{"id":14724,"date":"2026-05-07T12:39:24","date_gmt":"2026-05-07T12:39:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14724\/"},"modified":"2026-05-07T12:39:24","modified_gmt":"2026-05-07T12:39:24","slug":"notruf-aus-namibia-corona-krise-bedroht-schutzgebiete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14724\/","title":{"rendered":"Notruf aus Namibia \u2013 Corona-Krise bedroht Schutzgebiete"},"content":{"rendered":"<p>  <a id=\"c9869\" class=\"jumpmark\"\/>   <\/p>\n<p>Ein dramatischer Notruf erreicht uns in diesen Tagen von Chris Weaver, Direktor des WWF Namibia: Das Corona-Virus erreicht nun auch den afrikanischen Kontinent und droht, sich zu einer sozialen und \u00f6kologischen Katastrophe in den l\u00e4ndlichen Gebieten Namibias auszuweiten. Tausende Menschen, die im Naturschutz und Tourismus arbeiten, werden ihre Jobs verlieren und in existenzielle Not geraten. Und anders als in Deutschland k\u00f6nnen sie nicht mit staatlichen Sofortma\u00dfnahmen oder Hilfsprogrammen in Milliardenh\u00f6he rechnen.<\/p>\n<p>   <a id=\"c9868\" class=\"jumpmark\"\/>    <\/p>\n<p>Ganz konkret stehen in den lokalen Gemeinden die Arbeitspl\u00e4tze und Existenzgrundlagen von 640 Gemeindewildh\u00fcter:innen, 300 Mitarbeiter:innen und 1.175 Tourismus-Angestellten in den Gemeindeschutz- und WWF-Projektgebieten auf dem Spiel. In der Folge ist zu bef\u00fcrchten, dass viele Menschen versuchen werden, sich und ihre Familien mit Wilderei und illegalem Wildtierhandel \u00fcber Wasser zu halten. Die Not der Menschen trifft auch direkt den Naturschutz.<\/p>\n<p>    <a id=\"c9867\" class=\"jumpmark\"\/>  <\/p>\n<p>  Kaum Zugang zu Krankenh\u00e4usern  <\/p>\n<p>Dramatisch wird sich in den kommenden Wochen die Ausbreitung des Covid-19-Virus auch auf die bereits jetzt mangelhafte Gesundheitsversorgung der Menschen auswirken. Noch sind die Infektionszahlen niedrig, aber welche Folgen steigende Infektionszahlen f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung haben werden, mag man sich kaum ausmalen. Schon in den St\u00e4dten ist das Gesundheitssystem schlecht. Die Landbev\u00f6lkerung hat h\u00e4ufig weder Zugang zu \u00c4rzt:innen noch zu Krankenh\u00e4usern. Auf einen Arzt kommen im Durchschnitt etwa 2.700 Menschen (zum Vergleich: in Deutschland sind es etwa 285 Menschen).<\/p>\n<p>    <a id=\"c9866\" class=\"jumpmark\"\/>  <\/p>\n<p>  Keine Touristen bedeutet gro\u00dfe Not f\u00fcr Mensch und Natur  <\/p>\n<p>Nach Sch\u00e4tzungen der namibischen Tourismusindustrie werden in den n\u00e4chsten drei bis vier Monaten \u00fcberhaupt keine Tourist:innen mehr ins Land reisen. Das sind katastrophale Perspektiven f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung Namibias, die ohnehin schon unter den Folgen einer seit vier Jahren anhaltenden D\u00fcrre leidet. Die Landwirtschaft liegt brach und die Mehrheit der Menschen lebt hier am Rande des Existenzminimums.<\/p>\n<p>Durch die Arbeit in Projekten, die Naturschutzorganisationen seit drei\u00dfig Jahren gemeinsam mit der Regierung erarbeitet haben, konnten viele sich aus der Not befreien. Ihre Arbeit in den Lodges, als Gemeinewildh\u00fcter:innen oder Fahrer:innen auf \u00f6kotouristischen Safaris kam sowohl dem Tourismus als auch dem Naturschutz zu Gute. Der Zusammenbruch dieser langj\u00e4hrigen und m\u00fchsamen Aufbauarbeit f\u00fcr den Naturschutz und die Landbev\u00f6lkerung Namibias scheint kaum noch aufzuhalten zu sein.<\/p>\n<p>    <a id=\"c9870\" class=\"jumpmark\"\/>  <\/p>\n<p>  Wilderei als letzter Ausweg aus der Armut  <\/p>\n<p>Elefanten, Antilopen, B\u00fcffel und L\u00f6wen sind nur einige der charismatischen und bedrohten Arten Namibias, deren Bestand sich in den letzten Jahren durch die gute Zusammenarbeit von Gemeinden, Naturschutz und Regierung allm\u00e4hlich erholt hat.<\/p>\n<p>Wenn die verarmte Landbev\u00f6lkerung jetzt nur noch mit Wilderei und illegalem Wildtierhandel ihr \u00dcberleben sichern kann, werden viele Tierarten erneut an den Rand des Aussterbens gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>    <a id=\"c9871\" class=\"jumpmark\"\/>  <\/p>\n<p>  Notfallfonds f\u00fcr Namibias Wildh\u00fcter  <\/p>\n<p>Helfen Sie uns, die Menschen in Namibia in dieser schwierigen Situation zu unterst\u00fctzen. