{"id":14637,"date":"2026-05-07T08:23:08","date_gmt":"2026-05-07T08:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14637\/"},"modified":"2026-05-07T08:23:08","modified_gmt":"2026-05-07T08:23:08","slug":"suedafrika-bischoefe-fordern-ende-der-fremdenfeindlichen-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14637\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika: Bisch\u00f6fe fordern Ende der fremdenfeindlichen Gewalt"},"content":{"rendered":"<p>In S\u00fcdafrika h\u00e4lt die Welle gewaltsamer \u00dcbergriffe gegen Migranten aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern an. Mit Blick auf Berichte \u00fcber Tote und Verletzte haben die katholischen Bisch\u00f6fe Afrikas die Regierung in Pretoria aufgefordert, die Ausschreitungen umgehend zu beenden.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/suedafrika-kardinal-brislin-freedom-day-soziale-verantwortung.html\" title=\"S\u00fcdafrika: Kardinal Brislin mahnt zum Freedom Day soziale Verantwortung an\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2025\/dicembre\/26\/Cathedral-65th-anniversary.-Cardinal-Brislin.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"S\u00fcdafrika: Kardinal Brislin mahnt zum Freedom Day soziale Verantwortung an\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Kardinal Stephen Brislin hat die B\u00fcrger S\u00fcdafrikas dazu aufgerufen, den nationalen Feiertag \u201eFreedom Day\u201c als Anlass zu nehmen, der Menschen ohne echte Freiheit zu gedenken. Der am &#8230;\n     <\/p>\n<p>Kardinal Fridolin Ambongo Besungu, der Pr\u00e4sident des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar, bezeichnete die Vorf\u00e4lle als unvereinbar mit afrikanischen Werten.<\/p>\n<p>Seit Ende April ziehen bewaffnete Gruppen durch die Stra\u00dfen bedeutender St\u00e4dte wie Pretoria, Durban, Kapstadt und Johannesburg. Die Teilnehmer fordern die Ausreise ausl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6riger und f\u00fchren als Gr\u00fcnde den Mangel an Arbeitspl\u00e4tzen sowie die allgemeine Unsicherheit an. Berichten zufolge werden Menschen von B\u00fcrgerwehren angehalten und zur Vorlage ihrer Dokumente gezwungen. Dabei kam es zu Pl\u00fcnderungen und Sachbesch\u00e4digungen an Eigentum, das Migranten zugeordnet wird. Lokale Medien best\u00e4tigten mehrere Todesopfer, darunter Staatsb\u00fcrger aus \u00c4thiopien und Nigeria.<\/p>\n<p>Fundament der Geschwisterlichkeit <\/p>\n<p>Kardinal Ambongo erkl\u00e4rte in einer Stellungnahme, dass Gewalt gegen Ausl\u00e4nder nicht nur eine Verletzung der menschlichen Person darstelle, sondern auch das Fundament der universellen Geschwisterlichkeit verneine. Er dr\u00fcckte der S\u00fcdafrikanischen Katholischen Bischofskonferenz seine Solidarit\u00e4t f\u00fcr deren Haltung zugunsten der Opfer von Diskriminierung aus. Bereits im Vorfeld hatte Kardinal Stephen Brislin aus Johannesburg betont, dass jede Person in S\u00fcdafrika ungeachtet des rechtlichen Status ein Recht auf medizinische Versorgung und Bildung habe. Keine Gruppe sei befugt, die Befugnisse der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden durch Lynchjustiz zu ersetzen.<\/p>\n<p>Nach Angaben der nationalen Statistikbeh\u00f6rde leben etwa drei Millionen Migranten in S\u00fcdafrika, was einem Anteil von f\u00fcnf Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung entspricht. Aufgrund der aktuellen Lage hat Nigeria bereits ein Programm zur freiwilligen R\u00fcckf\u00fchrung gestartet, f\u00fcr das sich \u00fcber einhundert Staatsangeh\u00f6rige anmeldeten. Auch Ghana hat erste R\u00fcckf\u00fchrungen eingeleitet.<\/p>\n<p>Gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit und Solidarit\u00e4t <\/p>\n<p>Die kirchlichen Vertreter sehen in den Angriffen einen Widerspruch zum Prinzip von Ubuntu, das die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit und Solidarit\u00e4t betont. Kardinal Ambongo forderte die Afrikanische Union auf, ihre Rolle als H\u00fcterin kontinentaler Werte wahrzunehmen und Mechanismen zur Fr\u00fchwarnung vor fremdenfeindlicher Gewalt zu etablieren. Er betonte, dass die Glaubw\u00fcrdigkeit Afrikas auf internationaler Ebene gef\u00e4hrdet sei, wenn Hass und Stigmatisierung die Oberhand gewinnen.<\/p>\n<p>Auch die Kommission der Afrikanischen Union f\u00fcr Menschenrechte und Rechte der V\u00f6lker \u00e4u\u00dferte sich besorgt. Der Berichterstatter Solomon Ayele Dersso rief die s\u00fcdafrikanische Regierung dazu auf, konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die T\u00e4tigkeit illegaler B\u00fcrgerwehren zu unterbinden und die Verantwortlichen f\u00fcr die Gewaltakte zur Rechenschaft zu ziehen.<\/p>\n<p>(ucan &#8211; mg)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In S\u00fcdafrika h\u00e4lt die Welle gewaltsamer \u00dcbergriffe gegen Migranten aus anderen afrikanischen L\u00e4ndern an. 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