{"id":14934,"date":"2026-05-08T03:48:54","date_gmt":"2026-05-08T03:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14934\/"},"modified":"2026-05-08T03:48:54","modified_gmt":"2026-05-08T03:48:54","slug":"papst-leo-xiv-bemueht-sich-um-entspannung-mit-trump-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14934\/","title":{"rendered":"Papst Leo XIV. bem\u00fcht sich um Entspannung mit Trump \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: APA\/dpa<\/p>\n<p>Papst Leo XIV. hat sich in der Auseinandersetzung mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump um Entspannung bem\u00fcht. Manche seiner \u00c4u\u00dferungen seien \u201cnicht in allen Aspekten korrekt\u201d interpretiert worden, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche w\u00e4hrend seiner Afrika-Reise auf dem Flug nach Angola. \u201cDas wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Pr\u00e4sidenten widersprechen. Das liegt \u00fcberhaupt nicht in meiner Absicht.\u201d<\/p>\n<p>Trump und Leo hatten sich aus der Distanz ein heftiges Wortgefecht geliefert, was weltweit Schlagzeilen machte. Der US-Pr\u00e4sident warf dem Papst nach einer Reihe von Friedensappellen aus dem Vatikan eine \u201cschreckliche\u201d Au\u00dfenpolitik vor. Kurz darauf stellte er ein KI-Gem\u00e4lde von sich als Heiland ins Internet.<\/p>\n<p>Leo entgegnete: \u201cIch habe keine Angst vor der Trump-Regierung.\u201d Sp\u00e4ter sprach er \u2013 ohne einzelne Politiker beim Namen zu nennen \u2013 von einer \u201cHandvoll Tyrannen, die die Welt zerst\u00f6ren\u201d. Dies wurde vielfach miteinander in Zusammenhang gebracht.<\/p>\n<p>Papst: Ziel bleibt, Botschaft von Frieden zu verbreiten<\/p>\n<p>Dazu sagte das Oberhaupt nun im Flugzeug vor Journalisten, die Rede mit dieser \u00c4u\u00dferung sei bereits zwei Wochen zuvor vorbereitet worden \u2013 \u201calso, bevor der Pr\u00e4sident etwas \u00fcber mich gesagt hat und die Friedensbotschaft, die ich verbreite\u201d.<\/p>\n<p>Leo f\u00fcgte hinzu: \u201cViel von dem, was seither geschrieben wurde, war Kommentar auf Kommentar im Versuch zu interpretieren, was gesagt wurde. Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Pr\u00e4sidenten widersprechen.\u201d Sein Ziel bleibe, eine Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu verbreiten. Von Trump gab es zu den j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen des Papstes zun\u00e4chst keinen Kommentar.<\/p>\n<p>Nach der Landung in Angolas Hauptstadt Luanda verurteilte Leo eine anhaltende Ausbeutung des Kontinents durch andere L\u00e4nder sowie internationale Konzerne. Er kritisierte ein vermeintlich alternativloses \u201cEntwicklungsmodell, das diskriminiert und ausgrenzt. Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und \u00f6kologische Katastrophen werden durch diese Logik der Ausbeutung verursacht!\u201d<\/p>\n<p>Der Papst \u00e4u\u00dferte sich bei einem Treffen mit Pr\u00e4sident Jo\u00e3o Louren\u00e7o. Die ehemalige portugiesische Kolonie ist reich an Rohstoffen und auch f\u00fcr Deutschland ein wichtiger Wirtschaftspartner \u2013 vor allem als Lieferant von Erd\u00f6l und Gas. Von den etwa 37 Millionen Einwohnern leben aber trotzdem viele in Armut.<\/p>\n<p>Angola leidet immer noch unter Folgen des B\u00fcrgerkriegs <\/p>\n<p>Zudem leidet die Bev\u00f6lkerung immer noch unter den Nachwirkungen von fast drei Jahrzehnten B\u00fcrgerkrieg nach der Unabh\u00e4ngigkeit 1975. Der Konflikt hinterlie\u00df Hunderttausende Opfer und ein Land mit zerst\u00f6rter Infrastruktur. Mehr als 90 Prozent der Einwohner sind Christen \u2013 und davon etwa die H\u00e4lfte Katholiken. Leos Besuch gilt als nationales Gro\u00dfereignis.<\/p>\n<p>Der erste Papst aus den USA kritisierte auch, dass auf Afrika immer noch mit einem Blick geschaut werde, \u201cum etwas zu nehmen\u201d. \u201cDiese Kette von Interessen, die das Leben auf eine Tauschware reduziert, muss durchbrochen werden.\u201d Dabei seien die afrikanischen L\u00e4nder aber auch selbst gefordert: \u201cAfrika muss dringend die Konflikte und Feindseligkeiten \u00fcberwinden, die das soziale und politische Gef\u00fcge so vieler L\u00e4nder zerrei\u00dfen und Armut und Ausgrenzung sch\u00fcren.\u201d<\/p>\n<p>Nach Angola noch nach \u00c4quatorialguinea <\/p>\n<p>Vor dem Besuch in Angola war das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken bereits in Algerien und Kamerun. Letzte Station der Reise wird nach dem dreit\u00e4gigen Aufenthalt in Angola dann \u00c4quatorialguinea sein. Afrika geh\u00f6rt zu den Weltregionen, in denen die katholische Kirche w\u00e4chst. Aktuell leben dort etwa 290 Millionen Katholiken \u2013 inzwischen sogar mehr als in Europa und viele davon in jungem Alter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: APA\/dpa Papst Leo XIV. hat sich in der Auseinandersetzung mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump um Entspannung bem\u00fcht. 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