{"id":17313,"date":"2026-05-15T14:20:10","date_gmt":"2026-05-15T14:20:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17313\/"},"modified":"2026-05-15T14:20:10","modified_gmt":"2026-05-15T14:20:10","slug":"neuer-ebola-ausbruch-im-kongo-was-bekannt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17313\/","title":{"rendered":"Neuer Ebola-Ausbruch im Kongo: Was bekannt ist"},"content":{"rendered":"<p>Die f\u00fchrenden Gesundheitsbeh\u00f6rden Afrikas haben einen neuen Ebola-Ausbruch in der DR Kongo best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Der neue Ausbruch hat bisher 65 Menschenleben gefordert und 246 Verdachtsf\u00e4lle ausgel\u00f6st, wie die Afrikanischen Zentren f\u00fcr Krankheitskontrolle und -pr\u00e4vention (Africa CDC) am Freitag mitteilten.<\/p>\n<p>Das ist bisher \u00fcber die Gesundheitskrise bekannt:<\/p>\n<p>Wo hat der Ausbruch begonnen?<\/p>\n<p>Die meisten Verdachtsf\u00e4lle meldeten die Gesundheitszonen Mongwalu und Rwampara in Ituri. Auch in Bunia, der Hauptstadt der Provinz, wurden mutma\u00dfliche F\u00e4lle registriert.<\/p>\n<p>Ituri liegt im abgelegenen Osten der DR Kongo. Die Stra\u00dfen sind schlecht ausgebaut, und die Provinz ist mehr als 1.000 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt.<\/p>\n<p>Bislang sind erst vier Todesf\u00e4lle im Labor best\u00e4tigt. Die Beh\u00f6rden haben den Ausbruch nach zahlreichen Verdachtsf\u00e4llen offiziell ausgerufen.<\/p>\n<p>Beh\u00f6rden f\u00fcrchten weitere Ausbreitung<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Sorge ist nach Angaben von Africa CDC die N\u00e4he der betroffenen Gebiete zu Uganda und S\u00fcdsudan. Bunia, die wichtigste Stadt Ituris, liegt unweit der Grenze zu Uganda.<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde warnt zudem vor weiterer Ausbreitung durch starke Bev\u00f6lkerungsbewegungen, etwa im Zusammenhang mit Bergbau, und durch die Sicherheitskrise in den betroffenen Regionen. Bewaffnete Gruppen haben in Teilen Ituris im vergangenen Jahr Dutzende Menschen get\u00f6tet und Tausende in die Flucht getrieben.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gebe es L\u00fccken bei der Erfassung von Kontaktpersonen, so Africa CDC. Die lokalen Beh\u00f6rden suchen mit Hochdruck nach Menschen, die dem Virus ausgesetzt gewesen sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Was ist Ebola?<\/p>\n<p>Das Virus wurde 1976 nahe dem Ebola-Fluss in dem Gebiet entdeckt, das heute zur DR Kongo geh\u00f6rt. Die ersten Ausbr\u00fcche trafen abgelegene D\u00f6rfer in Zentralafrika in der N\u00e4he tropischer Regenw\u00e4lder. Ebola ist eine schwere, oft t\u00f6dliche Erkrankung bei Menschen und anderen Primaten.<\/p>\n<p>Das Virus geht aus dem Tierreich auf den Menschen \u00fcber, etwa durch Flughunde, Stachelschweine oder Primaten. Es verbreitet sich durch direkten Kontakt mit Blut, Sekreten, Organen oder anderen K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten infizierter Personen sowie mit Fl\u00e4chen und Materialien, die damit verunreinigt sind.<\/p>\n<p>Zu den Symptomen geh\u00f6ren Fieber, Ersch\u00f6pfung, Kopfschmerzen, Muskel- und Halsschmerzen, Erbrechen und Durchfall. In schweren F\u00e4llen kommt es zu Blutungen, Versagen mehrerer Organe und zum Tod.<\/p>\n<p>Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate bei Ebola liegt bei rund 50 Prozent. In fr\u00fcheren Ausbr\u00fcchen schwankte sie nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zwischen 25 und 90 Prozent.<\/p>\n<p>Gibt es einen Impfstoff gegen Ebola?<\/p>\n<p>\u201eEbola ist zwar weiterhin eine sehr schwere Krankheit, doch Vorbeugung, Reaktion und Behandlung haben sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert\u201c, sagt Daniela Manno, klinische Assistenzprofessorin an der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine.<\/p>\n<p>\u201eInzwischen stehen f\u00fcr einige der Ebola-Viren Impfstoffe zur Verf\u00fcgung. Sie k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen sch\u00fctzen und die Weitergabe des Virus eind\u00e4mmen, wenn sie rasch rund um best\u00e4tigte F\u00e4lle und deren Kontaktpersonen eingesetzt werden \u2013 eine Strategie, die als Ringimpfung bekannt ist.