{"id":16521,"date":"2026-05-13T07:24:54","date_gmt":"2026-05-13T07:24:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16521\/"},"modified":"2026-05-13T07:24:54","modified_gmt":"2026-05-13T07:24:54","slug":"keine-medaille-oh-mein-gott-deutsches-debakel-bei-rad-wm-in-ruanda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16521\/","title":{"rendered":"Keine Medaille: \u201eOh mein Gott\u201c \u2013 Deutsches Debakel bei Rad-WM in Ruanda"},"content":{"rendered":"<p>Ohne eine einzige Medaille reisen die deutschen Radsportler von der Weltmeisterschaft aus Ruanda ab. Das hat es mit einer Ausnahme lange nicht gegeben. Der Teamchef strebt \u00c4nderungen an.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Sportdirektor riss die Augen auf und verzog das Gesicht, als er von der Medaillenflaute des deutschen Teams bei der Rad-WM in Ruanda h\u00f6rte. \u201eOh mein Gott\u201c, sagte Jens Zemke zur historischen Dimension des deutschen Abschneidens, das ohne Topstars wie den Tour-Dritten Florian Lipowitz zustande kam,<\/p>\n<p>Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 gab es mit Ausnahme der nur im Profibereich ausgetragenen Corona-Ausgabe 2020 immer mindestens eine deutsche Medaille. Diesmal gl\u00e4nzten in Ruandas Hauptstadt Kigali nicht nur andere wie Stra\u00dfenrad-Titelverteidiger Tadej Pogacar aus Slowenen \u2013 auch alle weiteren Medaillen gingen an andere Nationen.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Verbands German Cycling, Bernd Dankowski, sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Gr\u00fcnde vielschichtig seien. \u201eWir haben hier hervorragende Bedingungen vorgefunden\u201c, sagte er, aber die Temperatur, die H\u00f6he, das Streckenprofil seien alles andere als \u201eideal\u201c f\u00fcr Nordeurop\u00e4er. <\/p>\n<p>Magenprobleme sorgen f\u00fcr Ausstieg von vier Fahrern<\/p>\n<p>Allerdings waren in den Top-Platzierungen europ\u00e4ische Nationen vielfach vertreten. \u201eWir haben aber auch sehr gute Fahrer nicht mit am Start. Da gibt es unterschiedlichste Gr\u00fcnde f\u00fcr\u201c, sagte Dankowksi. <\/p>\n<p>Die Resthoffnung auf eine Medaille am Schlusstag war kaum noch vorhanden. W\u00e4hrend die zahlreichen Fans am Stra\u00dfenrand unvergessliche Erinnerungen sammelten, dominierte beim deutschen Team die Tristesse. Magenprobleme zwangen das ohnehin geschrumpfte Quartett beim Stra\u00dfenrennen in die Knie \u2013 keiner der vier Starter beendete das Rennen. <\/p>\n<p>Die Magenprobleme passten zum medaillenlosen Ausflug des deutschen Rad-Aufgebots ins afrikanische Ruanda. Allerdings forderte das Rennen samt einer \u00e4u\u00dferst anspruchsvollen Strecke seinen Tribut: Nur 30 der 165 Starter beendeten das Rennen. <\/p>\n<p>Wirklich nah kamen die Deutschen Gold, Silber und Bronze insgesamt nur selten. Antonia Niedermaier sorgte mit ihrem sechsten Rang beim Zeitfahren und dem sechsten Rang beim Stra\u00dfenrennen f\u00fcr etwas bessere Stimmung im deutschen Team. Daneben geh\u00f6rten der f\u00fcnfte Rang des geschw\u00e4chten Mixed-Teams sowie Rang sieben von Justyna Czapla beim U23-Zeitfahren zu den besten Ergebnissen. <\/p>\n<p>\u201eEs ist nicht so, dass es hoffnungslos ist\u201c, sagte Zemke: \u201eVon den Platzierungen gut, aber es hat eine Medaille gefehlt\u201c, f\u00fcgte er selbstkritisch hinzu. <\/p>\n<p>Der Teamchef gab direkt einen Ausblick auf seine angestrebten Ver\u00e4nderungen vor der kommenden WM im kanadischen Montreal n\u00e4chstes Jahr. Es m\u00fcsse das Ziel des Verbands sein, dass man schon im nahenden Winter die n\u00e4chste Weltmeisterschaft angehen m\u00fcsse. \u201eWir beziehen die Rennfahrer aus ihren Teams, die im vollen Rennprogramm sind, gucken, wer eine gute Form hat vier Wochen vorher und selektionieren teilweise. Da m\u00fcssen wir umgestalten\u201c, sagte der Ex-Profi. <\/p>\n<p>Andere Nationalteams bereiteten sich teils gemeinsam im Trainingslager vor. \u201eDa k\u00f6nnen wir auf jeden Fall von anderen Nationen lernen\u201c, erkl\u00e4rte Zemke, der in der kommenden Woche auch f\u00fcr die Geschicke w\u00e4hrend der EM in Frankreich mitverantwortlich ist. Beim Stra\u00dfenrennen will das deutsche Team auf die Jugend setzen. <\/p>\n<p>\u201eWir haben nat\u00fcrlich die Ambition, im Nachwuchs st\u00e4rker zu wachsen, einfach um eine gr\u00f6\u00dfere Basis zu schaffen. Wir sind aber auch nach Olympia ja in einem Umbruchjahr und von daher glaube ich, dass wir da nicht zu viel hineininterpretieren d\u00fcrfen\u201c, sagte Pr\u00e4sident Dankowski.<\/p>\n<p>Der Nachfolger von Rudolf Scharping lobte eine \u201efantastische Weltmeisterschaft\u201c, die neue Standards gesetzt habe. \u201eDie Organisation, die Freundlichkeit, die Atmosph\u00e4re, das gesamte Umfeld ist \u2013 glaube ich \u2013 viel besser, als wir es alle erwartet haben.\u201c Laut Angaben des Weltverbands UCI schauten eine Million Menschen in dem Radsport-begeisterten Land das M\u00e4nner-Stra\u00dfenrennen am Sonntag. Die Deutschen sahen sie dabei nur kurz.<\/p>\n<p>dpa\/LaGa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ohne eine einzige Medaille reisen die deutschen Radsportler von der Weltmeisterschaft aus Ruanda ab. 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