{"id":14797,"date":"2026-05-07T16:33:17","date_gmt":"2026-05-07T16:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14797\/"},"modified":"2026-05-07T16:33:17","modified_gmt":"2026-05-07T16:33:17","slug":"stahlproduktion-mit-wasserstoff-erzreduktion-im-industriemassstab-gelungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14797\/","title":{"rendered":"Stahlproduktion mit Wasserstoff: Erzreduktion im Industriema\u00dfstab gelungen"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Steel-production-with-hydrogen-Industrial-scale-ore-reduction-successful-11254513.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In Namibia ist dem Konsortium SuSteelAG der erste Praxistest im industriellen Ma\u00dfstab gelungen, um Eisenerz \u2013 auch niedrigerer Qualit\u00e4t \u2013 klimaneutral zu direkt reduziertem Eisen zu verarbeiten. Das meldet die Bundesanstalt f\u00fcr Materialforschung und -pr\u00fcfung (BAM), die das Projekt leitet.<\/p>\n<p>Das internationale Projekt SuSteelAG (Sustainable Steel from Australia and Germany), das von Australien, Deutschland und Namibia vorangetrieben wird, entwickelt unter Koordination der BAM ein Direktreduktionsverfahren auf Wasserstoffbasis. Damit soll die Stahlindustrie dekarbonisiert werden, die rund sieben Prozent der weltweiten CO\u2082-Emissionen verursacht.<\/p>\n<p>Eisenerz mit niedrigem Eisenanteil<\/p>\n<p>Einer der Knackpunkte laut BAM: Bisher ist die klimaneutrale Stahlproduktion nur mit Premiumerzen m\u00f6glich, die einen hohen Eisenanteil von rund 70 Prozent besitzen. Diese Erze seien weltweit allerdings knapp und entsprechend teuer. Zudem m\u00fcsse dabei ein Schachtofen zum Einsatz kommen, der wiederum eine kosten- und energieintensive Vorbehandlung des Erzes zu Pellets erforderlich mache. Das Verfahren, das in Namibia zum Einsatz kommt, kann erstmals auch niedrigere Erzqualit\u00e4ten nutzbar machen und soll damit eine breitere Rohstoffbasis f\u00fcr die gr\u00fcne Stahlproduktion erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>So soll es in Namibia am Standort Oshivela nun Anfang April gelungen sein, in einem elektrisch betriebenen Wasserstoff\u2011Drehrohrofen 80 Tonnen australisches Eisenerz klimaneutral zu direkt reduziertem Eisen zu verarbeiten. Das nicht vorbehandelte australische Eisenerz hatte einen vergleichsweise geringen Eisenanteil von rund 56 Prozent. Es wurde mit einem Durchsatz von rund f\u00fcnf Tonnen pro Stunde zu Eisen veredelt.<\/p>\n<p>Christian Adam (BAM), Koordinator des internationalen Konsortiums SuSteelAG erkl\u00e4rt hierzu: \u201eWir haben damit erstmals eine Gr\u00f6\u00dfenordnung erreicht, die f\u00fcr die industrielle Produktion interessant ist, und bewiesen, dass die wasserstoffbasierte Direktreduktion von Erzen niedriger Qualit\u00e4t wirtschaftlich betrieben werden kann \u2013 ein Schl\u00fcssel, um gr\u00fcne Stahlproduktion auch in Deutschland zu beschleunigen. Es droht damit auch kein Engpass bei der klimaneutralen Stahlproduktion aufgrund der knappen Verf\u00fcgbarkeit von Premiumerzen.\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt soll das in Namibia veredelte Eisen nach Deutschland verschifft und von der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH untersucht werden. Perspektivisch soll mit dem veredelten Eisen klimafreundlicher Stahl f\u00fcr Autos und andere Produkte produziert werden. Zudem wird die RWTH Aachen (Lehr- und Forschungsgebiet Technologien zur Aufbereitung mineralischer Rohstoffe &#8211; AMR) untersuchen, wie sich australische Erze mit niedrigerem Eisengehalt f\u00fcr die Direktreduktion weiter optimieren lassen.<\/p>\n<p>Beteiligte und F\u00f6rderer<\/p>\n<p>Der Wasserstoff-Drehrohrofen in Namibia wird vom Projektpartner HyIron Green Technologies betrieben. Entwicklung und Aufbau sollen ma\u00dfgeblich auf den deutschen Industrieofenbauer TS Elino GmbH zur\u00fcckgehen. Das Eisenerz wurde von dem australischen Minen- und Technologiekonzern Fortescue geliefert, der ebenfalls Teil von SuSteelAG ist. Am Konsortium SuSteelAG sind neben der HyIron GmbH zudem das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Schicht- und Oberfl\u00e4chentechnik IST, das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Keramische Technologien und Systeme IKTS, die Heidelberg Manufacturing Deutschland GmbH und HANSAPORT beteiligt. Gef\u00f6rdert wird SuSteelAG vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im 7. Energieforschungsprogramm mit rund 4,5 Mio. Euro. Der Drehrohrofen von HyIron Green Technologies in Namibia entstand mit Unterst\u00fctzung des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWE).<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:kbe@heise.de\" title=\"Kristina Beer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">kbe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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