{"id":14832,"date":"2026-05-07T18:11:48","date_gmt":"2026-05-07T18:11:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14832\/"},"modified":"2026-05-07T18:11:48","modified_gmt":"2026-05-07T18:11:48","slug":"versoehnungsabkommen-mit-namibia-deutschland-erkennt-kolonialverbrechen-als-genozid-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14832\/","title":{"rendered":"Vers\u00f6hnungsabkommen mit Namibia &#8211; Deutschland erkennt Kolonialverbrechen als Genozid an"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Denkmal zur Erinnerung an den von deutschen Kolonialtruppen begangenen V\u00f6lkermord an den Herero und Nama (etwa 1904-1907) im Zentrum der namibischen Hauptstadt Windhoek. Die Inschrift laut \u00fcbersetzt etwa: \u201eIhr Blut n\u00e4hrt unsere Freiheit\u201c.\" alt=\"Denkmal zur Erinnerung an den von deutschen Kolonialtruppen begangenen V\u00f6lkermord an den Herero und Nama (etwa 1904-1907) im Zentrum der namibischen Hauptstadt Windhoek. Die Inschrift laut \u00fcbersetzt etwa: \u201eIhr Blut n\u00e4hrt unsere Freiheit\u201c.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/213875139-jpg-100-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Denkmal zur Erinnerung an den von deutschen Kolonialtruppen begangenen V\u00f6lkermord an den Herero und Nama im Zentrum der namibischen Hauptstadt Windhoek (dpa\/J\u00fcrgen B\u00e4tz)<\/p>\n<p>Fast sechs Jahre brauchten die Regierungsdelegationen aus Namibia und Deutschland, um sich auf ein Vers\u00f6hnungsabkommen zu verst\u00e4ndigen. Mit der Einigung erkennt Deutschland nun die Verbrechen des Deutschen Reiches als Kolonialmacht und den Massenmord an zehntausenden Herero und Nama als Genozid an. Ihre Nachkommen will die Bundesrepublik offiziell um Vergebung bitten und mit Entsch\u00e4digungszahlungen in Milliardenh\u00f6he unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Gebeine von Opfern des V\u00f6lkermords an den Herero und Nama im damaligen &quot;Deutsch-S\u00fcdwestafrika&quot;\u00a0liegen am 29.08.2018 in Vitrinen in Berlin\" alt=\"Gebeine von Opfern des V\u00f6lkermords an den Herero und Nama im damaligen &quot;Deutsch-S\u00fcdwestafrika&quot;\u00a0liegen am 29.08.2018 in Vitrinen in Berlin\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/imago0085187762h-jpg-100-768x768.jpg\" \/><\/p>\n<p>                    <a title=\"Link auf: Verbrechen an Herero und Nama als V\u00f6lkermord anerkannt - &quot;Das Abkommen mit Namibia kann nur ein Start sein&quot;\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Das Abkommen mit Namibia kann nur ein Start sein&#8220;<\/a> <br \/>Deutschland erkennt seine Kolonialverbrechen an den Herero und Nama als V\u00f6lkermord an. F\u00fcr den deutsch-namibischen Gr\u00fcnen-Politiker Ottmar von Holtz war das \u00fcberf\u00e4llig und nur ein erster Schritt.<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin froh und dankbar, dass es gelungen ist, mit Namibia eine Einigung \u00fcber einen gemeinsamen Umgang mit dem dunkelsten Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte zu erzielen&#8220;, sagte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas bei der Bekanntgabe des historischen Abkommens Ende Mai. Deutschland ist damit die erste fr\u00fchere Kolonialmacht, die ein solche Vereinbarung mit einer ehemaligen Kolonie schlie\u00dft.<\/p>\n<p>Im Parlament in Namibia stand f\u00fcr Dienstag (21.09.21) die Ratifizierung des umstrittenen Auss\u00f6hnungs-Abkommens mit Deutschland an. Doch die Proteste gegen das Abkommen dauern an.<\/p>\n<p>                <a name=\"Hintergrund\"\/>Was ist der historische Hintergrund?<\/p>\n<p>Das Deutsche Reich war von 1884 bis 1915 Kolonialmacht im heutigen Namibia, damals unter dem Namen Deutsch-S\u00fcdwestafrika. Die Herrschaft der deutschen Besatzer war gepr\u00e4gt von Unterdr\u00fcckung, Ausbeutung und Gewalt. Diese gipfelte in der brutalen Niederschlagung der Aufst\u00e4nde von zwei Volksgruppen: der Herero und Nama.