{"id":14945,"date":"2026-05-08T04:59:49","date_gmt":"2026-05-08T04:59:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14945\/"},"modified":"2026-05-08T04:59:49","modified_gmt":"2026-05-08T04:59:49","slug":"zentralafrikanische-staaten-verurteilen-putsch-in-gabun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/14945\/","title":{"rendered":"Zentralafrikanische Staaten verurteilen Putsch in Gabun"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gabun-110.jpg\" alt=\"Eine zerrissene Wahlkampftafel des gest\u00fcrzten gabunischen Pr\u00e4sidenten Ali Bongo Ondimba in Libreville\" title=\"Eine zerrissene Wahlkampftafel des gest\u00fcrzten gabunischen Pr\u00e4sidenten Ali Bongo Ondimba in Libreville | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.08.2023 \u2022 16:10 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft hat die Putschisten in Gabun zum Einlenken aufgefordert: Die Gener\u00e4le m\u00fcssten die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung wiederherstellen. Der neue \u00dcbergangspr\u00e4sident ist ein Cousin des abgesetzten Staatschefs.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem Putsch in Gabun hat die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECCAS) die neuen Milit\u00e4rmachthaber aufgefordert, die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung wiederherzustellen. Sie verurteile den Einsatz von Gewalt, um politische Konflikte zu l\u00f6sen und um an die Macht zu kommen, teilte der Staatenbund mit. Die ECCAS will auf einer Sondersitzung \u00fcber die Lage in dem zentralafrikanischen Land beraten.<\/p>\n<p>    Opposition sprach von Wahlbetrug<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Mittwoch hatte das Milit\u00e4r wenige Tage nach der umstrittenen Pr\u00e4sidentenwahl geputscht und Amtsinhaber Ali Bongo abgesetzt. Im Fernsehen erkl\u00e4rten die Gener\u00e4le, dass alle Institutionen aufgel\u00f6st seien. Zugleich erkl\u00e4rten sie die Wahlen vom vergangenen Wochenende f\u00fcr nichtig. Sie h\u00e4tten beschlossen, dem aktuellen Regime ein Ende zu setzen, um &#8222;den Frieden im Land zu wahren&#8220;, erkl\u00e4rten die Milit\u00e4rs. Die Landesgrenzen seien bis auf Weiteres geschlossen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der 64-J\u00e4hrige Bongo wurde unter Hausarrest gestellt. Bongos Familie regiert das Rohstoffreiche Land seit 56 Jahren. Kurz vor dem Putsch hatte die Wahlkommission ihn mit einer Zweidrittelmehrheit zum Sieger erkl\u00e4rt. Bongo hatte das Amt 2009 von seinem Vater Omar \u00fcbernommen. Die Opposition sprach im Zuge der Wahl von Betrug. Internationale Journalisten wurden nicht zugelassen, das Internet vor\u00fcbergehend gesperrt. Viele der 2,3 Millionen Einwohner Gabuns leben in Armut.<\/p>\n<p>    Der &#8222;neue starke Mann&#8220; Gabuns<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcbergangspr\u00e4sident soll nach dem Willen der Gener\u00e4le Brice Oligui Nguema werden &#8211; er ist der Chef der Pr\u00e4sidialgarde. Seine Ernennung wurde gestern Abend im Fernsehen verk\u00fcndet. Im Internet zirkulieren Videos, in denen Milit\u00e4rs zu sehen sind, die Nguema feiern und hochleben lassen und als den &#8222;neuen starken Mann&#8220; bezeichnen. Nguema geh\u00f6rt zur Familie des gest\u00fcrzten Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einen Tag nach dem Staatsstreich blieb es heute in der Hauptstadt Libreville ruhig. Derzeit gebe es keine Pl\u00e4ne, die 10.000 EU-B\u00fcrger aus dem Land herauszuholen, sagte der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell am Rande des informellen EU-Au\u00dfenministertreffen im spanischen Toledo. Die Situation in Gabun sei grundlegend anders als in Niger, wo das Milit\u00e4r Ende Juli ebenfalls geputscht hatte. Man d\u00fcrfe nicht vergessen, dass dem Putsch in Gabun Wahlen &#8222;voller Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten&#8220; vorausgegangen seien.<\/p>\n<p>    Borrell: EU lehnt gewaltsame Macht\u00fcbernahme ab<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Borrell erkl\u00e4rte zugleich, dass die EU den Putsch verurteile. Der Staatenbund lehne jede gewaltsame Macht\u00fcbernahme ab, teilte er mit. Alle Beteiligten rief er zur Zur\u00fcckhaltung auf. Die Herausforderungen, vor denen das Land stehe, m\u00fcssten gel\u00f6st werden, forderte Borrell.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dies m\u00fcsse aber unter der Wahrung von Rechtsstaatlichkeit, verfassungsm\u00e4\u00dfiger Ordnung und Demokratie geschehen. Davon h\u00e4nge der Friede und Wohlstand des Landes ebenso ab, wie die Stabilit\u00e4t der Region.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.08.2023 \u2022 16:10 Uhr Die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft hat die Putschisten in Gabun zum Einlenken aufgefordert: Die Gener\u00e4le&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14946,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[241],"tags":[362,361,1406],"class_list":{"0":"post-14945","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gabun","8":"tag-gabon","9":"tag-gabun","10":"tag-putsch"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116537198014470832","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14945"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14945\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}