{"id":15065,"date":"2026-05-08T13:44:36","date_gmt":"2026-05-08T13:44:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15065\/"},"modified":"2026-05-08T13:44:36","modified_gmt":"2026-05-08T13:44:36","slug":"nigeria-ganz-nah-stimmen-von-sechs-frauen-beruehrten-ueber-besucher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15065\/","title":{"rendered":"Nigeria ganz nah \u2013 Stimmen von sechs Frauen ber\u00fchrten \u00fcber Besucher"},"content":{"rendered":"<p>07.03.26 &#8211; Unter dem Leitgedanken &#8222;Kommt! Bringt eure Last!&#8220; stand am Freitag der Weltgebetstag der Frauen \u2013 in diesem Jahr mit dem Schwerpunktland Nigeria. Eingeladen hatte die kfd Istergiesel in die Kirche Mari\u00e4 Geburt. Mehr als 80 G\u00e4ste folgten der Einladung; auch Pfarrer Oswald und Pfarrer Frisch nahmen am Gottesdienst teil. <\/p>\n<p><a class=\"fancybox\" data-fancybox=\"galerie\" data-caption=\"\" rel=\"on_group nofollow noopener\" title=\"\" href=\"https:\/\/oshessen-news.b-cdn.net\/images\/26\/03\/xl\/11789848-dsc-9384.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"img220 imgh159 imgbdr\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/11789848-dsc-9384.jpg\"\/><\/a><a class=\"fancybox\" data-fancybox=\"galerie\" data-caption=\"Die die Organisatorinnen Desiree Dietvorst, Barbara Fleck, Martina Bilz und Simone Mihm-Lorey von der kfd Istergiesel i\" rel=\"on_group nofollow noopener\" title=\"Die die Organisatorinnen Desiree Dietvorst, Barbara Fleck, Martina Bilz und Simone Mihm-Lorey von der kfd Istergiesel i\" href=\"https:\/\/oshessen-news.b-cdn.net\/images\/26\/03\/xl\/11789848-dsc-9411-bearbeitet.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"img220 imgh159 imgbdr\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/11789848-dsc-9411-bearbeitet.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"img-text\">Die die Organisatorinnen Desiree Dietvorst, Barbara Fleck, Martina Bilz und Simone &#8230;<\/p>\n<p><a class=\"fancybox\" data-fancybox=\"galerie\" data-caption=\"\" rel=\"on_group nofollow noopener\" title=\"\" href=\"https:\/\/oshessen-news.b-cdn.net\/images\/26\/03\/xl\/11789848-dsc-9376.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"img220 imgh159 imgbdr\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/11789848-dsc-9376.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p>Bereits die liebevoll gestaltete Kirche lie\u00df erahnen, dass dieser Abend etwas Besonderes werden w\u00fcrde: Afrikanische Farben und Leihgaben sorgten f\u00fcr eine warme Atmosph\u00e4re, die viele Besucherinnen und Besucher als &#8222;ein St\u00fcck Nigeria in Istergiesel&#8220; empfanden. Auf einer Leinwand wurden zudem Fotos der Frauen gezeigt, deren Stimmen den Gottesdienst pr\u00e4gten \u2013 Frauen, die die Organisatorinnen Desiree Dietvorst, Barbara Fleck, Martina Bilz und Simone Mihm-Lorey von der kfd Istergiesel im Vorfeld pers\u00f6nlich per Video-Konferenzinterviewt hatten.<\/p>\n<\/p>\n<p>Statt ausschlie\u00dflich die im Weltgebetstagsheft abgedruckten Texte zu lesen, entschieden sich die Organisatorinnen bewusst f\u00fcr einen anderen Zugang: Sechs nigerianische Frauen \u2013 Blessing, Peace, Christiana, Nkiruka, Glory und Bukky \u2013 wurden in Vorbereitung auf den Gottesdienst ausf\u00fchrlich befragt. Aus ihren Aussagen und Lebensgeschichten wurde eine Reihe von vier kurzen Ansprachen gestaltet, die sich an den Stationen eines Frauenlebensorientierten: vom Aufwachsen als M\u00e4dchen, \u00fcber den Alltag und die Herausforderungen als Mutter, bis hin zu den Risiken und Belastungen, die entstehen k\u00f6nnen, wenn eine Frau im sp\u00e4teren Leben ihren Mann verliert. Immer wieder wurden die Originalstimmen und Erfahrungen dieser Frauen aufgegriffen \u2013 ehrlich, nahbar und zugleich respektvoll. <\/p>\n<p><p>Zu Beginn