{"id":15735,"date":"2026-05-11T04:23:52","date_gmt":"2026-05-11T04:23:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15735\/"},"modified":"2026-05-11T04:23:52","modified_gmt":"2026-05-11T04:23:52","slug":"wie-suchterkrankungen-familien-belasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15735\/","title":{"rendered":"Wie Suchterkrankungen Familien belasten"},"content":{"rendered":"<p>In Simbabwe leiden etwa 60 % der Menschen, die in psychiatrische Einrichtungen eingewiesen werden, an Erkrankungen im Zusammenhang mit Drogen- und Substanzmissbrauch. Die Verbreitung illegaler Drogen, insbesondere von Methamphetamin (gemeinhin als Crystal Meth bekannt), hat weitreichende psychologische und soziale Folgen \u2013 f\u00fcr die Konsument*innen und ihre Familien. Betroffene Familien berichten, dass es ihr k\u00f6rperliches und psychisches Wohlbefinden zunehmend beeintr\u00e4chtigt, mit den Folgen der Sucht eines geliebten Menschen leben zu m\u00fcssen.\u00a0<\/p>\n<p>Es gibt keine offiziellen Drogenstatistiken, aber Fachleute sind sich einig, dass sich die Krise in Simbabwe zuspitzt. Dennoch wurden die psychischen Folgen bisher kaum n\u00e4her untersucht. Viele Familien leiden somit im Stillen. Einige suchen spirituelle Hilfe, andere versuchen, das Problem mit sonstigen verzweifelten Ma\u00dfnahmen zu bew\u00e4ltigen \u2013 darunter auch Gewalt.<\/p>\n<p>Gesellschaftliches Stigma\u00a0<\/p>\n<p>Ein solcher Fall ist der 36-j\u00e4hrige Bernard (Name ge\u00e4ndert), der seit etwa einem Jahr Crystal Meth konsumiert. Seitdem haben sich seine Beziehungen extrem verschlechtert, er ist gewaltt\u00e4tig und manipulativ geworden. Wurde er beim Stehlen erwischt, zahlte seine Mutter f\u00fcr ihn, um ihn zu sch\u00fctzen \u2013 in der steten Hoffnung, er w\u00fcrde irgendwann damit aufh\u00f6ren.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAls er anfing, Drogen zu nehmen, begann er, kleine Dinge aus dem Haus und aus der Nachbarschaft zu stehlen, um seine Sucht zu finanzieren\u201c, sagt Bernards Mutter Sekai (Name ge\u00e4ndert). \u201eAls wir versuchten, ihn vom Haus fernzuhalten, wurde er gewaltt\u00e4tig und drohte, Dinge zu zerst\u00f6ren und uns zu verletzen.\u201c<\/p>\n<p>Als Witwe ohne Zugang zu angemessener Unterst\u00fctzung versuchte Sekai schlie\u00dflich, ihren Sohn per Gerichtsbeschluss zu vertreiben \u2013 so wie viele andere Eltern auch, die sich in ihrer Verzweiflung an die Justiz wenden. Doch Sekai wurde bei dieser schweren Entscheidung nicht unterst\u00fctzt, sondern von ihrer Gemeinde stigmatisiert. In der Nachbarschaft wurde behauptet, sie sei schuld an der Sucht ihres Sohnes, sie missbrauche ihn und setze sogar Hexerei f\u00fcr ihre Zwecke ein. \u201eAber ich konnte nicht anders\u201c, sagt sie. \u201eEr war zu einer Bedrohung f\u00fcr alle geworden. Ich hatte sogar Angst, dass er jemanden angreifen k\u00f6nnte. Kein Elternteil will so etwas tun, aber ich brauchte Frieden und Sicherheit.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Sekais Geschichte illustriert die Probleme vieler Familien in Simbabwe, die mit der einfachen Verf\u00fcgbarkeit und dem Missbrauch von Methamphetamin zu k\u00e4mpfen haben \u2013 einer Droge, die weltweit als ernsthafte Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit gilt. In einem Land, in dem das Gesundheitssystem ohnehin stark \u00fcberlastet ist und <a href=\"https:\/\/www.dandc.eu\/de\/article\/auch-weil-das-simbabwische-gesundheitswesen-chronisch-unterfinanziert-ist-nehmen-psychische\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">psychische Erkrankungen wie Sucht kaum beachtet<\/a> werden, m\u00fcssen Familien hilflos mitansehen, wie sich der Zustand ihrer Angeh\u00f6rigen immer weiter verschlechtert. Auch sie werden so zu Opfern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Simbabwe leiden etwa 60 % der Menschen, die in psychiatrische Einrichtungen eingewiesen werden, an Erkrankungen im Zusammenhang&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15736,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[236],"tags":[290,291],"class_list":{"0":"post-15735","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-simbabwe","8":"tag-simbabwe","9":"tag-zimbabwe"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116554043367431283","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15735\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}