{"id":16990,"date":"2026-05-14T14:03:07","date_gmt":"2026-05-14T14:03:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16990\/"},"modified":"2026-05-14T14:03:07","modified_gmt":"2026-05-14T14:03:07","slug":"sorge-um-hunderttausende-zivilisten-in-eroberter-stadt-al-faschir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/16990\/","title":{"rendered":"Sorge um Hunderttausende Zivilisten in eroberter Stadt Al-Faschir"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/sudan-al-faschir-100.jpg\" alt=\"Satellitenaufnahme von Al-Faschir\" title=\"Satellitenaufnahme von Al-Faschir | AP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 28.10.2025 \u2022 02:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Nach der Einnahme der sudanesischen Stadt Al-Faschir durch die RSF-Miliz w\u00e4chst die Sorge um Hunderttausende eingeschlossene Zivilisten. \u00c4rzte und Menschenrechtler berichten von Gr\u00e4ueltaten.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der seit mehr als einem Jahr belagerten Stadt Al-Faschir im Sudan soll es nach einem Vorsto\u00df der paramilit\u00e4rischen Gruppe RSF (Rapid Support Forces) zu Gr\u00e4ueltaten und Massenfestnahmen gekommen sein. Die Armee im Sudan best\u00e4tigte, sich aus der Stadt zur\u00fcckgezogen zu haben. Die Miliz hatte bereits am Sonntag zuerst die Einnahme des Armeepostens und dann der gesamten Stadt verk\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das sudanesische \u00c4rztenetzwerk teilte mit, RSF-K\u00e4mpfer h\u00e4tten nach ihrem Einmarsch in Al-Faschir am Sonntag Dutzende Zivilisten get\u00f6tet und Krankenh\u00e4user und andere Gesundheitseinrichtungen gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Darfur-Netzwerk f\u00fcr Menschenrechte berichtete von mehr als 1.000 teilweise willk\u00fcrlichen Festnahmen. Die RSF-Miliz k\u00f6nnte damit Kriegsverbrechen begangen haben, hie\u00df es von der Gruppe. Unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen lassen sich die Angaben der beiden Organisationen nicht.<\/p>\n<p>    Hunderttausende in bitterer Not<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut den Vereinten Nationen wurden mehr als 26.000 Menschen zur Flucht aus ihren H\u00e4usern gezwungen. 260.000 Menschen leben in Al-Faschir in bitterer Not. Die H\u00e4lfte von ihnen seien Kinder, teilte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres sprach von einer &#8222;schrecklichen Eskalation des Konflikts&#8220; in dem B\u00fcrgerkriegsland. &#8222;Das Ausma\u00df des Leidens, das wir im Sudan erleben, ist unertr\u00e4glich&#8220;, sagte er und verlangte Verhandlungen \u00fcber ein Ende der Gewalt. Die sudanesischen Streitkr\u00e4fte und die RSF-Miliz m\u00fcssten unverz\u00fcglich mit seinem pers\u00f6nlichen Gesandten f\u00fcr den Sudan, Ramtane Lamamra, in Kontakt treten und rasche Schritte in Richtung einer Verhandlungsl\u00f6sung unternehmen, forderte der Sprecher von Guterres, St\u00e9phane Dujarric.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch zunehmend intensivere Bombenangriffe und Bodenk\u00e4mpfe seien Hunderttausende Zivilisten in der Stadt gefangen, erkl\u00e4rte der Leiter des UN-B\u00fcros f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe, Tom Fletcher. Sie h\u00e4tten keine Nahrungsmittel, Gesundheitsversorgung oder Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die Bundesregierung \u00e4u\u00dferte sich nach Berichten \u00fcber ein weiteres Vordringen der RSF-Miliz besorgt. Die Versorgung der Menschen werde noch schwieriger werden, &#8222;weil in dieser Lage auch keine Versorgung aus der Luft mehr m\u00f6glich ist&#8220;, sagte ein Sprecher des Ausw\u00e4rtigen Amtes. Die Lkw des Weltern\u00e4hrungsprogramms st\u00fcnden bereit, um die Menschen zu versorgen, &#8222;aber sie brauchen Zugang&#8220;.<\/p>\n<p>    Letzte Bastion der Regierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Miliz, die seit April 2023 gegen das Milit\u00e4r des Landes k\u00e4mpft, hatte Al-Faschir, die Hauptstadt der Region Nord-Darfur, seit langem belagert und immer wieder beschossen. Al-Faschir war bislang die letzte gr\u00f6\u00dfere Stadt in der Region Darfur, die sich nicht unter der Kontrolle der RSF-Miliz befand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die RSF war aus der arabischen Dschandschawid-Miliz entstanden, die schon w\u00e4hrend des Konflikts in Darfur in den 2000er-Jahren Gr\u00e4ueltaten gegen die Bev\u00f6lkerung ver\u00fcbte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Krieg hat in dem nordostafrikanischen Land eine der weltweit schlimmsten Hunger- und Vertreibungskrisen ausgel\u00f6st. Zehntausende Menschen wurden seither get\u00f6tet, etwa zw\u00f6lf Millionen Zivilistinnen und Zivilisten sind laut den Vereinten Nationen auf der Flucht, zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung brauchen Nothilfe zum \u00dcberleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.10.2025 \u2022 02:06 Uhr Nach der Einnahme der sudanesischen Stadt Al-Faschir durch die RSF-Miliz w\u00e4chst die Sorge&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16991,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[235],"tags":[6270,454,267],"class_list":{"0":"post-16990","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sudan","8":"tag-al-faschir","9":"tag-rsf","10":"tag-sudan"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16990"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16990\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16991"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}