{"id":16443,"date":"2026-05-12T22:18:08","date_gmt":"2026-05-12T22:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16443\/"},"modified":"2026-05-12T22:18:08","modified_gmt":"2026-05-12T22:18:08","slug":"seenotrettung-eu-kommission-verlangt-aufklaerung-nach-schuessen-auf-sea-watch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16443\/","title":{"rendered":"Seenotrettung: EU-Kommission verlangt Aufkl\u00e4rung nach Sch\u00fcssen auf Sea-Watch"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/libyen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">libysche<\/a> K\u00fcstenwache hat offenbar erneut das Rettungsschiff Sea-Watch 5 in internationalen Gew\u00e4ssern beschossen und damit gedroht, das Schiff zu entern und nach <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/libyen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libyen<\/a> zu bringen. <a href=\"https:\/\/sea-watch.org\/update-nach-versuchter-entfuehrung-des-rettungsschiffs-sea-watch-5\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Nach Darstellung von Sea-Watch<\/a> ereignete sich der Angriff bereits am Montag, etwa 55 Seemeilen n\u00f6rdlich von Tripolis.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kurz nachdem die 30-k\u00f6pfige Besatzung 90 Menschen gerettet habe, sei ein einzelner Schuss gefallen. Im Anschluss habe die K\u00fcstenwache ohne Vorwarnung eine Salve von etwa zehn bis f\u00fcnfzehn weiteren Sch\u00fcssen abgegeben. Die Besatzung habe einen Notruf abgesetzt und Kurs nach Norden gehalten. \u00dcber mehrere Stunden sei das Schiff von libyschen Booten verfolgt worden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die EU-Kommission bat die libysche Seite um Aufkl\u00e4rung. Die EU-Delegation in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/tripolis\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tripolis<\/a> werde Kontakt zu den libyschen Ansprechpartnern aufnehmen, sagte ein Sprecher der Beh\u00f6rde in Br\u00fcssel. Alle an Rettungseins\u00e4tzen beteiligten Parteien seien verpflichtet, das V\u00f6lkerrecht und das internationale Seerecht uneingeschr\u00e4nkt einzuhalten.\n<\/p>\n<p>        EU unterst\u00fctzt K\u00fcstenwache mit Schulungen und Ausr\u00fcstung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Ausw\u00e4rtige Amt best\u00e4tigte, dass sich die Sea-Watch 5 wegen des Vorfalls an die deutsche Seenotrettungsleitstelle sowie an Stellen der Bundesregierung gewandt habe. Gesicherte eigene Erkenntnisse zum Hergang und zur Identit\u00e4t der beteiligten Einheiten l\u00e4gen der Bundesregierung nicht vor. Die deutsche Botschaft in Tripolis habe bei den libyschen Beh\u00f6rden umgehende Aufkl\u00e4rung angefragt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> unterst\u00fctzt Libyen nach Angaben der Kommission unter anderem mit Schulungen und Ausr\u00fcstung. Ziel sei eine Verbesserung der Situation durch ein \u00bbrechtsbasiertes Migrationsmanagement\u00ab, sagte der Sprecher. <a href=\"https:\/\/x.com\/UNHumanRights\/status\/2023788338549838236?s=20\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Laut den Vereinten Nationen<\/a> sind Gefl\u00fcchtete in Libyen Folter, Vergewaltigung und Menschenhandel ausgesetzt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auf Nachfrage r\u00e4umte die EU-Kommission ein, dass es bereits in der Vergangenheit \u00e4hnliche Vorf\u00e4lle gegeben habe. In solchen F\u00e4llen habe sich die EU-Delegation stets direkt an die libyschen Beh\u00f6rden gewandt und Aufkl\u00e4rung verlangt, sagte der Sprecher. Die j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle zeigten allerdings, \u00bbdass diese Arbeit noch verst\u00e4rkt werden muss\u00ab.\n<\/p>\n<p>        Bundespolizei versch\u00e4rft Sicherheitswarnung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vergangene Woche hatte die Bundespolizei eine erh\u00f6hte Sicherheitswarnung f\u00fcr libysche Gew\u00e4sser ausgeweitet. In der Mitteilung hie\u00df es, in der Vergangenheit seien NGO- und Handelsschiffe vor Libyen mehrfach beschossen worden. Nach vorliegenden Erkenntnissen h\u00e4tten die Angreifer in den meisten F\u00e4llen der libyschen K\u00fcstenwache angeh\u00f6rt.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! 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Deutschland und Italien sehen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/sea-watch\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Sea-Watch<\/a> in der Mitverantwortung.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"> Nach Angaben der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) sind<br \/>\nseit Jahresbeginn mehr als 1.200 Menschen auf der Route nach Europa<br \/>\ngestorben oder werden vermisst.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-08\/flucht-asyl-grenzzurueckweisung-recht\" data-ct-label=\"Flucht und Asyl: Stimmt das eigentlich, dass die Grenzzur\u00fcckweisungen illegal sind?\" data-uuid=\"a1c45f75-08ce-4085-96cd-273e9115e9df\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Flucht und Asyl:<br \/>\n                        Stimmt das eigentlich, dass die Grenzzur\u00fcckweisungen illegal sind?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-09\/seenotrettung-migration-mittelmeer-gefluechtete-asyl\" data-ct-label=\"Seenotrettung : &quot;Wir machen die Drecksarbeit&quot;\" data-uuid=\"7c00cbb1-5491-4ebb-aaba-22c14dfd2f18\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Seenotrettung :<br \/>\n                        &#8222;Wir machen die Drecksarbeit&#8220;<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2026-02\/flucht-mittelmeer-schleuser-libanon-verbrechen-videopodcast\" data-ct-label=\"Flucht \u00fcbers Mittelmeer: Die Schleuserfamilie und der Mordplan von Monheim\" data-uuid=\"670e7f4d-c05b-49f9-8d04-88b452e64c88\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Flucht \u00fcbers Mittelmeer:<br \/>\n                        Die Schleuserfamilie und der Mordplan von Monheim<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die libysche K\u00fcstenwache hat offenbar erneut das Rettungsschiff Sea-Watch 5 in internationalen Gew\u00e4ssern beschossen und damit gedroht, das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16444,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[2067,7487,7486,357,3202,286,285,283,7474,7485,3854,2947],"class_list":{"0":"post-16443","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-angriff","9":"tag-besatzung","10":"tag-beschuss","11":"tag-europaeische-union","12":"tag-kuestenwache","13":"tag-libya","14":"tag-libyen","15":"tag-politik","16":"tag-rettungsschiff","17":"tag-sea-watch","18":"tag-seenotrettung","19":"tag-tripolis"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116563928841736336","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16443"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16443\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}