<\/p>\n<p>Der Aufstand der Herero begann im Januar 1904. Ausgangspunkt waren unter anderem Streitigkeiten mit deutschen Siedlern, die immer mehr Land f\u00fcr sich beanspruchten, und die rassistische Unterdr\u00fcckung durch die Kolonialverwaltung. Sechs Monate sp\u00e4ter, im Juli 1904, begannen auch Gruppen der Nama, sich gewaltsam gegen die Kolonialherren zu wehren.<\/p>\n<p>Am 2. Oktober gab der Gouverneur und Oberbefehlshaber von Deutsch-S\u00fcdwestafrika, Lothar von Trotha seinen &#8222;Vernichtungsbefehl&#8220; aus. Darin k\u00fcndigte er an, dass die Herero das Gebiet der Kolonie zu verlassen h\u00e4tten. &#8222;Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen. Ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volk zur\u00fcck oder lasse auf sie schie\u00dfen.&#8220;<\/p>\n<p>In dem bis 1908 andauernden Krieg t\u00f6teten die deutschen Truppen etwa 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama. Das jetzt erfolgte Schuldeingest\u00e4ndnis Deutschlands bezieht sich auf diesen Massenmord, der als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts gilt.<\/p>\n<p>                <a name=\"Kernpunkte\"\/>Was sind die Kernpunkte des Abkommens?<\/p>\n<p>Das Abkommen erf\u00fcllt die drei Forderungen, mit denen Namibia in den Verhandlungen mit Deutschland gegangen ist:<\/p>\n<p>                    Die Anerkennung der Verbrechen an den Herero und Nama als V\u00f6lkermord,<br \/>\n                    eine Entschuldigung des deutschen Staates und die Bitte um Vergebung beim namibischen Staat und den Nachkommen der Opfer<br \/>\n                    Entsch\u00e4digungszahlungen. <\/p>\n<p>Bereits seit 2015 verwendet das Ausw\u00e4rtige Amt den Begriff des V\u00f6lkermords in seinem allgemeinen Sprachgebrauch f\u00fcr den Vernichtungskrieg in Namibia. Jetzt werden die Gr\u00e4ueltaten auch ganz offiziell als V\u00f6lkermord bezeichnet. Die offizielle Bitte um Vergebung soll Berichten zufolge durch Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier in einem feierlichen Akt im Parlament von Namibia ausgesprochen werden.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Michelle M\u00fcntefering (rechts), Staatsministerin im Ausw\u00e4rtigen Amt, und Katrina Hanse-Himarwa, Kulturministerin von Namibia, bei einer Pressekonferenz zur R\u00fcckgabe sterblicher \u00dcberreste von Herero und Nama an Namibia.\" alt=\"Michelle M\u00fcntefering (rechts), Staatsministerin im Ausw\u00e4rtigen Amt, und Katrina Hanse-Himarwa, Kulturministerin von Namibia, bei einer Pressekonferenz zur R\u00fcckgabe sterblicher \u00dcberreste von Herero und Nama an Namibia.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/108254738-jpg-100-768x768.jpg\" \/><\/p>\n<p>                    <a title=\"Link auf: V\u00f6lkermord an Herero und Nama - Weitgehende Einigkeit bei Verhandlungen mit Namibia\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/voelkermord-an-herero-und-nama-weitgehende-einigkeit-bei-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weitgehende Einigkeit bei Verhandlungen mit Namibia<\/a> <br \/>\u00dcber den Genozid deutscher Kolonialtruppen an den Herero und Nama verhandeln Deutschland und Namibia seit 2015. Beide Staaten bem\u00fchen sich um eine Auss\u00f6hnung. Aber nicht alle Nachfahren der Opfer f\u00fchlen sich gut vertreten.<\/p>\n<p>Bis zuletzt gestritten wurde \u00fcber die H\u00f6he der Entsch\u00e4digungszahlungen. Deutschland hat sich mit dem Abkommen nun verpflichtet, 1,1 Milliarden Euro zu zahlen. Das Geld soll \u00fcber einen Zeitraum von 30 Jahren vor allem in Projekte in den Siedlungsgebieten der Herero und Nama investiert werden. Dabei soll es um die F\u00f6rderung von Berufsbildung, Landwirtschaft, l\u00e4ndlicher Infrastruktur und Wasserversorgung sowie Landreformen gehen.