{"id":14891,"date":"2026-05-07T22:05:20","date_gmt":"2026-05-07T22:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14891\/"},"modified":"2026-05-07T22:05:20","modified_gmt":"2026-05-07T22:05:20","slug":"ruanda-klagt-in-den-haag-auf-100-millionen-pfund-von-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14891\/","title":{"rendered":"Ruanda klagt in Den Haag auf 100 Millionen Pfund von London"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Nach dem geplatzten Asyl-Deal mit Gro\u00dfbritannien fordert Ruanda rund 100 Millionen Pfund (etwa 115 Millionen Euro) von der britischen Regierung. \u201eGro\u00dfbritannien muss seinen rechtlichen Verpflichtungen nachkommen\u201c, sagte der Justizminister des ostafrikanischen Landes, Emmanuel Ugirashebuja, vor dem St\u00e4ndigen Schiedsgericht in Den Haag.\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ruanda hatte in dem Fall Ende 2025 ein Schiedsverfahren eingeleitet. Drei Tage lang werden beide Parteien nun vor Gericht ihre Argumente vorlegen.\n            <\/p>\n<p>            London versprach Millionen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der politisch und rechtlich umstrittene Asyl-Deal war im April 2024 in Kraft getreten. Gro\u00dfbritannien wollte irregul\u00e4r eingereiste Migranten nach Ruanda abschieben. Ruanda sollte im Gegenzug Millionensummen f\u00fcr die wirtschaftliche und soziale Integration der Migranten bekommen.\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Doch nach ihrem Wahlsieg im Juli 2024 k\u00fcndigte die neue Labour-Regierung das Abkommen auf. London habe es aber vers\u00e4umt, Kigali dar\u00fcber schriftlich zu informieren, sagte der Minister Ruandas nun in Den Haag.\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Ruanda hatte nach Angaben des Ministers auch \u201ebetr\u00e4chtliche Ausgaben\u201c durch die Schaffung von Verwaltungsstrukturen und gesetzlichen Voraussetzungen f\u00fcr m\u00f6gliche Asylverfahren. Au\u00dferdem waren Einrichtungen zur Aufnahme der Menschen geschaffen worden.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    London weist die Forderungen zur\u00fcck. Die Rechtsvertreter Gro\u00dfbritanniens haben am Dienstag das Wort. Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wird in einigen Monaten erwartet.\n            <\/p>\n<p>            Deal kostete 700 Millionen Pfund<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der Asyl-Deal war schlie\u00dflich auch vom Obersten Gericht Gro\u00dfbritanniens f\u00fcr unrechtm\u00e4\u00dfig erkl\u00e4rt worden. Das Abkommen hatte Gro\u00dfbritannien nach Angaben der heutigen Regierung rund 700 Millionen Pfund (rund 810 Millionen Euro) gekostet. Daf\u00fcr seien aber nur vier Migranten auf eigenen Wunsch nach Ruanda geflogen worden.\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Solche Vereinbarungen sind aber weiterhin aktuell. Auch die EU will rechtliche Grundlagen f\u00fcr die Abschiebung von irregul\u00e4ren Migranten in Drittstaaten nach dem Ruanda-Modell schaffen. Der Justizminister von Ruanda bekr\u00e4ftigte in Den Haag, dass sein Land weiterhin f\u00fcr eine internationale Zusammenarbeit bei der Aufnahme von Migranten und Fl\u00fcchtlingen offen sei.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem geplatzten Asyl-Deal mit Gro\u00dfbritannien fordert Ruanda rund 100 Millionen Pfund (etwa 115 Millionen Euro) von der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14892,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[3193,1579,742,6814,1665,2077,403,404,4070],"class_list":{"0":"post-14891","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ruanda","8":"tag-asylrecht","9":"tag-europaeische-union-eu","10":"tag-grossbritannien","11":"tag-internationale-strafverfolgung","12":"tag-kigali","13":"tag-london","14":"tag-ruanda","15":"tag-rwanda","16":"tag-voelkerrecht"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116535566083133947","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14891"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14891\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14892"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}