{"id":16499,"date":"2026-05-13T06:31:09","date_gmt":"2026-05-13T06:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16499\/"},"modified":"2026-05-13T06:31:09","modified_gmt":"2026-05-13T06:31:09","slug":"toedliche-kollision-mit-schiffen-so-leiden-wale-in-suedafrika-unter-blockade-der-strasse-von-hormus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16499\/","title":{"rendered":"T\u00f6dliche Kollision mit Schiffen: So leiden Wale in S\u00fcdafrika unter Blockade der Stra\u00dfe von Hormus"},"content":{"rendered":"<p>T\u00f6dliche Kollision mit SchiffenSo leiden Wale in S\u00fcdafrika unter Blockade der Stra\u00dfe von Hormus<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Suedkaper-Eubalaena-australis-mit-Schwanzflosse-auf-Wasser-schlaegtd-mit-umkreisenden-Dominikanermoe.webp\" alt=\"Suedkaper-Eubalaena-australis-mit-Schwanzflosse-auf-Wasser-schlaegtd-mit-umkreisenden-Dominikanermoewen-Larus-dominicanus-Walker-Bay-Hermanus-Westkap-Republik-Suedafrika-Fotografie-Aussenaufnahme-Suedlicher-rechter-Wal-Eubalaena-australis-lobtailing-durch-schlagen-Wasseroberflaeche-mit-Fuke-von-Cape-gulls-Larus-dominicanus-Walker-Bay-Hermanus-Western-Cape-Republic-of-South-Africa-Outdoor\"\/>Die Gefahren f\u00fcr Wale lassen sich mitunter in Social-Media-Posts ablesen. &#8222;Es gab da Videos von Leuten auf Frachtschiffen, die durch dichte Wal-Gruppen fuhren&#8220;, sagt Wal-Forscherin Els Vermeulen. (Foto: picture alliance \/ Zoonar)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Viele Reedereien schicken ihre Schiffe inzwischen lieber rund um das Kap der Guten Hoffnung als durch den Nahen Osten. Das bringt Wale vor S\u00fcdafrika in Gefahr. Ein Bericht macht konkrete Vorschl\u00e4ge, um die Tiere zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vom Iran-Krieg sind nicht nur Seefahrer in der Stra\u00dfe von Hormus betroffen oder Autofahrer in Deutschland. Tausende Kilometer vom Konfliktgebiet entfernt leiden auch die vielen Wale in den Gew\u00e4ssern vor S\u00fcdafrika unter den Folgen der Blockade der Meerenge vor Irans K\u00fcste. Denn viele Schiffe umfahren nun die Stra\u00dfe von Hormus, das dadurch gewachsene Verkehrsaufkommen vor S\u00fcdafrikas K\u00fcste erh\u00f6ht f\u00fcr Wale die Gefahr t\u00f6dlicher Kollisionen mit Schiffen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf die Gefahr f\u00fcr Meeress\u00e4uger wie den S\u00fcdkaper machte ein wissenschaftlicher Bericht aufmerksam, der bei den Beratungen der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) diesen Monat vorgestellt wurde. Die IWC wurde 1946 als internationale Organisation gegr\u00fcndet, die f\u00fcr die Regulierung des Walfangs und den Schutz der Wale zust\u00e4ndig ist. Die Leiterin der Walforschungsabteilung der Universit\u00e4t Pretoria, Els Vermeulen, wies darin auf eine &#8222;erhebliche r\u00e4umliche \u00dcberlappung&#8220; der Schifffahrtsrouten und der Wal-Wandergebiete hin.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon vor ein paar Jahren wurde ein Teil des Schiffsverkehrs, der eigentlich durch das Rote Meer und den Golf von Aden geht, umgeleitet. Ausl\u00f6ser war ein \u00dcberfall der jemenitischen Huthi-Rebellen auf den britischen Frachter &#8222;Galaxy Leader&#8220;. Weitere Attacken solcher Art sowie der Ende Februar von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran mitsamt Irans Blockade der Stra\u00dfe von Hormus haben die Lage weiter versch\u00e4rft. Viele Reedereien schicken ihre Schiffe nun lieber rund um das Kap der Guten Hoffnung an Afrikas S\u00fcdspitze als durch den Nahen Osten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut Portwatch, einem Beobachtungsdienst des Internationalen W\u00e4hrungsfonds, fuhren dieses Jahr vom 1. M\u00e4rz bis zum 24. April 89 Handelsschiffe rund um S\u00fcdafrika. Voriges Jahr waren es im selben Zeitraum nur 44. Die mit dem zunehmenden Schiffsverkehr verbundenen Gefahren f\u00fcr Wale lassen sich mitunter in Social-Media-Posts ablesen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Es gab da Videos von Leuten auf Frachtschiffen, die durch dichte Wal-Gruppen fuhren&#8220;, sagt Wal-Forscherin Vermeulen. &#8222;In dem Social-Media-Post ging es offenbar nur darum zu sagen: &#8218;Wow, guckt mal, wie viele nette Wale wir sehen.'