{"id":14862,"date":"2026-05-07T19:51:21","date_gmt":"2026-05-07T19:51:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14862\/"},"modified":"2026-05-07T19:51:21","modified_gmt":"2026-05-07T19:51:21","slug":"deal-mit-fc-barcelona-dr-kongo-steckt-millionen-in-sponsoring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14862\/","title":{"rendered":"Deal mit FC Barcelona: DR Kongo steckt Millionen in Sponsoring"},"content":{"rendered":"<p>Die Summe, die die DR Kongo an den FC Barcelona zahlt, ist offiziell nicht bekannt. Medienberichten zufolge soll der Spitzenclub durch den Deal \u00fcber vier Saisonen hinweg rund 40 Millionen Euro einnehmen. Im Gegenzug sollen Spieler und Spielerinnen des Clubs mit Beginn der anstehenden Saison den Schriftzug \u201eDR Kongo \u2013 Herz Afrikas\u201c auf dem R\u00fccken ihrer Trainingsshirts tragen.<\/p>\n<p>Ziel sei es, \u201eden Fu\u00dfball und die Kultur des Sports und des Friedens zu f\u00f6rdern\u201c, ist in der offiziellen Mitteilung des Clubs zu lesen. Es sei \u201eein gemeinsames Engagement zur F\u00f6rderung der Entwicklung verschiedener Sportarten in der DR Kongo\u201c. Der Verein wolle, so steht es zu lesen, sein \u201eWertesystem weitergeben\u201c, um das Training der jungen Sportler des Landes zu bereichern.<\/p>\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">FC Barcelona and the Government of the Democratic Republic of Congo <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MinSport_Loisir?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">@MinSport_Loisir<\/a> partner to promote culture and innovation in sports in the African country.<\/p>\n<p>\u2014 FC Barcelona (@FCBarcelona) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FCBarcelona\/status\/1950549781614346674?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">30. Juli 2025<\/a><\/p>\n<p>\u201eImmersive\u201c Ausstellung im neuen Stadion<\/p>\n<p>Der FC Barcelona werde in allen Sportarten, die der Verein aus\u00fcbt, \u201eein Programm mit sportlichen Aktivit\u00e4ten f\u00fcr Kinder in der Region entwickeln\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung weiter. Auch w\u00fcrden Programme f\u00fcr Erwachsene entwickelt und Trainerausbildungen angeboten werden, die Talente f\u00f6rdern. Im neuen Stadion, dessen Er\u00f6ffnung f\u00fcr 2027 geplant ist, soll es dann eine \u201eimmersive\u201c Ausstellung \u00fcber das Land geben.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%203912%202608'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2718599_bigpicture_1046803_fus_barcelona_deal_dr_kongo_body2_r.jpg\"  alt=\"Jugendliche spielen Fu\u00dfball in Kinshasa\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Baz Ratner<\/p>\n<p>      Jugendliche vor dem M\u00e4rtyrerstadion in Kinshasa \u2013 der FC Barcelona will gegenfinanzierte Entwicklungshilfe leisten<\/p>\n<p>V\u00f6lliger Kontrast<\/p>\n<p>Der Deal steht in v\u00f6lligem Kontrast zur Realit\u00e4t im Land: Nach Angaben der Weltbank leben 62 Prozent der Bev\u00f6lkerung, das sind 60 Millionen der 110 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, von weniger als 2,15 Dollar pro Tag. Obwohl das Land reich an Rohstoffen ist, kommt davon praktisch nichts bei der breiten Bev\u00f6lkerung an.<\/p>\n<p>In der DR Kongo selbst stie\u00df der Deal auf Kritik aus dem Sportbereich: Die Priorit\u00e4ten der Regierung wurden infrage gestellt, zumal die heimische Fu\u00dfballliga Linafoot seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung leidet. Doch wurde die Vereinbarung mit dem Argument verteidigt, dass sie dazu beitragen werde, das Ansehen des Landes zu verbessern.<\/p>\n<p>Land \u201eneu positionieren\u201c<\/p>\n<p>Jedenfalls ist der FC Barcelona nicht der erste Club, mit dem der DR Kongo einen Deal einging \u2013 \u00e4hnliche Vertr\u00e4ge wurden auch schon mit dem AC Milan und dem AS Monaco geschlossen. Der Sportminister des Landes, Didier Budimbu, bezeichnete die Deals im Vormonat als Teil einer Strategie, um die DR Kongo im Bereich Tourismus und Investitionsm\u00f6glichkeiten \u201eneu zu positionieren\u201c.