<\/p>\n<p>Insbesondere die Besitzverh\u00e4ltnisse an Grund und Boden zeugen in Namibia bis heute von kolonialer Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. Denn das zu Kolonialzeiten enteignete Land befindet sich noch immer \u00fcberwiegend in der Hand von wei\u00dfen Siedlern, viele von ihnen deutschst\u00e4mmige.<\/p>\n<p>                <a name=\"Dauer\"\/>Warum haben die Verhandlungen so lange gedauert?<\/p>\n<p>Fast sechs Jahre dauerten die Verhandlungen um ein Vers\u00f6hnungsabkommen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung. Vertreter von Herero und Nama waren in die Verhandlungen eng eingebunden. In neun Verhandlungsrunden, die wechselseitig in Berlin und der namibischen Hauptstadt Windhoek stattfanden, n\u00e4herten sich die Delegationen an. Verhandlungsf\u00fchrer auf namibisher Seite war Zed Ngavirue*, ein langgedienter namibischer Diplomat, auf deutscher Seite der CDU-Politiker Ruprecht Polenz.<\/p>\n<p>Dabei wurde zun\u00e4chst lange um Formulierungen gestritten. Deutschland war zwar bereit, den V\u00f6lkermord anzuerkennen, aber in einem Abkommen sollten keine Rechtsbegriffe genannt werden, die in irgendeiner Form vor einem Gericht justiziabel sein k\u00f6nnten &#8211; und aus denen sich m\u00f6glicherweise Reparationsforderungen ableiten lassen k\u00f6nnten. Auch der Begriff Reparationen habe aus Sicht von Juristen als hochproblematisch gegolten, erl\u00e4utert Dlf-Korrespondentin Christiane Habermalz, die die Verhandlungen von Beginn an begleitet hat.<\/p>\n<p>                        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Gerhard Ziegefu\u00df, pensionierter Biologielehrer, mit einem Sch\u00e4del aus Namibia - geerbt von seinem Gro\u00dfonkel, einem Missionar in der ehemaligen Kolonie Deutsch-S\u00fcdwestafrika.\" alt=\"Gerhard Ziegefu\u00df, pensionierter Biologielehrer, mit einem Sch\u00e4del aus Namibia - geerbt von seinem Gro\u00dfonkel, einem Missionar in der ehemaligen Kolonie Deutsch-S\u00fcdwestafrika.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2447638608-gerhard-20ziegenfuss-20und-20der-20schaedel-20aus-20namibia-jpg-100-768x768.jpg\" \/><\/p>\n<p>                    <a title=\"Link auf: R\u00fcckgabe von Kulturg\u00fctern an Namibia - Die schwierige Aufarbeitung kolonialen Unrechts\" href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/rueckgabe-von-kulturguetern-an-namibia-die-schwierige-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R\u00fcckgabe von Kulturg\u00fctern an Namibia &#8211; Die schwierige Aufarbeitung kolonialen Unrechts<\/a> <br \/>Der ehemalige Lehrer Gerhard Ziegenfu\u00df war Jahrzehnte im Besitz eines Sch\u00e4dels aus Namibia. Er wollte ihn zur\u00fcckgeben \u2013 doch das war gar nicht so einfach. <\/p>\n<p>Die Bundesregierung habe einer &#8222;bedingungslosen Entschuldigung&#8220; an die namibische Regierung, ihr Volk und die betroffenen Gemeinden zugestimmt, wolle aber nicht den Begriff &#8222;Reparationen&#8220; benutzen, hatte Namibias Pr\u00e4sident Hage Geingob noch Mitte 2020 geklagt. Auch der Begriff &#8222;Heilung der Wunden&#8220; wurde als unzureichend abgelehnt.<\/p>\n<p>Man einigte sich schlie\u00dflich unter anderem auf die Formulierung &#8222;Gr\u00e4ueltaten, die aus heutiger Sicht als V\u00f6lkermord bezeichnet werden&#8220;. Juristisch kann dies damit begr\u00fcndet werden, dass es den juristischen Begriff V\u00f6lkermord Anfang des 20. Jahrhunderts, zum Zeitpunkt der Gr\u00e4ueltaten gegen die Herero und Nama, noch gar nicht gab. Erst 1948 beschloss die UN-Generalversammlung als Konsequenz aus dem Holocaust die &#8222;Konvention \u00fcber die Verh\u00fctung und Bestrafung des V\u00f6lkermordes&#8220; und machte V\u00f6lkermord damit zum Straftatbestand.