{"id":14864,"date":"2026-05-07T19:54:57","date_gmt":"2026-05-07T19:54:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14864\/"},"modified":"2026-05-07T19:54:57","modified_gmt":"2026-05-07T19:54:57","slug":"bundeswehr-letzte-soldaten-aus-niger-zurueck-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14864\/","title":{"rendered":"Bundeswehr: Letzte Soldaten aus Niger zur\u00fcck in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/rueckkehr-deutsche-soldaten-niger-100~384x216.jpeg\"  alt=\"Niedersachsen, Wunstorf: Bundeswehr-Soldaten verlassen am Abend ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M der Luftwaffe.\" decoding=\"async\" loading=\"eager\"  style=\"object-fit:cover;object-position:center\" fetchpriority=\"high\" class=\"f1mqliu0\"\/><\/p>\n<p class=\"cqlj8pf c1pbsmr2\">&#13;<br \/>\nInsgesamt waren rund 3.200 deutsche Soldaten im Niger im Einsatz.<\/p>\n<p>Quelle: dpa<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Das nigrische und das deutsche Verteidigungsministerium h\u00e4tten &#8222;den Abschluss des Abzugs der deutschen Streitkr\u00e4fte und ihrer Ausr\u00fcstung aus Niger&#8220; bekannt zu geben. Das verlas der nigrische Oberstmajor Mamane Sani Kiaou in einer von ihm und dem deutschen Oberst Karsten Struss unterzeichneten Erkl\u00e4rung. <\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Ein Milit\u00e4rflugzeug mit 60 verbliebenen deutschen Soldaten ist am Freitagabend auf dem Fliegerhorst im nieders\u00e4chsischen Wunstorf gelandet. Nach Angaben Kiaous wurden die 60 deutschen Bundeswehrangeh\u00f6rigen und 146 Tonnen Ausr\u00fcstung mit f\u00fcnf Frachtflugzeugen ausgeflogen. In einem zweiten Transportflugzeug vom Typ A400M wurde parallel deutsches Material von Niamey zur\u00fcckgeflogen.<\/p>\n<p>Niger-St\u00fctzpunkt: Letzter Sahel-Partner weg<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Der St\u00fctzpunkt am Rande der nigrischen Hauptstadt war mit bis zu 120 Frauen und M\u00e4nnern der <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"_nl_\" id=\"841c6d31\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/bundeswehr-218.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeswehr<\/a> betrieben worden. Er diente als logistisches Drehkreuz der Bundeswehr f\u00fcr den UN-Friedenseinsatz Minusma in Mali, der Ende 2023 auf Forderung der dortigen Milit\u00e4rregierung beendet worden war. <\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Der Niger galt lange als letzter Partner Europas und der <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"_nl_\" id=\"4a1ba46a\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/usa-news-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> in der Sahelzone im Kampf gegen Terrorismus, bis vor einem Jahr auch dort das Milit\u00e4r die Macht ergriff. Deutschland hatte mit Niger nach Auslaufen des bisherigen Stationierungsabkommens f\u00fcr den St\u00fctzpunkt Niamey zun\u00e4chst eine Interimsvereinbarung vereinbart, die bis zum 31. August befristet war.<\/p>\n<p>Abkommensstreit zwingt Bundeswehr zum R\u00fcckzug<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Das Verteidigungsministerium hatte im Juli angek\u00fcndigt, die letzte Basis der Bundeswehr in Westafrika aufzugeben, nachdem man sich mit der faktischen Milit\u00e4rregierung im Niger nicht auf ein neues Abkommen zum Weiterbetrieb einigen konnte. Der j\u00fcngst vorgelegte Vorschlag der nigrischen Regierung f\u00fcr ein neues Stationierungsabkommen wurde in Berlin als vollkommen unzureichend eingestuft. <\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Ein zentraler Punkt war, dass das stationierte Personal nicht wie bisher Immunit\u00e4t vor Strafverfolgung genoss. Insgesamt waren im Laufe der Jahre etwa 3.200 deutsche Soldaten in Niamey eingesetzt.<\/p>\n<p>Niger wendet sich Russland zu<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Nach dem Willen des Verteidigungsministeriums sollte der St\u00fctzpunkt eigentlich auch nach dem Ende des Mali-Einsatzes als Umschlagplatz Handlungsoptionen in der strategisch wichtigen Region er\u00f6ffnen &#8211; etwa bei Evakuierungseins\u00e4tzen oder Notlagen. Zudem wollte man dort milit\u00e4rische Pr\u00e4senz Deutschlands in der Region zeigen. <\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">Der Niger wendet sich jedoch wie seine Nachbarn Russland zu und beherbergt seit einigen Monaten auch russisches Milit\u00e4rpersonal \u2013 nach offiziellen Angaben Ausbilder \u2013 auf einer Basis in Niamey. Fast alle anderen fr\u00fcheren Partner sind dagegen ausgewiesen worden.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5 rvqyqzi\">F\u00fcr den Abzug hatte die Bundeswehr vor\u00fcbergehend auch einen zweiten Lufttransportst\u00fctzpunkt im K\u00fcstenstaat Senegal aufgebaut, dessen Betrieb nach dem Ende des Einsatzes aber eingestellt wurde. Es gibt Gespr\u00e4che zwischen Deutschland und Senegal, diesen St\u00fctzpunkt zun\u00e4chst ohne den Einsatz von Bundeswehrsoldaten weiterzubetreiben, etwa in dem man dort notwendiges Material bereith\u00e4lt.<\/p>\n<p>Keine Immunit\u00e4t f\u00fcr Soldaten<\/p>\n<p>:<a class=\"f1mro3s7 lzfsw8u _nl_\" id=\"c4e38b8e\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/ausland\/niger-rueckzug-stuetzpunkt-bundeswehr-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeswehr gibt St\u00fctzpunkt im Niger auf<\/a><\/p>\n<p>Rund ein Jahrzehnt hat die Bundeswehr einen St\u00fctzpunkt im afrikanischen Niger unterhalten. Er diente dem Einsatz in Mali, aber auch Stabilit\u00e4t in der Sahelzone. Jetzt schlie\u00dft er.<\/p>\n<p>mit Video29:27<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/luftwaffenstuetzpunkt-niamey-100~384x216.jpeg\"  alt=\"Ein A400M der Luftwaffe steht 2019 auf dem Flughafen in Niamey.\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"  style=\"object-fit:cover;object-position:center\" fetchpriority=\"low\" class=\"f1mqliu0\"\/><\/p>\n<p>Quelle: dpa, AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Insgesamt waren rund 3.200 deutsche Soldaten im Niger im Einsatz. Quelle: dpa Das nigrische und das deutsche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14865,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[243],"tags":[366],"class_list":{"0":"post-14864","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-niger","8":"tag-niger"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116535055209016449","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}