{"id":15193,"date":"2026-05-09T01:48:28","date_gmt":"2026-05-09T01:48:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15193\/"},"modified":"2026-05-09T01:48:28","modified_gmt":"2026-05-09T01:48:28","slug":"was-der-wegfall-der-us-auslandshilfen-fuer-afrika-bedeutet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15193\/","title":{"rendered":"Was der Wegfall der US-Auslandshilfen f\u00fcr Afrika bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/fluechtlingslager-dadaab-100.jpg\" alt=\"Ein Fl\u00fcchtlingslager im kenianischen Dadaab (Archivbild)\" title=\"Ein Fl\u00fcchtlingslager im kenianischen Dadaab (Archivbild) | picture alliance \/ ASSOCIATED PR\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.02.2025 \u2022 17:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Der Wegfall der US-Hilfen bedroht viele humanit\u00e4re Projekte und Einrichtungen in Afrika. Die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC Africa warnt vor R\u00fcckschl\u00e4gen im Kampf gegen Krankheiten &#8211; und vor Millionen Todesf\u00e4llen.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/bensch-ts-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Karin Bensch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bensch-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dadaab in Kenia ist eines der gr\u00f6\u00dften Fl\u00fcchtlingslager der Welt. Hier leben rund 350.000 Menschen. Die meisten von ihnen sind Kriegsfl\u00fcchtlinge aus dem Nachbarland Somalia. Das Camp wird mitfinanziert von USAID, der Beh\u00f6rde f\u00fcr Entwicklungshilfe, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump abschaffen will.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Abdullahi Mire ist im Fl\u00fcchtlingslager Dadaab aufgewachsen. Heute arbeitet er dort, leitet Bildungsprojekte f\u00fcr Kinder. Schon jetzt sei die Situation f\u00fcr die dort Menschen schwierig. Abdullahi hat gro\u00dfe Sorgen, dass es nun noch schlechter wird: &#8222;Die Essenmenge ist schon jetzt rationiert. Die Gesundheitsversorgung im Camp ist am Anschlag. Ohne die finanzielle Hilfe der USA werden viele Menschen deutlich weniger Chancen haben.&#8220;<\/p>\n<p>    R\u00fcckschlag im Kampf gegen Krankheiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vereinigten Staaten geben weltweit das meiste Geld f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit aus. 2023 waren es gut 50 Milliarden US-Dollar &#8211; allein \u00fcber USAID. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel Getreidelieferungen an \u00c4thiopien. Wenn das Geld fehlt, werden Projekte eingefroren, mit verheerenden Folgen f\u00fcr die Menschen, die davon abh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das gilt auch f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung vieler Krankheiten in Afrika: Ebola, Malaria und Aids. Das Aus von USAID h\u00e4tte schwerwiegende Folgen f\u00fcr Erkrankte in Afrika, sagt Christine Stegling, stellvertretende Direktorin von UNAIDS, dem Programm der Vereinten Nationen in Genf:<\/p>\n<p>\n                    Die meisten Menschen, die mit HIV leben, leben in Afrika. Und deshalb werden sie es am meisten merken. Die gr\u00f6\u00dfte finanzielle Investition von der amerikanischen Regierung, wenn es um Aids geht, ist in Afrika. Und da werden wir jetzt auch die gr\u00f6\u00dften L\u00fccken sehen.<\/p>\n<p>    Viele verlieren ihre Arbeit<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwei bis vier Millionen zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle durch vermeidbare und behandelbare Krankheiten &#8211; damit rechnet die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC Africa. Experten dort gehen davon aus, dass Geldmangel die medizinischen Errungenschaften der vergangenen Jahre zunichte machen werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hinzu kommt, dass viele Mitarbeiter von USAID ihre Arbeitspl\u00e4tze verlieren oder beurlaubt werden. Allein in Kenia sind direkt oder indirekt sch\u00e4tzungsweise 35.000 Jobs betroffen, berichtet die Tagezeitung Daily Nation. Darunter medizinische Fachkr\u00e4fte, Laborangestellte, Pharmazeuten und Sozialarbeiter.<\/p>\n<p>    Gro\u00dfe Sorge um Kinder<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Michelle Munala ist eine junge Frau, die seit gut drei Monaten f\u00fcr USAID in Kenia arbeitet. Nun hat sie keinen Job mehr. Sie habe in einem Projekt im Norden Kenias gearbeitet, erz\u00e4hlt sie, und dort mitgeholfen, rund 3000 Waisenkinder und HIV-infizierte Kinder zu betreuen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich mache mit gro\u00dfe Sorgen um diese verwundbaren Kinder&#8220;, sagt sie. &#8222;Vor allem um die ganz Kleinen. Denn USAID hat dort auch Gesundheitsvorsorge betrieben, damit M\u00fctter ihre Kinder nicht mit HIV anstecken. Dieses Projekt wurde nun gestoppt. Die Kinder sind nun in Gefahr, HIV-positiv zu werden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">USAID f\u00f6rdert seit 60 Jahren Programme gegen Hunger, f\u00fcr Gesundheit und Bildung in vielen L\u00e4ndern der Welt, auch in Afrika. Derzeit wei\u00df niemand, wer diese gro\u00dfe L\u00fccke dauerhaft schlie\u00dfen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.02.2025 \u2022 17:48 Uhr Der Wegfall der US-Hilfen bedroht viele humanit\u00e4re Projekte und Einrichtungen in Afrika. Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[29,2087],"class_list":{"0":"post-15193","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-afrika","8":"tag-afrika","9":"tag-usaid"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116542105570913201","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15193\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}