{"id":15160,"date":"2026-05-08T22:45:09","date_gmt":"2026-05-08T22:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15160\/"},"modified":"2026-05-08T22:45:09","modified_gmt":"2026-05-08T22:45:09","slug":"suedafrika-setzt-auf-seltene-erden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15160\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika setzt auf Seltene Erden"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Bau einer neuen Verarbeitungsanlage hat die Monazit-Mine Steenkampskraal (SMM) im Westkap einen wichtigen Schritt in ihrer Weiterentwicklung gemacht. Gleichzeitig st\u00e4rkt das Projekt S\u00fcdafrikas Position im globalen Markt f\u00fcr kritische Rohstoffe. Ziel ist es, das Land als Produzenten von hochgradigem Monazitkonzentrat zu etablieren, einem zentralen Ausgangsstoff f\u00fcr Seltene Erden, die in erneuerbaren Energien, Elektronik sowie Medizin- und Verteidigungstechnologien eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Bereits im Vorfeld konnte SMM wichtige Meilensteine erreichen. Ein eigenes Labor wurde erfolgreich in Betrieb genommen, und erstmals seit \u00fcber 60 Jahren gelang wieder die Produktion von Monazitkonzentrat vor Ort. Erste Analysen best\u00e4tigen die au\u00dfergew\u00f6hnliche Qualit\u00e4t der Lagerst\u00e4tte mit einem Gehalt von rund 50 Prozent an Seltenen-Erden-Oxiden (TREO). Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an der Optimierung der hydrometallurgischen Verarbeitung und plant k\u00fcnftig auch die Herstellung von gemischtem Seltenerdkarbonat (MREC) sowie die Aufbereitung von Thorium.<\/p>\n<p>Die neue Anlage entsteht direkt am Ausgang des unterirdischen Schr\u00e4gschachts. Das monazitreiche Erz wird k\u00fcnftig \u00fcber ein eigens errichtetes F\u00f6rderbandsystem zur Oberfl\u00e4che transportiert und dort mittels bew\u00e4hrter Verfahren wie Schwerkrafttrennung und Flotation verarbeitet. In der Anfangsphase ist eine Jahresproduktion von rund 6.600 Tonnen vorgesehen, die innerhalb eines Jahres auf die volle Kapazit\u00e4t von etwa 13.400 Tonnen gesteigert werden soll.<\/p>\n<p>Der Prozessablauf kn\u00fcpft an die erfolgreichen Methoden an, die bereits zwischen 1952 und 1963 in Steenkampskraal eingesetzt wurden. Diese wurden an moderne Umweltstandards angepasst und umfassen einen mehrstufigen Schwerkrafttrennkreislauf, der derzeit zur Steigerung der R\u00fcckgewinnungseffizienz evaluiert wird. <\/p>\n<p>Neben diesen technischen Optimierungen setzt SMM auch wirtschaftlich auf Effizienz. Ein besonderer Vorteil liegt in der Nutzung vorhandener Erzhalden und Infrastruktur, ein Ansatz, der Investitionskosten senkt, Risiken reduziert und fr\u00fchzeitige Einnahmen erm\u00f6glicht. Langfristig will SMM weitere Verarbeitungsschritte wie die Oxidtrennung und die Herstellung von Endprodukten ebenfalls in S\u00fcdafrika durchf\u00fchren, um die lokale Wertsch\u00f6pfung zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die Lagerst\u00e4tte Steenkampskraal gilt als eine der hochgradigsten Quellen f\u00fcr Seltene Erden weltweit. Sie verf\u00fcgt \u00fcber eine NI 43-101-konforme Ressource von 665.000 Tonnen mit einem Gehalt von 14,5 % TREO sowie wertvollen Nebenprodukten wie Thorium mit 2,14 %.<\/p>\n<p>Mit gesicherter Finanzierung und dem fortschreitenden Bau rechnet das Unternehmen noch vor Jahresende mit ersten Ums\u00e4tzen. Neben wirtschaftlichen Impulsen sollen auch neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen und lokale Gemeinden gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem Bau einer neuen Verarbeitungsanlage hat die Monazit-Mine Steenkampskraal (SMM) im Westkap einen wichtigen Schritt in ihrer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15161,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[44,43],"class_list":{"0":"post-15160","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-suedafrika","8":"tag-south-africa","9":"tag-suedafrika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116541385752889060","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15160"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15160\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}