<\/p>\n<p>Die Konvention gilt aber nicht r\u00fcckwirkend, deswegen ergeben sich f\u00fcr Deutschland aus der Anerkennung des V\u00f6lkermords auch keine rechtlichen Konsequenzen. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund auch immer wieder betont, dass es aus ihrer Sicht keinen Rechtsanspruch auf Entsch\u00e4digung gibt. Dass sie nun trotzdem eine Summe von 1,1 Milliarden Euro zahlt, sieht sie als politisch-moralische Verpflichtung. Es sei eine &#8222;Geste der Anerkennung des unermesslichen Leids, das den Opfern zugef\u00fcgt wurde&#8220;, sagte Au\u00dfenminister Maas.<\/p>\n<p>                An diesen Formulierungen entz\u00fcndet sich heftige Kritik. Herero-Aktivist Israel Kaunatjike sagte dazu<\/p>\n<p><a title=\"Audio abspielen\" class=\"b-inline-audio-link js-audio js-button\" data-audioreference=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/09\/21\/zum_genozid_abkommen_mit_namibia_interview_israel_dlf_20210921_0815_9d08bb43.mp3\" data-audio-diraid=\"9d08bb43\" data-audio=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/09\/21\/zum_genozid_abkommen_mit_namibia_interview_israel_dlf_20210921_0815_9d08bb43.mp3\" data-audioduration=\"681\" data-audiotitle=\"Zum Genozid-Abkommen mit Namibia - Interview Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist\" data-audioimage=\"https:\/\/bilder.deutschlandfunk.de\/FI\/LE\/_1\/5f\/FILE_15fc0fe0e0e7700106a89c88ae88a314\/06-interviews-beitragsbild-16zu9-2176x1224-jpg-100-512x512.jpg\" data-audio-src=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/09\/21\/zum_genozid_abkommen_mit_namibia_interview_israel_dlf_20210921_0815_9d08bb43.mp3\" data-audio-download-src=\"https:\/\/download.deutschlandfunk.de\/file\/dradio\/2021\/09\/21\/zum_genozid_abkommen_mit_namibia_interview_israel_dlf_20210921_0815_9d08bb43.mp3\" data-audio-size=\"10875777\" data-audio-title=\"Zum Genozid-Abkommen mit Namibia - Interview Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist\" data-audio-download-tracking-level2=\"1\" data-audio-download-tracking-title=\"Zum Genozid-Abkommen mit Namibia - Interview Israel Kaunatjike, Herero-Aktivist\" data-audio-download-tracking-path=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/09\/21\/zum_genozid_abkommen_mit_namibia_interview_israel_dlf_20210921_0815_9d08bb43.mp3\" data-audio-duration=\"681\" data-audio-delivery-type=\"download\" data-audio-producer=\"Deutschlandfunk\" data-media-level2=\"1\" data-audio-series=\"Interviews\" data-audio-is-embedded=\"0\" data-link=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zum-genozid-abkommen-mit-namibia-interview-israel-kaunatjike-herero-aktivist-dlf-9d08bb43-100.html\" data-audio-origin-site-name=\"deutschlandfunk\" data-share-links=\"{&quot;__typename&quot;:&quot;ShareLinks&quot;,&quot;email&quot;:&quot;mailto:?subject=Zum%20Genozid-Abkommen%20mit%20Namibia%20-%20Interview%20Israel%20Kaunatjike%2C%20Herero-Aktivist%20%7C%20Deutschlandfunk&amp;body=Zum%20Genozid-Abkommen%20mit%20Namibia%20-%20Interview%20Israel%20Kaunatjike%2C%20Herero-Aktivist%0Ahttps%3A%2F%2Fshare.deutschlandradio.de%2Fdlf-audiothek-audio-teilen.html%3Faudio_id%3Ddira_DLF_9d08bb43&quot;,&quot;pocket&quot;:&quot;https:\/\/getpocket.com\/edit?url=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zum-genozid-abkommen-mit-namibia-interview-israel-kaunatjike-herero-aktivist-dlf-9d08bb43-100.html&quot;,&quot;facebook&quot;:&quot;https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zum-genozid-abkommen-mit-namibia-interview-israel-kaunatjike-herero-aktivist-dlf-9d08bb43-100.html&quot;,&quot;twitter&quot;:&quot;https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=Zum%20Genozid-Abkommen%20mit%20Namibia%20-%20Interview%20Israel%20Kaunatjike%2C%20Herero-Aktivist%0Ahttps%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunk.de%2Fzum-genozid-abkommen-mit-namibia-interview-israel-kaunatjike-herero-aktivist-dlf-9d08bb43-100.html&quot;,&quot;audiothek&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DLF_9d08bb43&quot;}\" data-podcast-platforms=\"[{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-podcast-teilen.html?doc_id=interview-100&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Deutschlandfunk