{"id":17401,"date":"2026-05-15T17:10:19","date_gmt":"2026-05-15T17:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17401\/"},"modified":"2026-05-15T17:10:19","modified_gmt":"2026-05-15T17:10:19","slug":"ebola-ausbruch-in-der-dr-kongo-fordert-65-todesopfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17401\/","title":{"rendered":"Ebola-Ausbruch in der DR Kongo fordert 65 Todesopfer"},"content":{"rendered":"<p>In der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist am Freitag, den 15. Mai 2026, ein neuer Ausbruch des <a href=\"https:\/\/www.asatunews.co.id\/de\/tag\/ebola-virus\" title=\"Ebola-Virus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola-Virus<\/a> offiziell best\u00e4tigt worden. Laut der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC wurden bisher 65 Todesf\u00e4lle und 246 Verdachtsf\u00e4lle in der abgelegenen Grenzregion gemeldet.<\/p>\n<p>Bislang konnten 13 Infektionen durch ein Labor in der Hauptstadt Kinshasa verifiziert werden, darunter vier der gemeldeten Todesopfer. Die betroffenen Gebiete umfassen die Gesundheitszonen Mongwalu und Rwampara sowie die Provinzhauptstadt Bunia, die in einer Region mit intensivem Bergbau und hohem Personenverkehr liegt.<\/p>\n<p>Der Tropenmediziner Maximilian Gertler von der Berliner Charit\u00e9 \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der tagesschau besorgt \u00fcber die hohe Anzahl der Verdachtsf\u00e4lle zu Beginn der Meldungen.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/cMtYOZNeAv.jpeg\" alt=\"Margrethe II. wegen Herzbeschwerden in Kopenhagener Klinik eingeliefert\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>&#8222;Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal&#8220;, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charit\u00e9, der bereits selbst mehrfach bei Ebola-Ausbr\u00fcchen im Einsatz war.<\/p>\n<p>                            &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                        Anzeige                    <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                    &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                        Weiterlesen                    <\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Gertler vermutet laut tagesschau.de, dass die Epidemie bereits seit Monaten unentdeckt in einer sehr abgelegenen Gegend vorangeschritten sein k\u00f6nnte. Er wies auf die geografischen Schwierigkeiten hin, die eine schnelle Entdeckung oft verhindern.<\/p>\n<p>&#8222;Vermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend&#8220;, erkl\u00e4rte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charit\u00e9.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eZMJwbJzYA.jpeg\" alt=\"Margrethe II. von D\u00e4nemark nach Herzinfarkt in Klinik eingeliefert\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufige Laboranalysen deuten darauf hin, dass es sich nicht um den bekannten Zaire-Ebolavirus-Stamm handelt, gegen den bereits Impfstoffe existieren. Die Africa CDC erwartet innerhalb der n\u00e4chsten 24 Stunden detaillierte Ergebnisse der Gen-Sequenzierung zur genauen Charakterisierung des Erregers.<\/p>\n<p>Daniela Manno von der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine betonte gegen\u00fcber Euronews die Fortschritte in der medizinischen Reaktion auf solche Ausbr\u00fcche.<\/p>\n<p>&#8222;Ebola ist zwar weiterhin eine sehr schwere Krankheit, doch Vorbeugung, Reaktion und Behandlung haben sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert&#8220;, sagt Daniela Manno, klinische Assistenzprofessorin an der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/FKfdF2Tj7s.jpeg\" alt=\"K\u00f6nigin Margrethe II. nach Herzbeschwerden in Kopenhagen im Krankenhaus\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>Manno erl\u00e4uterte zudem die Bedeutung der sogenannten Ringimpfung, bei der Kontaktpersonen um best\u00e4tigte F\u00e4lle herum gesch\u00fctzt werden, um die Infektionsketten zu unterbrechen.<\/p>\n<p>&#8222;Inzwischen stehen f\u00fcr einige der Ebola-Viren Impfstoffe zur Verf\u00fcgung. Sie k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen sch\u00fctzen und die Weitergabe des Virus eind\u00e4mmen, wenn sie rasch rund um best\u00e4tigte F\u00e4lle und deren Kontaktpersonen eingesetzt werden \u2013 eine Strategie, die als Ringimpfung bekannt ist&#8220;, sagt Daniela Manno, klinische Assistenzprofessorin an der London School of Hygiene &amp; Tropical Medicine.<\/p>\n<p>Trotz der medizinischen Fortschritte bleibt die Eind\u00e4mmung in der Region schwierig. Anne Cori vom Imperial College London hob die Relevanz klassischer Ma\u00dfnahmen hervor.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/v9xffMrn1C.jpeg\" alt=\"Regen mildert Pollenflug in Berlin und Brandenburg sp\u00fcrbar\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>&#8222;Nicht-pharmazeutische Ma\u00dfnahmen sind die Eckpfeiler der Reaktion auf Ebola-Ausbr\u00fcche&#8220;, sagt Anne Cori von der School of Public Health am Imperial College London.<\/p>\n<p>Cori betonte, dass neben der Isolierung von Patienten vor allem der Umgang mit Verstorbenen entscheidend ist, da das Virus auch nach dem Tod hochgradig ansteckend bleibt.<\/p>\n<p>&#8222;Dazu geh\u00f6ren die aktive Suche nach Erkrankten und ihre Isolierung, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und sichere Bestattungen&#8220;, erkl\u00e4rt Anne Cori von der School of Public Health am Imperial College London.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8mOQcW10X7.jpeg\" alt=\"Bornavirus-Infektion fordert weiteres Todesopfer in Bayern\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wies die Expertin auf die hohe Sterblichkeitsrate und die Gefahr w\u00e4hrend der Bestattungsriten hin.<\/p>\n<p>&#8222;Ebola verl\u00e4uft sehr h\u00e4ufig t\u00f6dlich \u2013 etwa die H\u00e4lfte der Infizierten stirbt \u2013 und ist insbesondere rund um den Todeszeitpunkt stark ansteckend&#8220;, erkl\u00e4rt Anne Cori von der School of Public Health am Imperial College London.<\/p>\n<p>Aufgrund der N\u00e4he zu Uganda und dem S\u00fcdsudan hat die Africa CDC eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Ziel der Koordination mit den Nachbarl\u00e4ndern und internationalen Organisationen ist die Verst\u00e4rkung der Grenzkontrollen und die Mobilisierung von Ressourcen in der schwer zug\u00e4nglichen Provinz Ituri.<\/p>\n<p>            &#13;<\/p>\n<p>                            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/PtxzuMmFpj.jpeg\" alt=\"Biowetter in Meerbusch und Kerpen bleibt am Mittwoch stabil\" width=\"75\" height=\"75\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>                &#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist am Freitag, den 15. 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