{"id":15185,"date":"2026-05-09T00:41:56","date_gmt":"2026-05-09T00:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15185\/"},"modified":"2026-05-09T00:41:56","modified_gmt":"2026-05-09T00:41:56","slug":"afrika-cup-senegal-verliert-titel-marokko-nach-urteil-afrikameister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15185\/","title":{"rendered":"Afrika-Cup: Senegal verliert Titel \u2013 Marokko nach Urteil Afrikameister"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-sm\">Zustimmung wird gepr\u00fcft&#8230;<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              57 Tage nach dem skandalumwitterten Endspiel um den Afrika-Cup ist Senegal der Titel nachtr\u00e4glich aberkannt worden. Die Berufungskommission des afrikanischen Fu\u00dfballverbands CAF wertete die Partie mit 3:0 f\u00fcr Marokko. Die Gastgeber des Finales in Rabat werden damit als neuer Afrikameister gef\u00fchrt, obwohl Senegal das Spiel am 18. Januar nach Verl\u00e4ngerung mit 1:0 gewonnen hatte.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Entscheidung markiert eine \u00fcberraschende Wende in einem Fall, der den afrikanischen Fu\u00dfball seit Wochen besch\u00e4ftigt. Zun\u00e4chst hatte die CAF zwar zahlreiche Strafen gegen beide Verb\u00e4nde, Spieler und Offizielle ausgesprochen, das sportliche Ergebnis aber bestehen lassen. Nach einem Einspruch des marokkanischen Verbandes wurde das Finale nun doch neu bewertet.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Berufungskommission begr\u00fcndete ihr Urteil mit dem zwischenzeitlichen Verlassen des Platzes durch die senegalesische Mannschaft. Nach Darstellung des Gremiums sei damit ein Tatbestand erf\u00fcllt, der nach dem Reglement des Wettbewerbs als Spielaufgabe zu werten sei. In der Mitteilung der CAF hei\u00dft es w\u00f6rtlich, das Finale gelte f\u00fcr Senegal als verloren und werde mit 3:0 zugunsten der F\u00e9d\u00e9ration Royale Marocaine de Football gewertet.\n            <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/686c4ddf-2344-420a-8ba9-ac562fb0af17.jpg\"   alt=\"Sicherheitskr\u00e4fte tragen einen Fan vom Platz.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Sicherheitskr\u00e4fte tragen einen Fan vom Platz.\" data-source=\"Themba Hadebe\/AP\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Sicherheitskr\u00e4fte tragen einen Fan vom Platz.<\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\u00a9 Themba Hadebe\/AP<\/p>\n<p>            Senegal will vor den CAS ziehen<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Der senegalesische Verband k\u00fcndigte kurz nach der Entscheidung Widerstand an. In einer Stellungnahme erkl\u00e4rte der Verband, er verurteile die Entscheidung als \u201eungerecht, beispiellos und inakzeptabel\u201c. Man werde \u201eso bald wie m\u00f6glich\u201c Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einlegen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch Senegals Generalsekret\u00e4r Abdoulaye Seydou Sow \u00e4u\u00dferte sich scharf. Nach seinen Worten werde der Verband \u201evor nichts zur\u00fcckschrecken\u201c. Das Recht sei auf der Seite Senegals. Nach Darstellung der Senegalesen hatte die Mannschaft das Spiel eben nicht aufgegeben, weil sie nach der Unterbrechung auf den Platz zur\u00fcckkehrte und die Partie zu Ende spielte.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Genau das war zun\u00e4chst auch die Linie des afrikanischen Verbands. Die CAF hatte in ihrer ersten Bewertung argumentiert, die Kriterien f\u00fcr eine Aufgabe seien nicht erf\u00fcllt. Die Berufungskommission kam nun zu einer anderen Einsch\u00e4tzung und stellte sich damit gegen die urspr\u00fcngliche Wertung.\n            <\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/975e98d4-7aad-4ee6-a08b-69e9cf7e5d58.jpg\"   alt=\"Senegalesische Fans geraten mit Sicherheitskr\u00e4ften aneinander, nachdem Marokko w\u00e4hrend des Endspiels ein umstrittener Elfmeter zugesprochen wurde.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Senegalesische Fans geraten mit Sicherheitskr\u00e4ften aneinander, nachdem Marokko w\u00e4hrend des Endspiels ein umstrittener Elfmeter zugesprochen wurde.\" data-source=\"Youssef Loulidi\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Senegalesische Fans geraten mit Sicherheitskr\u00e4ften aneinander, nachdem Marokko w\u00e4hrend des Endspiels ein umstrittener Elfmeter zugesprochen wurde.<\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\u00a9 Youssef Loulidi\/dpa<\/p>\n<p>            Finale in Rabat endete im Chaos<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Das Endspiel in Rabat hatte weit \u00fcber Afrika hinaus Schlagzeilen gemacht. Die Partie wurde nicht nur wegen strittiger Schiedsrichterentscheidungen bekannt, sondern auch wegen chaotischer Szenen auf und neben dem Platz.