App&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;dlf_app&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/open.spotify.com\/show\/6PyjFPSjELxLltGcfQzdTo&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Spotify&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;spotify&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/interview-deutschlandfunk\/id791520620?mt=2&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Apple Podcasts&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;apple_podcasts&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/1f2347ed-bab8-4583-8589-59fb814611e2\/interviews&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Amazon Music&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;amazon_music&quot;}]\" aria-label=\"Audio abspielen\">im Deutschlandfunk <\/a><br \/>\n                  , &#8222;das ist f\u00fcr uns keine Anerkennung als V\u00f6lkermord. Das ist ein Vers\u00f6hnungsvertrag oder eine gute Geste. Wir wollen, dass Herr Maas oder die Bundesrepublik Deutschland das ganz genau sagen, das war ein V\u00f6lkermord. Das muss auch genauso stehen in diesem Vertrag.&#8220;<\/p>\n<p>                <a name=\"Bewertung\"\/>Wie wird das Abkommen bewertet?<\/p>\n<p>Die angebotenen Zahlungen seien &#8222;eine schockierende Offenbarung&#8220;, &#8222;inakzeptabel&#8220; und ein &#8222;Affront gegen unsere Existenz&#8220;, erkl\u00e4rten Vertreter des von der namibischen Regierung anerkannten Rates der H\u00e4uptlinge in einer Mitteilung (31.5.2021). Der &#8222;beleidigende Betrag&#8220; werde abgelehnt.<\/p>\n<p>Zwar begr\u00fc\u00dfe der Rat die Anerkennung des V\u00f6lkermords durch die Bundesregierung, das Schuldeingest\u00e4ndnis f\u00fcr die mehr als 100 Jahre zur\u00fcckliegenden Gr\u00e4ueltaten und die geplante Bitte um Vergebung. Die Reparationsfrage m\u00fcsse jedoch neu verhandelt werden, hie\u00df es. Die geplante Unterzeichnung der Vereinbarung m\u00fcsse verschoben werden.<\/p>\n<p>Zur finanziellen Thematik \u00e4u\u00dferte sich auch der in Deutschland lebende Herero-Aktivist Israel Kaunatjike im Dlf-Interview. Er bezweifelte, dass die zugesagten Gelder auch dort ank\u00e4men, wo sie hingeh\u00f6rten &#8211; n\u00e4mlich in soziale Projekte in den Siedlungsgebieten der Herero und Nama.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike (Hereros = s\u00fcdwestafrikanisches ehemaliges Hirtenvolk) spricht am 05.03.2014 in Berlin auf einer Pressekonferenz des B\u00fcndnisses &quot;V\u00f6lkermord verj\u00e4hrt nicht&quot;.\u00a0\" alt=\"Der in Berlin lebende Herero Israel Kaunatjike (Hereros = s\u00fcdwestafrikanisches ehemaliges Hirtenvolk) spricht am 05.03.2014 in Berlin auf einer Pressekonferenz des B\u00fcndnisses &quot;V\u00f6lkermord verj\u00e4hrt nicht&quot;.\u00a0\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/46866981-jpg-100-1280xauto.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  Herero-Aktivist Israel Kaunatjike lehnt das Abkommen zwischen Deutschland und Namibia ab (picture alliance \/ dpa | Soeren Stache)<\/p>\n<p>&#8222;Wer soll denn \u00fcberhaupt erst mal bestimmen, welche Projekte? Sind wir die Betroffenen oder ist es die nicht legitimierte namibische Regierung, die schon 30 Jahre von Deutschland Entwicklungshilfe bekommt? Wo sind diese Gelder hingeflossen? Die Projekte muss man mit den betroffenen V\u00f6lkern verhandeln und nicht mit dieser namibischen korrupten Regierung&#8220;, so Kaunatjike.