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass die Arbeitspl\u00e4tze der Gemeindewildh\u00fcter:innen f\u00fcr ein Jahr gesichert werden. Das kann ein ganzes Dorf retten, denn von diesem Einkommen leben bis zu zehn Familienmitglieder in den Gemeinden! Ihre Spende wirkt: Sie ist eine unverzichtbare Ma\u00dfnahme zur Armutsbek\u00e4mpfung in den Gemeinden und zur Verhinderung von Wilderei. Die unvergleichliche Natur Namibias braucht jetzt so dringend wie nie unsere Hilfe. Und die Menschen, die f\u00fcr ihren Erhalt k\u00e4mpfen, unsere Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>    <a id=\"c49031\" class=\"jumpmark\"\/>      Update: Vielen Dank f\u00fcr die gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung <\/p>\n<p>Viele Menschen sind durch die Ausbreitung des Covid-19-Virus in existenzielle Not geraten. Und sehr viele WWF-Unterst\u00fctzer:innen haben geholfen. Herzlichen Dank an alle! Mit Ihrer Spende haben Sie zahlreiche Communities in den <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/projektregionen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">WWF-Projektgebieten weltweit<\/a> unterst\u00fctzt und daf\u00fcr gesorgt, dass jahrzehntelange Naturschutzarbeit zusammen mit den Menschen dort nicht durch Corona zunichte gemacht wurde. Der WWF setzt sich daf\u00fcr ein, dass zuk\u00fcnftige Pandemien verhindert werden. <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/artenschutz\/one-health\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Arten- und Naturschutzarbeit sch\u00fctzt vor Zoonosen.<\/a><\/p>\n<p>     <a id=\"c49040\" class=\"jumpmark\"\/>      <a id=\"c9873\" class=\"jumpmark\"\/>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"one-tile-teaser__img\" title=\"African buffalo (Syncerus caffer); Okavango Delta, Botswana\" alt=\"B\u00fcffel ziehen durch das Okavango-Delta \u00a9 Martin Harvey \/ WWF\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/csm_Okavango-Kaza-bueffel-aerial-WW186700-c-martin-harvey-wwf_810f44a171.jpg\" width=\"120\" height=\"120\"\/> Kavango-Zambesi KAZA  <\/p>\n<p class=\"xs-list__teaser\"> Die unfassbar sch\u00f6ne Natur zwischen den Fl\u00fcssen Kavango und Zambesi soll sich in eine Mischung aus Schutzgebiet und Arbeitgeber verwandeln. <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/projektregionen\/kavango-zambesi-kaza\" title=\"African buffalo (Syncerus caffer); Okavango Delta, Botswana\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Weiterlesen &#8230; <\/a> <\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"one-tile-teaser__img\" title=\"Veterin\u00e4r in Dzangha-Sanga \u00fcberwacht den Zustand der Gorillas \u00a9 David Santiago \/ WWF\" alt=\"Veterin\u00e4r in Dzangha-Sanga \u00fcberwacht den Zustand der Gorillas \u00a9 David Santiago \/ WWF\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/csm_dzangha-sanga-veterinaer-gorilla-c-David-Santiago_e824f4849a.jpg\" width=\"120\" height=\"120\"\/> One Health &#8211; Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt  <\/p>\n<p class=\"xs-list__teaser\"> Durch die Corona-Pandemie wurde die untrennbare Verbindung von Mensch, Tier und Gesundheit mehr als deutlich. Erfahren Sie mehr \u00fcber das Konzept One Health. <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/themen-projekte\/artenschutz\/one-health\" title=\"Veterin\u00e4r in Dzangha-Sanga \u00fcberwacht den Zustand der Gorillas \u00a9 David Santiago \/ WWF\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Weiterlesen&#8230; <\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein dramatischer Notruf erreicht uns in diesen Tagen von Chris Weaver, Direktor des WWF Namibia: Das Corona-Virus erreicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14725,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-14724","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116533340597027489","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14724"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14724\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}