{"id":14903,"date":"2026-05-07T23:03:15","date_gmt":"2026-05-07T23:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14903\/"},"modified":"2026-05-07T23:03:15","modified_gmt":"2026-05-07T23:03:15","slug":"gefechte-in-tschad-die-panzer-fahren-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14903\/","title":{"rendered":"Gefechte in Tschad: Die Panzer fahren auf"},"content":{"rendered":"<p>\nDie K\u00e4mpfe zwischen Regierungstruppen und aus Libyen einmarschierten Rebellen dauern an. Die Opposition in Tschad hat ein Ultimatum gestellt.\n<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">   Auch am Montag sind die K\u00e4mpfe in Tschad weitergegangen. In der Stadt Mao 280 Kilometer nord\u00f6stlich der Hauptstadt N&#8217;Djamena lieferten sich Rebellen der FACT (Front f\u00fcr Wandel und Eintracht in Tschad), die am 11. April <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rebelleneinmarsch-aus-Libyen\/!5761973\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aus Libyen heraus die Grenze in ihr Heimatland \u00fcberschritten<\/a> und \u00fcber 2.000 Kilometer in Toyota-Jeeps zur\u00fcckgelegt hatten, Augenzeugen zufolge weiter heftige Gefechte mit der Armee.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Am Sonntagabend hatte die Regierung von <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kritik-an-neuer-Verfassung-im-Tschad\/!5499547\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pr\u00e4sident Idriss D\u00e9by<\/a> im Staatsfernsehen die Zerschlagung der Rebellen verk\u00fcndet: 300 ihrer K\u00e4mpfer seien \u201eneutralisiert\u201c worden. Doch Bewohner von Mao berichten der taz am Telefon, dass zwei Versuche der Regierungstruppen, die Rebellen zu vertreiben, am Sonntag gescheitert seien. \u201eBei den Angriffen gegen 13 Uhr und 15 Uhr starben viele Soldaten\u201c, so ein lokaler Anf\u00fchrer der Toubou-Gemeinde. Eigenen Angaben zufolge haben die FACT-\u00adK\u00e4mpfer mehrere hochrangige Armeeoffiziere get\u00f6tet. Am Montag fuhren in der Hauptstadt N&#8217;Djamena Panzer auf.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Die meisten FACT-K\u00e4mpfer geh\u00f6ren der Volksgruppe der Toubou an und stammen aus der Region um Mao. Vor ihrem Einmarsch hatte die FACT in Libyen auf der Seite des <a href=\"https:\/\/taz.de\/Haftars-Niederlage-in-Libyen\/!5684933\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Warlords Chalifa Haftar<\/a> gek\u00e4mpft. Der Feldmarschall musste trotz franz\u00f6sischer und russischer Milit\u00e4rhilfe im Sommer 2020 seine Belagerung der libyschen Hauptstadt Tripolis abbrechen und sich nach Zentral- und Ostlibyen zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Seine tschadischen Verb\u00fcndeten \u00fcberquerten die Grenze nach Tschad am Tag der dortigen Pr\u00e4sidentschaftswahl, nachdem russische Milit\u00e4rexperten sie ausgebildet hatten. Augenzeugen berichten, sie seien sehr gut ausger\u00fcstet, mit w\u00e4rmesuchenden Panzerabwehrraketen und neuen Funkger\u00e4ten.<\/p>\n<p>      Frankreich h\u00e4lt sich zur\u00fcck<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">\u201eIn N&#8217;Djamena macht sich langsam Panik breit, denn auch schon vor dem Angriff gab es Spaltungstendenzen in der Armee D\u00e9bys. Alles h\u00e4ngt von der Reaktion der Franzosen ab\u201c, sagt der Exiltschader Ahmed Hassan, der Kontakt zu Hauptstadtbewohnern h\u00e4lt. Nahe N&#8217;Djamena unterh\u00e4lt Frankreich eine seiner gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rbasen in Afrika, franz\u00f6sische Luftangriffe haben 2008 und 2019 Rebelleneinm\u00e4rsche in die Hauptstadt gestoppt. Doch zur Verwunderung vieler Beobachter hat die franz\u00f6sische Luftwaffe jetzt die FACT-Kolonnen auf dem Weg nach Mao zwar \u00fcberflogen, aber nicht bombardiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">FACT-F\u00fchrer Mohamed Mehdi k\u00fcndigte an, die Tschader im Widerstand gegen den seit 30 Jahren herrschenden D\u00e9by einen zu wollen. Am Sonntag forderten f\u00fchrende Oppositionspolitiker einen Waffenstillstand und Dialog zwischen Regierung und Rebellen. Daf\u00fcr gaben sie beiden Seiten bis zum 25. April Zeit und forderten die internationale Gemeinschaft auf, einen B\u00fcrgerkrieg zu verhindern.<\/p>\n<p class=\"column  is-8-tablet mgh-auto-tablet headline typo-head-small pv-xsmall mobile-order-1\">Gemeinsam f\u00fcr freie Presse<\/p>\n<p class=\"article column first  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-2\">\nAls Genossenschaft geh\u00f6ren wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zug\u00e4nglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verf\u00fcgung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten m\u00fcssen Einordnungen und Informationen allen zug\u00e4nglich sein. Unsere Leser:innen m\u00fcssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabh\u00e4ngiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Daf\u00fcr sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen k\u00f6nnen, brauchen wir mehr Unterst\u00fctzung. 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