{"id":16546,"date":"2026-05-13T08:45:08","date_gmt":"2026-05-13T08:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16546\/"},"modified":"2026-05-13T08:45:08","modified_gmt":"2026-05-13T08:45:08","slug":"vatikan-fordert-radikales-umdenken-in-der-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16546\/","title":{"rendered":"Vatikan fordert radikales Umdenken in der Agrarpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Erzbischof Fernando Chica Arellano, St\u00e4ndiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Rom, hat sich in Duschanbe an die Teilnehmer der regionalen Konferenz der Weltern\u00e4hrungsorganisation gewandt. In seinem Statement zu Tagesordnungspunkt 12, der Resilienz von Agrarsystemen, betonte er am Dienstag die dringende Notwendigkeit, konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die Ern\u00e4hrungssicherheit in einer von Krisen gepr\u00e4gten Welt zu garantieren.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-04\/vatikan-uno-pazifik-konferenz-innovation-dienst-menschenrechte.html\" title=\"Vatikan bei Pazifik-Konferenz: Innovation f\u00fcr Ern\u00e4hrungssicherheit\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2024\/giugno\/04\/Mons.-Chica-ArellanoAEM.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Vatikan bei Pazifik-Konferenz: Innovation f\u00fcr Ern\u00e4hrungssicherheit\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Die Bedeutung von Innovationen f\u00fcr die globale Ern\u00e4hrungssicherheit hat bei der 38. Sitzung der Regionalkonferenz f\u00fcr Asien und den Pazifik (APRC) in Brunei Darussalam der &#8230;\n     <\/p>\n<p>Mario Galgano &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Die Kombination aus r\u00fccksichtslosen Kriegen, wirtschaftlichen Rezessionen, extremen Wetterereignissen und politischer Instabilit\u00e4t habe eine lebensbedrohliche Situation f\u00fcr die globalen Versorgungsketten geschaffen.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit als Grundprinzip <\/p>\n<p>Um dieser negativen Tendenz entgegenzuwirken, sei eine koordinierte Umsetzung politischer Interventionen unerl\u00e4sslich. Erzbischof Arellano zitierte Papst Leo XIV., wonach das gemeinsame Voranschreiten in geschwisterlicher Eintracht zum Leitprinzip aller Investitionen werden m\u00fcsse. Nur durch eine aufrichtige Kooperation k\u00f6nne eine gerechte und f\u00fcr alle zug\u00e4ngliche Ern\u00e4hrungssicherheit aufgebaut werden. Dies bedeute, dass jeder Mensch regelm\u00e4\u00dfig und dauerhaft Zugang zu ausreichenden, nahrhaften und kulturell angemessenen Lebensmitteln haben m\u00fcsse. In diesem Zusammenhang regte der Erzbischof an, das Recht auf Nahrung in jenen europ\u00e4ischen Rechtsordnungen ausdr\u00fccklich zu verankern, in denen dies bisher noch nicht geschehen ist. Ein solcher Schritt k\u00f6nne als Ansporn dienen, Modelle zu entwickeln, die soziale Gerechtigkeit, \u00f6kologische Nachhaltigkeit und den Respekt vor der Person als zentrale Pfeiler staatlichen Handelns integrieren.<\/p>\n<p>Umgestaltung statt blo\u00dfer Ertragssteigerung <\/p>\n<p>Ein wesentlicher Teil der Strategie liegt in der St\u00e4rkung der Resilienz der Ern\u00e4hrungssysteme. Der Erzbischof stellte klar, dass es dabei nicht darum gehe, mit den alten Methoden einfach mehr zu produzieren, um Verluste auszugleichen. Vielmehr m\u00fcsse die Art und Weise der Lebensmittelproduktion grundlegend transformiert werden. Man m\u00fcsse sich von einer Vision verabschieden, die allein von der gierigen Ausbeutung nat\u00fcrlicher Ressourcen geleitet wird. Stattdessen sollten Investitionen gezielt in benachteiligte l\u00e4ndliche Gebiete flie\u00dfen. Ziel m\u00fcsse es sein, den Agrarsektor durch kluge wirtschaftliche Entscheidungen so attraktiv zu gestalten, dass sich junge Menschen wieder mit Begeisterung der Landwirtschaft widmen und den l\u00e4ndlichen Raum nicht entmutigt in Richtung der St\u00e4dte verlassen.<\/p>\n<p>Mensch und Umwelt im Zentrum der Wertsch\u00f6pfungskette <\/p>\n<p>Innerhalb der gesamten agrarindustriellen Kette \u2013 vom Anbau und der Tierhaltung \u00fcber die Verarbeitung bis hin zum Handel \u2013 m\u00fcsse eine Logik Einzug halten, die den Schutz der Umwelt priorisiert. Ern\u00e4hrungssysteme m\u00fcssen nach Ansicht der vatikanischen Delegation die W\u00fcrde der Person wahren und menschenw\u00fcrdie Arbeit auf lokaler Ebene f\u00f6rdern. Es gehe darum, die heutigen Bed\u00fcrfnisse zu decken, ohne die Zukunft kommender Generationen zu gef\u00e4hrden. Dies entspreche dem g\u00f6ttlichen Auftrag aus Genesis 2,15, die Sch\u00f6pfung zu bebauen und zu beh\u00fcten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend ermutigte die Delegation des Heiligen Stuhls die Konferenzteilnehmenden dazu, mutige Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung bestehender Ungleichheiten im Prim\u00e4rsektor zu identifizieren. Die Lebensbedingungen derer, die t\u00e4glich hart arbeiten, damit kein Mensch ohne sein t\u00e4gliches Brot bleiben muss, m\u00fcssten durch eine gerechte Entlohnung verbessert werden. Erzbischof Arellano schloss seine Intervention mit einem Appell an die internationale Gemeinschaft, die menschliche Person und das Gemeinwohl als oberste Richtschnur jeder agrarpolitischen Entscheidung zu betrachten.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erzbischof Fernando Chica Arellano, St\u00e4ndiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Rom, hat sich in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16547,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1952,105,882,106,1950,605,794,3691,741],"class_list":{"0":"post-16546","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aethiopien","8":"tag-agrarsysteme","9":"tag-aethiopien","10":"tag-ernaehrungssicherheit","11":"tag-ethiopia","12":"tag-fao","13":"tag-nachhaltigkeit","14":"tag-resilienz","15":"tag-soziale-gerechtigkeit","16":"tag-vatikan"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116566394408068442","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}