<\/p>\n<p><a title=\"Audio abspielen\" class=\"b-inline-audio-link js-audio js-button\" data-audioreference=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/verbrechen_an_herero_und_nama_deutschland_erkennt_drk_20210528_0837_85ba00e1.mp3\" data-audio-diraid=\"85ba00e1\" data-audio=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/verbrechen_an_herero_und_nama_deutschland_erkennt_drk_20210528_0837_85ba00e1.mp3\" data-audioduration=\"385\" data-audiotitle=\"Deutsche Anerkennung des Genozids \/ Herero und Nama zu wenig beteiligt\" data-audioimage=\"https:\/\/bilder.deutschlandfunk.de\/FI\/LE\/_7\/4e\/FILE_74e13cf89c275a1d9a134dc28cd2ec35\/213898424-jpg-100-512x512.jpg\" data-audio-src=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/verbrechen_an_herero_und_nama_deutschland_erkennt_drk_20210528_0837_85ba00e1.mp3\" data-audio-download-src=\"https:\/\/download.deutschlandfunk.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/verbrechen_an_herero_und_nama_deutschland_erkennt_drk_20210528_0837_85ba00e1.mp3\" data-audio-size=\"6195786\" data-audio-title=\"Deutsche Anerkennung des Genozids \/ Herero und Nama zu wenig beteiligt\" data-audio-download-tracking-level2=\"1\" data-audio-download-tracking-title=\"Deutsche Anerkennung des Genozids - Herero und Nama zu wenig beteiligt\" data-audio-download-tracking-path=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/deutsche-anerkennung-des-genozids-herero-und-nama-zu-wenig-100.html\" data-audio-duration=\"385\" data-audio-delivery-type=\"download\" data-audio-producer=\"Deutschlandfunk\" data-media-level2=\"1\" data-audio-series=\"Studio 9\" data-audio-is-embedded=\"0\" data-link=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/deutsche-anerkennung-des-genozids-herero-und-nama-zu-wenig-100.html\" data-audio-origin-site-name=\"deutschlandfunk-kultur\" data-share-links=\"{&quot;__typename&quot;:&quot;ShareLinks&quot;,&quot;email&quot;:&quot;mailto:?subject=Herero%20und%20Nama%20zu%20wenig%20beteiligt%20%7C%20Deutschlandfunk%20Kultur&amp;body=Deutsche%20Anerkennung%20des%20Genozids%0AHerero%20und%20Nama%20zu%20wenig%20beteiligt%0Ahttps%3A%2F%2Fshare.deutschlandradio.de%2Fdlf-audiothek-audio-teilen.html%3Faudio_id%3Ddira_DRK_85ba00e1&quot;,&quot;pocket&quot;:&quot;https:\/\/getpocket.com\/edit?url=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-anerkennung-des-genozids-herero-und-nama-zu-wenig-100.html&quot;,&quot;facebook&quot;:&quot;https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-anerkennung-des-genozids-herero-und-nama-zu-wenig-100.html&quot;,&quot;twitter&quot;:&quot;https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=Deutsche%20Anerkennung%20des%20Genozids%20-%20Herero%20und%20Nama%20zu%20wenig%20beteiligt%0Ahttps%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunk.de%2Fdeutsche-anerkennung-des-genozids-herero-und-nama-zu-wenig-100.html&quot;,&quot;audiothek&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DRK_85ba00e1&quot;}\" data-podcast-platforms=\"[{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-podcast-teilen.html?doc_id=studio-100&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Deutschlandfunk App&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;dlf_app&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/open.spotify.com\/show\/0RuN62GE8uYyyYB2w8hd35&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Spotify&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;spotify&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/studio-9-deutschlandradio\/id893067804?mt=2&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Apple Podcasts&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;apple_podcasts&quot;}]\" aria-label=\"Audio abspielen\">Der Historiker J\u00fcrgen Zimmerer sagte in Deutschlandfunk Kultur <\/a><br \/>\n                  , die finanzielle Unterst\u00fctzung sei besser als die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen. &#8222;Sie ist aber auch nicht so grandios&#8220;, betone Zimmerer. &#8222;Es ist in etwa die gleiche Summe, die Namibia** in den letzten 30 Jahren als deutsche Entwicklungshilfe bekommen hat.