&#8220; Vermeulen ist \u00fcber solch ein gedankenloses Verhalten schockiert. Ihr sei &#8222;das Herz stehengeblieben&#8220;, weil der Frachter gegen mehrere Wale gefahren sei.<\/p>\n<p>&#8222;Bedeutender Faktor bei der Sterblichkeit von Walen&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schneller Schiffsverkehr, der f\u00fcr die mit der Futtersuche besch\u00e4ftigten Wale besonders gef\u00e4hrlich sei, hat sich laut Vermeulen in letzter Zeit vervierfacht. &#8222;Die Tiere hatten keine Zeit, sich an die Schiffe zu gew\u00f6hnen&#8220;, hebt der Leiter der Walschutzinitiative der Umweltorganisation WWF, Chris Johnson, hervor.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kollisionen mit Schiffen werden selten gemeldet, sind aber ein &#8222;bedeutender Faktor bei der Sterblichkeit von Walen&#8220;, hie\u00df es bereits 2024 in einem Forschungspapier, das im Fachblatt &#8222;Science&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde. Es gibt allerdings kaum Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Meeress\u00e4uger vor den riesigen Schiffen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Bericht, der der Internationalen Walfang-Kommission vorgelegt wurde, macht dazu konkrete Vorschl\u00e4ge. Eine Verlegung der Schifffahrtsrouten etwas weiter von der K\u00fcste entfernt k\u00f6nne das Kollisionsrisiko f\u00fcr die Wale um 20 bis 50 Prozent senken. F\u00fcr die Schiffe w\u00fcrde das eine Verl\u00e4ngerung ihrer Fahrt um gerade einmal 20 Seemeilen bedeuten &#8211; kaum nennenswert bei Fahrstrecken von oft mehr als 10.000 Seemeilen. Die weltgr\u00f6\u00dfte Reederei MSC hat immerhin schon Schiffsrouten vor Sri Lanka und Griechenland angepasst, um Wale zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Eine weitere m\u00f6gliche Schutzma\u00dfnahme w\u00e4ren eine App oder Funknachrichten, die Schiffe vor gr\u00f6\u00dferen Wal-Gruppen warnen, sagt Estelle van der Merwe, die das Umweltschutz-Netzwerk Ocean Action Network leitet. Au\u00dferdem wird daran geforscht, wie auf den Frachtern mit KI ausgestattete Kameras zum Schutz der Wale eingesetzt werden k\u00f6nnten. &#8222;Alle verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen und Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen werden untersucht&#8220;, versicherte S\u00fcdafrikas Umweltministerium. Sobald die wissenschaftlichen Untersuchungen dazu abgeschlossen seien, werde das Ministerium zusammen mit den Schifffahrtsbeh\u00f6rden &#8222;an vorderster Front&#8220; den Schutz der Wale voranbringen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, are\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"T\u00f6dliche Kollision mit SchiffenSo leiden Wale in S\u00fcdafrika unter Blockade der Stra\u00dfe von HormusDie Gefahren f\u00fcr Wale lassen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16500,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[848,1885,1342,44,4632,43,7499],"class_list":{"0":"post-16499","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-suedafrika","8":"tag-bildung","9":"tag-iran-krieg","10":"tag-schifffahrt","11":"tag-south-africa","12":"tag-strasse-von-hormus","13":"tag-suedafrika","14":"tag-wale"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116565867447268823","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16499"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16499\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}