\u201c<\/p>\n<p>Im Kongo ist der Zugang zu diesen Impfstoffen jedoch wegen struktureller Probleme und fehlender Finanzierung oft schwierig.<\/p>\n<p>Beim Ausbruch im vergangenen Jahr, der drei Monate dauerte, hatte die WHO zun\u00e4chst gro\u00dfe Schwierigkeiten, Impfstoffe in die betroffenen Gebiete zu bringen. Die erste Lieferung traf erst eine Woche nach Best\u00e4tigung des Ausbruchs ein.<\/p>\n<p>Der Kongo ist nach Fl\u00e4che das zweitgr\u00f6\u00dfte Land Afrikas. Schlechte Stra\u00dfen und gro\u00dfe Entfernungen zwischen den Bev\u00f6lkerungszentren erschweren dort immer wieder die Reaktion auf Krankheitsausbr\u00fcche.<\/p>\n<p>Beim letzten Ausbruch sorgten sich Gesundheitsbeh\u00f6rden zudem \u00fcber die Folgen j\u00fcngster K\u00fcrzungen der US-Finanzhilfen.<\/p>\n<p>Die USA hatten fr\u00fchere Ebola-Ausbr\u00fcche im Kongo unterst\u00fctzt, unter anderem 2021, als die US-Entwicklungsagentur USAID bis zu 11,5 Millionen Dollar (9,8 Millionen Euro) f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in ganz Afrika bereitstellte.<\/p>\n<p>Kongo erlebt siebzehnten Ebola-Ausbruch<\/p>\n<p>Damit erlebt der Kongo seit dem ersten Auftreten der Krankheit im Jahr 1976 bereits den siebzehnten Ausbruch.<\/p>\n<p>Er folgt rund f\u00fcnf Monate, nachdem der letzte Ebola-Ausbruch im Land im Dezember f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt wurde; damals starben 43 Menschen. Zuvor hatte ein Ausbruch 2022 in der nord\u00f6stlichen Provinz \u00c9quateur sechs Menschen das Leben gekostet.<\/p>\n<p>Zwischen 2018 und 2020 forderte ein Ebola-Ausbruch im Osten des Kongo mehr als 1.000 Todesopfer. Mehr Menschen starben nur beim gro\u00dfen Ausbruch 2014 bis 2016 in den westafrikanischen Staaten Guinea, Sierra Leone und Liberia, damals waren es \u00fcber 11.000 Tote.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich ein Ausbruch eind\u00e4mmen?<\/p>\n<p>\u201eNicht-pharmazeutische Ma\u00dfnahmen sind die Eckpfeiler der Reaktion auf Ebola-Ausbr\u00fcche\u201c, sagt Anne Cori von der School of Public Health am Imperial College London.<\/p>\n<p>\u201eDazu geh\u00f6ren die aktive Suche nach Erkrankten und ihre Isolierung, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und sichere Bestattungen\u201c, erkl\u00e4rt sie. \u201eEbola verl\u00e4uft sehr h\u00e4ufig t\u00f6dlich \u2013 etwa die H\u00e4lfte der Infizierten stirbt \u2013 und ist insbesondere rund um den Todeszeitpunkt stark ansteckend.\u201c<\/p>\n<p>Die WHO sieht die Einbindung der Gemeinden als Schl\u00fcssel f\u00fcr eine erfolgreiche Eind\u00e4mmung jedes Ausbruchs.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kontrolle eines Ausbruchs braucht es ein B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen: klinische Versorgung, \u00dcberwachung und Kontaktverfolgung, Laboruntersuchungen, Infektionsschutz in Gesundheitseinrichtungen, sichere und w\u00fcrdige Bestattungen, wenn m\u00f6glich Impfungen sowie die Mobilisierung der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die f\u00fchrenden Gesundheitsbeh\u00f6rden Afrikas haben einen neuen Ebola-Ausbruch in der DR Kongo best\u00e4tigt. WERBUNG WERBUNG Der neue Ausbruch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17314,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,193,191,462,461,7939,335,189,3461],"class_list":{"0":"post-17313","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-demokratische-republik-kongo","8":"tag-dem-rep-kongo","9":"tag-democratic-republic-of-the-congo","10":"tag-demokratische-republik","11":"tag-demokratische-republik-kongo","12":"tag-dr-congo","13":"tag-dr-kongo","14":"tag-drc","15":"tag-drk","16":"tag-ebolavirus","17":"tag-gesundheit","18":"tag-kongo","19":"tag-who"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116579036228204763","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17313"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17313\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}