{"id":17266,"date":"2026-05-15T12:14:07","date_gmt":"2026-05-15T12:14:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17266\/"},"modified":"2026-05-15T12:14:07","modified_gmt":"2026-05-15T12:14:07","slug":"mosambik-bischoefe-verurteilen-juengste-attacken-auf-christen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17266\/","title":{"rendered":"Mosambik: Bisch\u00f6fe verurteilen j\u00fcngste Attacken auf Christen"},"content":{"rendered":"<p>Die katholischen Bisch\u00f6fe Mosambiks haben neuerliche schwere Angriffe auf Christen in Cabo Delgado scharf verurteilt. In einer am Mittwoch in Maputo ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung sprechen sie von \u201eProfanierungen, Zerst\u00f6rungen und Anschl\u00e4gen gegen christliche Kirchen und religi\u00f6se Symbole\u201c. Die Attacken islamistischer Terroristen richteten sich auch gegen Zivilisten, Soldaten, Missionare und Bergleute. <\/p>\n<p>Bischof Os\u00f3rio Citora Afonso von Quelimane sagte dem vatikanischen Fidesdienst vor einigen Tagen, die Lage scheine au\u00dfer Kontrolle geraten zu sein. In ihrer Mitteilung verurteilte die Bischofskonferenz jede Form von gewaltsamem Extremismus sowie die Manipulation junger Menschen \u201eim Namen religi\u00f6ser, wirtschaftlicher oder machtpolitischer Interessen\u201c. Kein religi\u00f6ses Motiv und kein Rohstoffreichtum rechtfertigten Vertreibung, Tod und die Zerst\u00f6rung heiliger Orte.<\/p>\n<p>Besonders wenden sich die Bisch\u00f6fe gegen den Missbrauch von Religion zur Rechtfertigung von Gewalt. Eine solche Instrumentalisierung \u201ewiderspricht den Werten des christlichen und islamischen Glaubens sowie der traditionellen afrikanischen Religionen\u201c, erkl\u00e4rten die Bisch\u00f6fe. Wer eine Kirche oder einen anderen Gebetsort zerst\u00f6re, \u201edient nicht Gott\u201c, sondern verletze die Menschlichkeit schwer. Die Religionsgemeinschaften des Landes h\u00e4tten \u00fcber Jahrzehnte gelernt, zusammenzuleben und denselben nationalen Weg zu teilen.<\/p>\n<p>Den Christen der Di\u00f6zese Pemba sprechen die Bisch\u00f6fe Mut zu. Ihre Standhaftigkeit im Glauben sei \u201eein leuchtendes Zeichen\u201c f\u00fcr die Kirche des Landes. Gleichzeitig erinnern sie die Regierung an ihre Pflicht, Sicherheit und Menschenw\u00fcrde zu garantieren. Die Lage in Cabo Delgado bedrohe inzwischen auch andere Regionen des Landes.<\/p>\n<p>Konflikt seit neun Jahren <\/p>\n<p>Der Konflikt in der nordmosambikanischen Provinz Cabo Delgado begann 2017 und z\u00e4hlt zu den schwersten Krisen im s\u00fcdlichen Afrika. Bewaffnete islamistische Gruppen greifen dort D\u00f6rfer, St\u00e4dte, Sicherheitskr\u00e4fte und immer wieder auch Kirchen an. Tausende Menschen wurden get\u00f6tet, Hunderttausende vertrieben. An der Seite der mosambikanischen Streitkr\u00e4fte k\u00e4mpfen seit 2021 auch Soldaten aus Ruanda gegen die Islamisten.<\/p>\n<p>Die Hintergr\u00fcnde des Konflikts sind komplex: In Cabo Delgado wurden gro\u00dfe Erdgasvorkommen entdeckt. Internationale Konzerne investierten Milliarden, Einheimische profitierten davon aber kaum. Die Region gilt seit langem als arm, politisch vernachl\u00e4ssigt und von Korruption gepr\u00e4gt. Islamistische Gruppen nutzten diese Unzufriedenheit, warben junge M\u00e4nner an und radikalisierten sie.<\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung der Bischofskonferenz nach der neuerlichen Eskalation ruft zu einem sofortigen Ende religi\u00f6ser Intoleranz, zu nationaler Vers\u00f6hnung und zu Gebet f\u00fcr den Frieden auf. Unterzeichnet ist das Dokument vom Vorsitzenden der mosambikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof In\u00e1cio Saure.<\/p>\n<p>(pm \u2013 gs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die katholischen Bisch\u00f6fe Mosambiks haben neuerliche schwere Angriffe auf Christen in Cabo Delgado scharf verurteilt. 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