erhielten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine kompakte Einf\u00fchrung in Nigeria: das bev\u00f6lkerungsreichste Land Afrikas, reich an Ressourcen und zugleich gepr\u00e4gt von Armut, Korruption und Sicherheitsproblemen \u2013 eine Spannung, die die Lebensrealit\u00e4t vieler Familien stark beeinflusst. <\/p>\n<\/p>\n<p>Besonders eindrucksvoll war f\u00fcr viele, dass die Geschichten nicht abstrakt blieben, sondern Gesichter bekamen: Blessing, die neben ihrer Apotheke medizinische Hilfe f\u00fcr Bed\u00fcrftige organisiert; Peace, die als Alleinerziehende \u00fcber Jahre Verantwortung trug und heute Witwen und Waisen unterst\u00fctzt; Nkiruka, die als Juristin Frauen und Gemeinden st\u00e4rkt; Glory, die sich trotz H\u00fcrden ihren Weg erk\u00e4mpfte; Christiana, die anderen in schweren Zeiten beisteht \u2013 und Bukky, deren Musik an diesem Abend ein emotionaler H\u00f6hepunkt wurde. <\/p>\n<p>Denn mitten im Abschnitt &#8222;Starke Frauen&#8220; erklang ein Lied, das vielen noch lange nachging: &#8222;Osubare&#8220; \u2013 auf Yoruba, geschrieben von Bukola &#8222;Bukky&#8220; Adesina, gesungen von ihr und einem Frauenkirchenchor. Der Titel bedeutet &#8222;zum Gebet gefaltete H\u00e4nde&#8220;. So r\u00fcckten Nigeria und insbesondere die Lebenswirklichkeit nigerianischer Frauen noch einmal besonders nah. <\/p>\n<p><p>Am Ende stand eine Botschaft, die die Organisatorinnen aus den Gespr\u00e4chen mit den Frauen besonders mitgenommen hatten: die Bedeutung einer gelebten Schwesternschaft \u2013 einander nicht \u00fcbersehen, einander st\u00e4rken, zuh\u00f6ren, ermutigen, mittragen. In diesem Geist wurde auch ausdr\u00fccklich gedankt: den Mitwirkenden, Unterst\u00fctzerinnen aus benachbarten kfd-Gruppen aus Johannesberg, Edelzell-Engelhelms und Bronnzell, allen Helferinnen und Helfern, der musikalischen Begleitung durch Birgit Witzel und dem Technik-Team.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bersonderen Dank sprach Simone Mihm-Lorey an Desiree Dietvorst aus: &#8222;Desiree, du hast uns als langj\u00e4hrige Afrika-Expertin den Kontakt zu den Frauen aus Nigeria erm\u00f6glicht und uns mit deinem pers\u00f6nlichen Einsatz echte Einblicke in die nigerianische Kultur, insbesondere in das Leben der Frauen und M\u00e4dchen dort erm\u00f6glicht und uns deren Schicksale sehr nahe gebracht!&#8220;<\/p>\n<p>Nach dem Gottesdienst ging es weiter ins B\u00fcrgerhaus, wo ein nigerianisches Buffet mit einer gro\u00dfen Auswahl an herzhaften und s\u00fc\u00dfen Speisen wartete. Auch hier zeigte sich: Der Weltgebetstag war mehr als ein Gottesdienst \u2013 er wurde zu einem Ort der Begegnung. Die Gespr\u00e4che waren lebendig, es wurde viel gefragt, gelacht und nachgedacht, und viele G\u00e4ste blieben noch lange beisammen. <\/p>\n<p>Ein weiteres Anliegen des Abends war Solidarit\u00e4t ganz praktisch: Die Kollekte sollte soziale Projekte unterst\u00fctzen, \u00fcber die im B\u00fcrgerhaus mit Fotos und Informationsmaterial weiter informiert wurde \u2013 insbesondere die Jubilee Pharmacy Initiative (u. a. Medikamente, Lesebrillen, einfache medizinische Hilfe) sowie die LANOF Foundation, die Frauen, Witwen und M\u00e4dchen st\u00e4rkt \u2013 durch Aufkl\u00e4rung \u00fcber Rechte, Schulungen und Unterst\u00fctzung auf dem Weg zu mehr Selbstst\u00e4ndigkeit. <\/p>\n<p><p>Fazit: Ein Weltgebetstag, der nicht nur informierte, sondern ber\u00fchrte \u2013 und der Nigeria durch echte Begegnungen und Stimmen so greifbar machte, dass viele Besucherinnen und Besucher mit dem Gef\u00fchl nach Hause gingen: Wir haben nicht nur \u00fcber Nigeria geh\u00f6rt \u2013 wir haben Menschen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p> (ms\/pm) +++<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"07.03.26 &#8211; Unter dem Leitgedanken &#8222;Kommt! 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