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ausl\u00f6ser der Eskalation war ein sp\u00e4ter Elfmeterpfiff f\u00fcr Marokko in der Nachspielzeit der regul\u00e4ren Spielzeit. Zuvor war Senegal ein Tor aberkannt worden, das aus Sicht vieler Beobachter regelkonform gewesen sein soll. Der anschlie\u00dfende Strafsto\u00df f\u00fcr Marokko l\u00f6ste heftige Proteste aus. Senegals Trainer Pape Thiaw beorderte seine Mannschaft daraufhin in die Kabine.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ein Teil der Spieler blieb zun\u00e4chst auf dem Feld. Schlie\u00dflich soll Kapit\u00e4n Sadio Man\u00e9 seine Mitspieler nach Angaben von Teamkollegen aufgefordert haben, auf den Platz zur\u00fcckzukehren und die Partie zu beenden. Marokkos Angreifer Brahim D\u00edaz verschoss den Elfmeter. In der Verl\u00e4ngerung erzielte Pape Gueye das 1:0 f\u00fcr Senegal, das zun\u00e4chst den Titel bedeutete.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch abseits des sportlichen Geschehens sorgte das Finale f\u00fcr Emp\u00f6rung. Mehrere Balljungen sollen versucht haben, dem senegalesischen Torwart Edouard Mendy dessen Handtuch wegzunehmen. Selbst Marokkos Spieler Achraf Hakimi war dabei zu sehen, wie er das Handtuch \u00fcber die Bande warf. Die Szene wurde vielfach als unsportlich gewertet und trug weiter zur aufgeheizten Atmosph\u00e4re bei.\n            <\/p>\n<p>            Berufungsgericht mildert Strafen f\u00fcr Marokko<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Mit der Neuentscheidung wurde nicht nur das Ergebnis ge\u00e4ndert. Die Berufungskommission best\u00e4tigte zwar die meisten Strafen gegen Senegal, nahm bei Marokko aber teils deutliche Erleichterungen vor.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Gegen Senegal bleiben unter anderem die Sperren und Geldstrafen im Zusammenhang mit dem Verhalten von Mannschaft, Offiziellen und Fans bestehen. Nach fr\u00fcheren Angaben war der senegalesische Verband insgesamt zu 615.000 US-Dollar verurteilt worden. Trainer Pape Thiaw erhielt eine Sperre von f\u00fcnf Spielen und eine zus\u00e4tzliche Geldstrafe von 100.000 US-Dollar. Zwei Spieler wurden ebenfalls gesperrt.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Marokko dagegen profitierte teilweise von der Berufungsentscheidung. Eine hohe Geldstrafe wegen des Verhaltens der Balljungen wurde deutlich reduziert. Auch eine Strafe gegen Mittelfeldspieler Isma\u00ebl Saibari wurde aufgehoben, seine Sperre zugleich verk\u00fcrzt. Bestehen blieben unter anderem Sanktionen im Zusammenhang mit Protesten gegen den Videoschiedsrichter sowie eine Sperre gegen Achraf Hakimi, von der ein Teil bereits auf Bew\u00e4hrung ausgesetzt worden war.\n            <\/p>\n<p>            Marokko verweist auf Regeln, Senegal auf den sportlichen Ausgang<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Der marokkanische Verband verteidigte sein Vorgehen. In einer Stellungnahme hie\u00df es, mit dem Einspruch habe man nicht die sportliche Leistung der beteiligten Mannschaften infrage stellen wollen. Ziel sei allein die Anwendung der Wettbewerbsbestimmungen gewesen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              F\u00fcr Senegal ist die Entscheidung dennoch ein schwerer Schlag. Die Mannschaft um Sadio Man\u00e9 und Nicolas Jackson hatte zun\u00e4chst den zweiten Afrika-Cup-Titel nach 2022 gefeiert. Dieser Triumph verliert mit der Neuwertung seine G\u00fcltigkeit. Marokko wird stattdessen erstmals seit 1976 wieder als Afrikameister gef\u00fchrt.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Ob das Urteil Bestand hat, ist offen. Mit dem angek\u00fcndigten Gang vor den CAS d\u00fcrfte der Fall den afrikanischen Fu\u00dfball noch l\u00e4nger besch\u00e4ftigen. Dann wird nicht nur die Auslegung des Reglements eine Rolle spielen, sondern auch die Frage, wie weit ein Ergebnis Monate nach einem gespielten Finale noch korrigiert werden darf. (mit dpa)<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zustimmung wird gepr\u00fcft&#8230; 57 Tage nach dem skandalumwitterten Endspiel um den Afrika-Cup ist Senegal der Titel nachtr\u00e4glich aberkannt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15186,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[300],"class_list":{"0":"post-15185","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-senegal","8":"tag-senegal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116541845856625451","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}