{"id":17427,"date":"2026-05-15T18:22:10","date_gmt":"2026-05-15T18:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17427\/"},"modified":"2026-05-15T18:22:10","modified_gmt":"2026-05-15T18:22:10","slug":"lebensbedrohliches-virus-gesundheitsbehoerde-ebola-ausbruch-im-kongo-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17427\/","title":{"rendered":"Lebensbedrohliches Virus &#8211; Gesundheitsbeh\u00f6rde: Ebola-Ausbruch im Kongo &#8211; Gesundheit"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kinshasa (dpa) &#8211; \u00a0\u00a0\u00a0In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut das gef\u00e4hrliche\u00a0Ebola-Fieber ausgebrochen. Die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde\u00a0Africa\u00a0CDC meldete vier Tote in der Provinz Ituri, die im Nordosten des Landes an Uganda und den S\u00fcdsudan grenzt. Bislang seien demnach 13 Ebola-F\u00e4lle von einem Labor in der Hauptstadt Kinshasa best\u00e4tigt worden. Insgesamt gebe es aktuell 246 Verdachtsf\u00e4lle sowie 65 gemeldete Todesf\u00e4lle, wie die Africa CDC mitteilte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erste Laborergebnisse deuteten darauf hin, dass es sich nicht um den am h\u00e4ufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus handele, sondern um eine andere Art des Virus. Ergebnisse einer Sequenzierung, um den Stamm weiter zu charakterisieren, werden laut Africa CDC innerhalb der n\u00e4chsten 24 Stunden erwartet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal\u201c, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charit\u00e9, der bereits selbst mehrfach bei Ebola-Ausbr\u00fcchen im Einsatz war.\u00a0Angesichts von fast 250 Verdachtsf\u00e4llen m\u00fcsste der Ausbruch seit Monaten unentdeckt vorangeschritten sein, falls sich die Zahlen best\u00e4tigen. \u201eVermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.\u201c<\/p>\n<p>WHO bereits vor Ort<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe bereits am 5. Mai erste Hinweise auf m\u00f6gliche F\u00e4lle erhalten und Experten in das betroffene Gebiet geschickt, berichtete WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Erste Testresultate seien negativ gewesen, nun seien die F\u00e4lle best\u00e4tigt worden. F\u00fcr Sofortma\u00dfnahmen stellt die WHO 500.000 US-Dollar (431.000 Euro) zur Verf\u00fcgung. Die Nachverfolgung der Infektionswege sowie Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen und Laborkapazit\u00e4ten m\u00fcssten verst\u00e4rkt werden, sagte Tedros.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Da sich der Ausbruch der t\u00f6dlichen Fieberkrankheit in einer st\u00e4dtischen Grenzregion mit intensiven Bev\u00f6lkerungsbewegungen befinde, \u00e4u\u00dferte sich die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC besorgt \u00fcber das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. \u201eDas erh\u00f6ht nat\u00fcrlich die \u00dcbertragungsrate\u201c, sagte auch WHO-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a>-Direktor Mohamed Yakub Janabi in Genf mit Blick auf diese Faktoren. Au\u00dferdem stelle es eine Herausforderung dar, die betroffene Region zu erreichen, die 1.700 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt liege, meinte Janabi.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit Gesundheitsbeh\u00f6rden aus dem Kongo, Uganda und dem S\u00fcdsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen ist einberufen worden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Uganda mache sich auf etwaige F\u00e4lle gefasst, sagte die Gesundheitsministerin des an die Provinz angrenzenden Nachbarlandes, Jane Ruth Aceng, Medienberichten zufolge. Das nach fr\u00fcheren Epidemien eingef\u00fchrte \u00dcberwachungssystem sei aktiviert und die Bev\u00f6lkerung aufgefordert worden, verd\u00e4chtige F\u00e4lle zu melden.<\/p>\n<p>Hohe Sterblichkeitsrate<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ebola\u00a0ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In dem zentralafrikanischen Land wurden zuletzt im September 2025\u00a0Ebola-F\u00e4lle bekannt. Der damalige Ausbruch, bei dem 45 Menschen starben, ereignete sich in der Provinz Kasa\u00ef\u00a0im S\u00fcdwesten des Landes und wurde drei Monate sp\u00e4ter f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. Es handelte sich um den insgesamt 16.\u00a0Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik\u00a0Kongo\u00a0seit 1976.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260515-930-82982\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinshasa (dpa) &#8211; \u00a0\u00a0\u00a0In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut das gef\u00e4hrliche\u00a0Ebola-Fieber ausgebrochen. 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