&#8220; Zwar sollten die 1,1 Milliarden zus\u00e4tzlich zur Entwicklungshilfe gezahlt werden, doch wie hoch diese in den kommenden Jahren ausfallen w\u00fcrde, st\u00fcnde ja noch nicht fest.<\/p>\n<p>Auch schon vor der Verk\u00fcndung des Verhandlungsergebnisses hatten erste Hinweise auf das Abkommen bei einigen Vertretern der Herero und Nama Kritik ausgel\u00f6st. Es sei nichts weiter als ein PR-Coup Deutschlands und ein Akt des Betruges der namibischen Regierung, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Ovaherero Traditional Authority und Nama Traditional Leaders Association. Beide standen den Verhandlungen von Beginn an kritisch gegen\u00fcber. Die Chefs beider Organisationen, Vekuii Rukoro und David Frederic, hatten zwischenzeitlich versucht, auf gerichtlichem Weg ihre Beteiligung an dem Dialog auf Regierungsebene zu erzwingen. Vekuii Rukoro will weiter rechtliche Schritte pr\u00fcfen, Deutschland zu Reparationszahlungen zwingen. Der Anwalt und fr\u00fchere Generalstaatsanwalt Namibias versuchte Deutschland bereits vor Gerichten in den USA zu verklagen, allerdings ohne Erfolg.<\/p>\n<p>                Den Ausschluss verschiedener Stimmen der Herero und Nama beklagten auch deutsche Beobachter. Die Anerkennung, dass die Gr\u00e4ueltaten V\u00f6lkermord waren und die Entschuldigung hochrangiger Vertreter der Bundesrepublik in Namibia sei zwar wichtig,<\/p>\n<p><a title=\"Audio abspielen\" class=\"b-inline-audio-link js-audio js-button\" data-audioreference=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/historische_einigung_mit_namibia_interview_ottmar_von_dlf_20210528_0824_f2b1e912.mp3\" data-audio-diraid=\"f2b1e912\" data-audio=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/historische_einigung_mit_namibia_interview_ottmar_von_dlf_20210528_0824_f2b1e912.mp3\" data-audioduration=\"342\" data-audiotitle=\"Verbrechen an Herero und Nama als V\u00f6lkermord anerkannt \/ &quot;Das Abkommen mit Namibia kann nur ein Start sein&quot;\" data-audioimage=\"https:\/\/bilder.deutschlandfunk.de\/FI\/LE\/_e\/00\/FILE_e0006a28998719619340bd6c1a076ba0\/imago0085187762h-jpg-100-512x512.jpg\" data-audio-src=\"https:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/historische_einigung_mit_namibia_interview_ottmar_von_dlf_20210528_0824_f2b1e912.mp3\" data-audio-download-src=\"https:\/\/download.deutschlandfunk.de\/file\/dradio\/2021\/05\/28\/historische_einigung_mit_namibia_interview_ottmar_von_dlf_20210528_0824_f2b1e912.mp3\" data-audio-size=\"5462283\" data-audio-title=\"Verbrechen an Herero und Nama als V\u00f6lkermord anerkannt \/ &quot;Das Abkommen mit Namibia kann nur ein Start sein&quot;\" data-audio-download-tracking-level2=\"1\" data-audio-download-tracking-title=\"Verbrechen an Herero und Nama als V\u00f6lkermord anerkannt - &quot;Das Abkommen mit Namibia kann nur ein Start sein&quot;\" data-audio-download-tracking-path=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html\" data-audio-duration=\"342\" data-audio-delivery-type=\"download\" data-audio-producer=\"Deutschlandfunk\" data-media-level2=\"1\" data-audio-series=\"Interviews\" data-audio-is-embedded=\"0\" data-link=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html\" data-audio-origin-site-name=\"deutschlandfunk\" data-share-links=\"{&quot;__typename&quot;:&quot;ShareLinks&quot;,&quot;email&quot;:&quot;mailto:?subject=%22Das%20Abkommen%20mit%20Namibia%20kann%20nur%20ein%20Start%20sein%22%20%7C%20Deutschlandfunk&amp;body=Verbrechen%20an%20Herero%20und%20Nama%20als%20V%C3%B6lkermord%20anerkannt%0A%22Das%20Abkommen%20mit%20Namibia%20kann%20nur%20ein%20Start%20sein%22%0Ahttps%3A%2F%2Fshare.deutschlandradio.de%2Fdlf-audiothek-audio-teilen.html%3Faudio_id%3Ddira_DLF_f2b1e912&quot;,&quot;pocket&quot;:&quot;https:\/\/getpocket.com\/edit?url=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html&quot;,&quot;facebook&quot;:&quot;https:\/\/www.facebook.com\/sharer.php?u=https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html&quot;,&quot;twitter&quot;:&quot;https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?text=Verbrechen%20an%20Herero%20und%20Nama%20als%20V%C3%B6lkermord%20anerkannt%20-%20%22Das%20Abkommen%20mit%20Namibia%20kann%20nur%20ein%20Start%20sein%22%0Ahttps%3A%2F%2Fwww.deutschlandfunk.de%2Fverbrechen-an-herero-und-nama-als-voelkermord-anerkannt-das-100.html&quot;,&quot;audiothek&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DLF_f2b1e912&quot;}\" data-podcast-platforms=\"[{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/share.deutschlandradio.de\/dlf-podcast-teilen.html?doc_id=interview-100&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Deutschlandfunk App&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;dlf_app&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/open.spotify.com\/show\/6PyjFPSjELxLltGcfQzdTo&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Spotify&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;spotify&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/interview-deutschlandfunk\/id791520620?mt=2&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Apple Podcasts&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;apple_podcasts&quot;},{&quot;__typename&quot;:&quot;PodcastPlatform&quot;,&quot;podcastUrl&quot;:&quot;https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/1f2347ed-bab8-4583-8589-59fb814611e2\/interviews&quot;,&quot;podcastPlatformLabel&quot;:&quot;Amazon Music&quot;,&quot;podcastPlatformKey&quot;:&quot;amazon_music&quot;}]\" aria-label=\"Audio abspielen\">sagte der deutsch-namibischen Gr\u00fcnen-Politiker Ottmar von Holtz\u00a0im Dlf <\/a><br \/>\n                  . Es sei jedoch sowohl von deutscher wie von namibischer Seite der Fehler gemacht worden, &#8222;nicht von vornherein daf\u00fcr zu sorgen, dass alle Stimmen geh\u00f6rt werden&#8220;.<\/p>\n<p>                <a name=\"Folgen\"\/>Welche Folgen k\u00f6nnte das Abkommen haben?<\/p>\n<p>Das Auss\u00f6hnungsabkommen mit Namibia k\u00f6nnte Vorbild f\u00fcr weitere Vereinbarungen sein. Schlie\u00dflich war das Deutsche Reich ab 1884 auch in anderen Gebieten Besatzungsmacht, etwa in Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika (Tansania), im chinesischen Tsingtao und auf Pazifikinseln \u2013 in den meisten geschahen ebenfalls furchtbare Verbrechen.<\/p>\n<p>Das Abkommen wird international f\u00fcr einige Furore sorgen, meint Dlf-Korrespondentin Christiane Habermalz, und d\u00fcrfte auch in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern die Diskussionen \u00fcber ihre eigene koloniale Aufarbeitung befeuern.***<\/p>\n<p>(Christiane Habermalz, Wulf Wilde, dlf, dkultur, dpa, afp, epd, kna, bpb)<\/p>\n<p>Korrekturhinweis:<br \/>*) Der Name des Verhandlungsf\u00fchrers auf namibischer Seite wurde berichtigt.<br \/>**) Hier wurde der L\u00e4ndername korrigiert.<br \/>***) Die Wiedergabe einer Aussage unserer Korrespondentin wurde pr\u00e4zisiert.<\/p>\n<p>              <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Denkmal zur Erinnerung an den von deutschen Kolonialtruppen begangenen V\u00f6lkermord an den Herero und Nama im Zentrum der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14833,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-14832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116534650027032733","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}