{"id":15758,"date":"2026-05-11T05:54:53","date_gmt":"2026-05-11T05:54:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15758\/"},"modified":"2026-05-11T05:54:53","modified_gmt":"2026-05-11T05:54:53","slug":"tageblatt-lu-heftige-gefechte-dschihadisten-und-tuareg-rebellen-in-mali-greifen-landesweit-armee-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/15758\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Heftige Gefechte | Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Mali greifen landesweit Armee an"},"content":{"rendered":"<p>Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verb\u00fcndete Gruppe zur Unterst\u00fctzung des Islam und der Muslime (JNIM) teilte mit, sie koordiniere die Angriffe mit der FLA. \u201eGemeinsam f\u00fchren wir eine wahrhaftige Transformation aus, im Dienste der Religion, des Landes und des Volkes\u201c, erkl\u00e4rte der Al-Kaida-Ableger. Aus Bamako sowie zahlreichen weiteren St\u00e4dten des westafrikanischen Krisenstaates wurden heftige Gefechte zwischen der Armee und den Angreifern gemeldet. <\/p>\n<p>Verteidigungsminister Camara, seine zweite Frau und zwei seiner Enkelkinder seien durch eine Explosion einer Autobombe in seiner Residenz in Kati get\u00f6tet worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von seiner Familie und aus Regierungskreisen. Kati, ein Vorort von Bamako, gilt als Hochburg der regierenden Milit\u00e4rjunta. <\/p>\n<p>Die JNIM erkl\u00e4rte am Samstag, ihre K\u00e4mpfer h\u00e4tten in Kati die Wohnh\u00e4user von Junta-Chef Assimi Goita und des Verteidigungsministers angegriffen. Auch der internationale Flughafen von Bamako und weitere Ziele seien attackiert worden. Anwohner in Kati berichteten von heftigen Explosionen an der Residenz von Camara. <\/p>\n<p>Auch am Sonntag wurden wieder K\u00e4mpfe in mehreren St\u00e4dten des Landes gemeldet. Neben Kati waren demnach Gao, S\u00e9var\u00e9 und Kidal Schauplatz heftiger Gefechte. Ein Einwohner in Kati sagte, die K\u00e4mpfe seien \u201e\u00fcberall\u201c wieder aufgeflammt und die Dschihadisten \u201eauf dem H\u00fcgel\u201c \u00fcber dem Ort. Ein anderer Einwohner berichtete von Flugzeugen \u00fcber der Stadt. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Pr\u00e4senz russischer Truppen <\/p>\n<p>Die malischen Streitkr\u00e4fte hatten am Samstag mitgeteilt, \u201eterroristische Gruppen\u201c h\u00e4tten am fr\u00fchen Morgen Kasernen und andere Punkte in Bamako und weiteren Landesteilen angegriffen. Die Situation sei \u201eunter Kontrolle\u201c und mehrere \u201eTerroriste neutralisiert\u201c worden. 16 Zivilisten und Soldaten seien verletzt worden, und es gebe \u201ebegrenzte Sachsch\u00e4den\u201c. <\/p>\n<p>Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erkl\u00e4rte allerdings am Samstag, sie habe die Stadt Kidal eingenommen. Am Sonntag gab die Gruppe dann eine \u201eEinigung\u201c mit russischen Streitkr\u00e4ften bekannt, welche die malische Junta unterst\u00fctzen. Die Einigung sehe vor, dass die malische Armee und ihre russischen Verb\u00fcndeten vom Afrikakorps ein Lager verlassen k\u00f6nnten, \u201ein dem sie sich seit gestern verschanzt hatten\u201c, sagte ein FLA-Vertreter der AFP. <\/p>\n<p>Das direkt dem russischen Verteidigungsministerium unterstellte Afrikakorps hat die Aufgabe der einst als Gruppe Wagner bekannten S\u00f6ldnertruppe \u00fcbernommen und unterst\u00fctzt die malischen Streitkr\u00e4fte im Kampf gegen Dschihadisten. Mali hat \u2013 wie auch seine Nachbarstaaten Niger und Burkina Faso \u2013 die Beziehungen zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich abgebrochen und sich Russland angen\u00e4hert. <\/p>\n<p>Das russische Au\u00dfenministerium teilte mit, etwa 250 K\u00e4mpfer h\u00e4tten den Flughafen von Bamako und einen nahe gelegenen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt angegriffen. Der Angriff sei jedoch abgewehrt worden. \u201eDie russische Seite \u00e4u\u00dfert ihre tiefe Besorgnis angesichts der aktuellen Ereignisse\u201c, schrieb das Ministerium im Onlinedienst Telegram. <\/p>\n<p>Eine \u201eriesige koordinierte Offensive\u201c <\/p>\n<p>Die EU verurteilte die \u201eTerroranschl\u00e4ge\u201c in Mali aufs Sch\u00e4rfste, wie es in einer Erkl\u00e4rung der Au\u00dfenbeauftragten Kaja Kallas hie\u00df. \u201eWir bekr\u00e4ftigen unsere Entschlossenheit im Kampf gegen den Terrorismus sowie unser Engagement f\u00fcr Frieden, Sicherheit und Stabilit\u00e4t in Mali und in der gesamten Sahelzone\u201c, hie\u00df es weiter. <\/p>\n<p>Auch UN-Generalsekret\u00e4r Antonio Guterres verurteilte die \u201eGewalttaten\u201c in Mali. Er rief nach Angaben eines Sprechers zudem zu koordinierter internationaler Unterst\u00fctzung auf, um der \u201eBedrohung durch gewaltt\u00e4tigen Extremismus und Terrorismus in der Sahelzone zu begegnen\u201c. <\/p>\n<p>Mali wird seit vielen Jahren von massiver Gewalt ersch\u00fcttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Milit\u00e4rs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschl\u00e4ge und Angriffe auf Regierungstruppen ver\u00fcben. Auch sind kriminelle Banden in dem Land aktiv. <\/p>\n<p>Die Angriffe auf Regierungstruppen am Wochenende hatten nach Einsch\u00e4tzung von Beobachtern aber eine neue Qualit\u00e4t. \u201eWir haben es mit einer riesigen koordinierten Offensive im ganzen Land zu tun, wie wir es seit 2012 nicht mehr gesehen haben, als die Regierung das halbe Land verloren hat\u201c, sagte Charlie Werb vom Sicherheitsberatungsunternehmen Aldebaran Threat Consultants der AFP. In Bamako habe es ein \u201eschweres Sicherheitsversagen\u201c gegeben. <\/p>\n<p>2024 waren bei einem Doppel-Angriff auf den Milit\u00e4rflughafen von Bamako und die nahe gelegene Gendarmerieschule mehr als 70 Menschen get\u00f6tet worden. Den Angriff damals reklamierte der Al-Kaida-Ableger JNIM f\u00fcr sich. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-94414.jpg\" title=\"Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Mali greifen landesweit Armee an \" alt=\"Dschihadisten und Tuareg-Rebellen in Mali greifen landesweit Armee an \" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:49.996748205731869064% 50.000751259954888894%;\"\/><\/p>\n<p class=\"image-caption-credit\">AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verb\u00fcndete Gruppe zur Unterst\u00fctzung des Islam und der Muslime (JNIM) teilte mit, sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15759,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[237],"tags":[2278,309],"class_list":["post-15758","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-mali","tag-angriffe","tag-mali"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116554401312781267","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15758"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15758\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}