{"id":16876,"date":"2026-05-14T03:22:37","date_gmt":"2026-05-14T03:22:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16876\/"},"modified":"2026-05-14T03:22:37","modified_gmt":"2026-05-14T03:22:37","slug":"tansania-opposition-erkennt-wahlgewinnerin-nicht-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16876\/","title":{"rendered":"Tansania: Opposition erkennt Wahlgewinnerin nicht an"},"content":{"rendered":"<p>Im ostafrikanischen Tansania will die gr\u00f6\u00dfte Oppositionspartei den Wahlsieg von Pr\u00e4sidentin Samia Suluhu Hassan nicht anerkennen. Das von der Nationalen Wahlkommission verk\u00fcndete Ergebnis sei \u201evollkommen gef\u00e4lscht\u201c, teilte die Partei Chadema gestern mit. Es entbehre jeder realen Grundlage. \u201eDenn die Wahrheit ist, dass in Tansania keine echte Wahl stattgefunden hat.\u201c<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%203393%202262'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2820270_body_1088519_ticker_tansania_r.jpg\"  alt=\"Sicherheitskr\u00e4fte vor einem Wahlplakat in Tansania\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Thomas Mukoya<\/p>\n<p>Im Zuge der Pr\u00e4sidentschafts- und Parlamentswahlen am Mittwoch war es zu landesweiten Protesten mit gewaltsamen Ausschreitungen und Toten gekommen. Hintergrund ist der Wahlausschluss der beiden gr\u00f6\u00dften Herausforderer Hassans durch die Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Auch die Partei Chadema war von der Wahl ausgeschlossen worden, weil sie sich geweigert hatte, einen Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Ihr Vorsitzender Tundu Lissu war im April wegen Hochverrats festgenommen worden. NGOs berichteten zudem von weit verbreiteten Verhaftungen und Entf\u00fchrungen von Oppositionellen im Wahlkampf.<\/p>\n<p>Unklare Berichte \u00fcber Anzahl der Toten<\/p>\n<p>Bei den Protesten gegen die Regierung sollen dem UNO-Menschenrechtsb\u00fcro zufolge mindestens zehn Menschen get\u00f6tet worden sein, die Opposition spricht von weitaus mehr Toten. Die Sicherheitskr\u00e4fte setzten Augenzeuginnen und Augenzeugen zufolge Schusswaffen und Tr\u00e4nengas gegen die Demonstrierenden ein.<\/p>\n<p>Die Regierung wies Angaben der Opposition \u00fcber deutlich mehr Tote als \u201estark \u00fcbertrieben\u201c zur\u00fcck. Hassan nannte die Proteste \u201eweder verantwortungsvoll noch patriotisch\u201c. Die Beh\u00f6rden verh\u00e4ngten am Mittwoch eine landesweite Ausgangssperre und schr\u00e4nkten den Internetzugang ein.<\/p>\n<p>In einer Erkl\u00e4rung schrieb EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas von einer \u201eUngleichheit der Wettbewerbsbedingungen im Vorfeld der Wahlen\u201c. Es habe Berichte \u00fcber Entf\u00fchrungen und Verschleppungen gegeben.<\/p>\n<p>\u201eDie EU fordert die Freilassung aller inhaftierten Politiker und eine transparente und faire Verhandlung der Festgenommenen auf einer soliden Rechtsgrundlage sowie eine rasche und gr\u00fcndliche Untersuchung aller gemeldeten F\u00e4lle von Entf\u00fchrungen, Verschleppungen und Gewalt\u201c, so Kallas.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im ostafrikanischen Tansania will die gr\u00f6\u00dfte Oppositionspartei den Wahlsieg von Pr\u00e4sidentin Samia Suluhu Hassan nicht anerkennen. 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