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%204721%203147'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2718597_bigpicture_1046801_fus_barcelona_deal_dr_kongo_body1_im.jpg\"  alt=\"Robert Lewandowski von FC Barcelona w\u00e4hrend Training\"\/><\/p>\n<p>   IMAGO\/AFLOSPORT\/Atsushi Tokumaru<\/p>\n<p>      Robert Lewandowski in Diensten des FC Barcelona \u2013 bald mit Schriftzug der DR Kongo<\/p>\n<p>\u201eEnormes Potenzial\u201c<\/p>\n<p>Im Falle des AC Milan wird das Tourismusministerium der DR Kongo ein \u201ePremiumpartner\u201c. Vom Club hie\u00df es, er wolle Anreize f\u00fcr Investitionen und Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten auf den Weg bringen. Der Club wolle \u201ezu den Entwicklungspl\u00e4nen der DR Kongo im wirtschaftlichen und sozialen Bereich beitragen\u201c, wurde Milan-Pr\u00e4sident Paolo Scaroni in einer Mitteilung zitiert.<\/p>\n<p>Zum Deal des F\u00fcrstentumclubs mit dem zentralafrikanischen Staat ist auf dem offiziellen X-Konto des AS Monaco von einer Partnerschaft die Rede, \u201edie sich auf die Erfahrung des AS Monaco und das enorme Potenzial der DR Kongo st\u00fctzt\u201c. Diese habe das Ziel, \u201ezur Entwicklung des kongolesischen Fu\u00dfballs beizutragen und die internationale Ausstrahlung der DR Kongo zu st\u00e4rken\u201c.<\/p>\n<p lang=\"fr\" dir=\"ltr\">L\u2019AS Monaco et le Minist\u00e8re des Sports et Loisirs RDC  sont heureux d\u2019annoncer une collaboration in\u00e9dite entre le club de la Principaut\u00e9 et &#8222;R.D.Congo, c\u0153ur de l\u2019Afrique&#8220; jusqu\u2019en 2028 \ud83e\udd1d<\/p>\n<p>Cette association, qui s\u2019appuie sur l\u2019exp\u00e9rience de l\u2019AS Monaco et le potentiel dont\u2026 <a href=\"https:\/\/t.co\/3UtTd9RbJl\" rel=\"nofollow\">pic.twitter.com\/3UtTd9RbJl<\/a><\/p>\n<p>\u2014 AS Monaco \ud83c\uddf2\ud83c\udde8 (@AS_Monaco) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AS_Monaco\/status\/1937552507305361507?ref_src=twsrc%5Etfw\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">24. Juni 2025<\/a><\/p>\n<p>FC Arsenal tr\u00e4gt \u201eVisit Rwanda\u201c<\/p>\n<p>Deals zwischen Fu\u00dfballclubs und Staaten sind nicht neu: Seit 2018 hat Ruanda einen Sponsorenvertrag mit dem englischen FC Arsenal, um den Tourismus im Land mit dem Slogan \u201eVisit Rwanda\u201c auf den \u00c4rmeln der Trikots der Spieler zu f\u00f6rdern. Auch der amtierende Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Bayern M\u00fcnchen haben \u00e4hnliche Vertr\u00e4ge abgeschlossen.<\/p>\n<p>Auch diese Vertr\u00e4ge sind in die Kritik geraten, insbesondere seit Ruanda unl\u00e4ngst beschuldigt wurde, Rebellen in der DR Kongo in einem verheerenden Konflikt im Osten des Landes zu unterst\u00fctzen, was Ruanda jedoch bestreitet. Im Februar schrieb die Au\u00dfenministerin der DR Kongo, Therese Kayikwamba Wagner, an die Vereine und stellte die moralischen Grunds\u00e4tze der Deals infrage.<\/p>\n<p>Ruanda weist Sportswashing-Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck<\/p>\n<p>Auch \u00e4u\u00dferten Kritiker Bedenken, dass die Vereinbarungen den Konflikt im Land und die beunruhigende Menschenrechtsbilanz der Regierung \u00fcberschatten k\u00f6nnten. Die ruandische Regierung ihrerseits wies die Vorw\u00fcrfe des \u201eSportswashings\u201c als \u201eAblenkungsman\u00f6ver\u201c zur\u00fcck. Im Juni brachten Ruanda und die DR Kongo ein Friedensabkommen auf den Weg, das bald unterzeichnet werden soll.<\/p>\n<p>         <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Summe, die die DR Kongo an den FC Barcelona zahlt, ist offiziell nicht bekannt. 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