen ist. <\/p>\n<p>Trotz der Herausforderungen hat sich gezeigt, dass \u00c4gypten auf diese Krise besser vorbereitet war. Die Fremdw\u00e4hrungsreserven sind zwar zur\u00fcckgegangen, die Versorgung mit Devisen (f\u00fcr Importe) war aber durchgehend sichergestellt. Auch die urspr\u00fcnglich verordneten Stromsparma\u00dfnahmen im ganzen Land (vorrangig fr\u00fchere Schlie\u00dfzeiten) konnten bereits wieder aufgehoben werden. Lediglich das verpflichtende Home-Office an Sonntagen soll bleiben. <\/p>\n<p>Wenn die Situation weiter stabil bleibt, k\u00f6nnte \u00c4gypten aus dieser Krise mit einem blauen Auge davonkommen, oder sogar als einer der Gewinner in der Region hervorgehen. Kairo hat sich als ein sicherer Hafen in der Region positioniert und zumindestens kurzfristig sind einige Manager mit Familien aus den Golfstaaten hier vor Ort untergekommen. \u00c4gypten versucht die gest\u00f6rten Supply Chains f\u00fcr sich zu nutzen und europ\u00e4ischen Unternehmen Nearshoring in \u00c4gypten schmackhaft zu machen. Ob es mittelfristig wirklich zu einer positiven Entwicklung bei den FDI oder zumindest industriellem Outsourcing f\u00fchrt, wird sich aber erst zeigen. Die Regierung dr\u00e4ngt ausl\u00e4ndische Unternehmen mit Aktivit\u00e4ten in \u00c4gypten jedenfalls weiterhin zu mehr Lokalisierung. <\/p>\n<p>\u00d6sterreichische Unternehmen konnten in \u00c4gypten trotz der Herausforderungen wieder Exporterfolge feiern. 2025 konnte die \u00f6sterreichischen Firmen einen neuen Exportrekord von EUR 308 Mio. (+3 % im Vergleich zum 2024) aufstellen.<\/p>\n<p>In Libyen bleibt die wirtschaftliche Situation in Zeiten politischer Spaltung ebenso weiterhin angespannt. Die Central Bank of Libya versucht aktiv Ma\u00dfnahmen zur W\u00e4hrungsstabilisierung und zur Bew\u00e4ltigung der Liquidit\u00e4tskrise zu setzen. Dies geschieht haupts\u00e4chlich durch eine restriktive Haltung bei der Er\u00f6ffnung von neuen L\/Cs, womit durch die Verz\u00f6gerungen von Importen der Abfluss von Hartw\u00e4hrung gesenkt wird. Das hat nat\u00fcrlich auch negative Auswirkungen f\u00fcr \u00f6sterreichische Unternehmen, deren L\/C-Er\u00f6ffnungen von langwierigen Verz\u00f6gerungen betroffen sind.<\/p>\n<p>Aus dem Sudan erreichen uns erstmals wieder einigerma\u00dfen positive Nachrichten. Der \u00f6sterreichische Honorarkonsul f\u00fcr den Sudan konnte erstmals nach Jahren wieder nach Khartoum zur\u00fcckkehren und sich ein Bild von der Lage vor Ort machen. Der Fokus liegt jetzt auf der Wiederherstellung der Basisinfrastruktur (Elektrizit\u00e4t; Wasser). Einen lesenswerten Einblick in die Lage vor Ort gibt das <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" data-gentics-gcn-url=\"https:\/\/timep.org\/2026\/04\/14\/returning-to-sudan-everything-changed-yet-remained-exactly-the-same\/https:\/timep.org\/2026\/04\/14\/returning-to-sudan-everything-changed-yet-remained-exactly-the-same\/\" href=\"https:\/\/timep.org\/2026\/04\/14\/returning-to-sudan-everything-changed-yet-remained-exactly-the-same\/https:\/timep.org\/2026\/04\/14\/returning-to-sudan-everything-changed-yet-remained-exactly-the-same\/\">Tahrir Institute for Middle East Policy<\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00f6sterreichische Unternehmen besteht jedenfalls die Notwendigkeit die Aktivit\u00e4ten in der Region gut aufzusetzen. Ich w\u00fcrde mich daher sehr freuen, wenn wir uns in \u00d6sterreich auf ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch anl\u00e4sslich des <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" data-gentics-gcn-url=\"http:\/\/www.exporttag.at\/\" href=\"http:\/\/www.exporttag.at\/\">\u00d6sterreichischen Exporttags am 28. Mai 2026<\/a> oder bei den <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" data-gentics-gcn-url=\"https:\/\/www.wko.at\/veranstaltungen\/d4c75667-315a-4c22-b94e-2abfd13e4535\" href=\"https:\/\/www.wko.at\/veranstaltungen\/d4c75667-315a-4c22-b94e-2abfd13e4535\">Wirtschaftsdelegierten-Sprechtagen<\/a> in Ihrem Bundeslang von 1.-15. Juni 2026 treffen. <\/p>\n<p>F\u00fcr alle Fragen zu \u00c4gypten, Libyen oder dem Sudan sind wir hier in Kairo jederzeit gerne unter <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" data-gentics-gcn-url=\"https:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/mailto:kairo@wko.at\" href=\"https:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/mailto:kairo@wko.at\">kairo@wko.at<\/a> erreichbar! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Irankrieg hat der \u00e4gyptischen Wirtschaft wieder ihre Verletzlichkeit aufgezeigt. 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