{"id":17438,"date":"2026-05-15T19:02:15","date_gmt":"2026-05-15T19:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17438\/"},"modified":"2026-05-15T19:02:15","modified_gmt":"2026-05-15T19:02:15","slug":"gesundheitsbehoerde-ebola-ausbruch-im-kongo-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17438\/","title":{"rendered":"Gesundheitsbeh\u00f6rde: Ebola-Ausbruch im Kongo"},"content":{"rendered":"<p class=\"desc-read\">\n           Ebola-Fieber fordert erneut Leben in Zentralafrika, diesmal an der Grenze zu Uganda und dem S\u00fcdsudan. Beh\u00f6rden und auch die Weltgesundheitsorganisation haben Sorge vor rascher Ausbreitung.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut das gef\u00e4hrliche\u00a0Ebola-Fieber ausgebrochen. Die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde\u00a0Africa\u00a0CDC meldete vier Tote in der Provinz Ituri, die im Nordosten des Landes an Uganda und den S\u00fcdsudan grenzt. Bislang seien demnach 13 Ebola-F\u00e4lle von einem Labor in der Hauptstadt Kinshasa best\u00e4tigt worden. Insgesamt gebe es aktuell 246 Verdachtsf\u00e4lle sowie 65 gemeldete Todesf\u00e4lle, wie die Africa CDC mitteilte. \u00a0<\/p>\n<p>Erste Laborergebnisse deuteten darauf hin, dass es sich nicht um den am h\u00e4ufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus handele, sondern um eine andere Art des Virus. Ergebnisse einer Sequenzierung, um den Stamm weiter zu charakterisieren, werden laut Africa CDC innerhalb der n\u00e4chsten 24 Stunden erwartet.<\/p>\n<p>Nachbarland Uganda meldete einen ersten nachgewiesenen Ebola-Fall bei einem kongolesischen B\u00fcrger, der in einem Krankenhaus in Kampala gestorben ist.<\/p>\n<p>\u00abWenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal\u00bb, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charit\u00e9, der bereits selbst mehrfach bei Ebola-Ausbr\u00fcchen im Einsatz war.\u00a0Angesichts von fast 250 Verdachtsf\u00e4llen m\u00fcsste der Ausbruch seit Monaten unentdeckt vorangeschritten sein, falls sich die Zahlen best\u00e4tigen. \u00abVermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.\u00bb<\/p>\n<p>WHO bereits vor Ort<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe bereits am 5. Mai erste Hinweise auf m\u00f6gliche F\u00e4lle erhalten und Experten in das betroffene Gebiet geschickt, berichtete WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Erste Testresultate seien negativ gewesen, nun seien die F\u00e4lle best\u00e4tigt worden. F\u00fcr Sofortma\u00dfnahmen stellt die WHO 500.000 US-Dollar (431.000 Euro) zur Verf\u00fcgung. Die Nachverfolgung der Infektionswege sowie Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen und Laborkapazit\u00e4ten m\u00fcssten verst\u00e4rkt werden, sagte Tedros.<\/p>\n<p>Da sich der Ausbruch der t\u00f6dlichen Fieberkrankheit in einer st\u00e4dtischen Grenzregion mit intensiven Bev\u00f6lkerungsbewegungen befinde, \u00e4u\u00dferte sich die Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC besorgt \u00fcber das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. \u00abDas erh\u00f6ht nat\u00fcrlich die \u00dcbertragungsrate\u00bb, sagte auch WHO-Afrika-Direktor Mohamed Yakub Janabi in Genf mit Blick auf diese Faktoren. Au\u00dferdem stelle es eine Herausforderung dar, die betroffene Region zu erreichen, die 1.700 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt liege, meinte Janabi.<\/p>\n<p>Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit Gesundheitsbeh\u00f6rden aus dem Kongo, Uganda und dem S\u00fcdsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen ist einberufen worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Uganda gab es dort bereits einen ersten Fall. Demnach handelte es sich um einen 59 Jahre alten Mann aus der Demokratischen Republik Kongo, der in einem Krankenhaus in Kampala behandelt wurde und dort am 14. Mai starb. Bei ihm sei die seltene Ebola-Bundibugyo-Variante nachgewiesen worden. Lokale Infektionen seien bislang nicht best\u00e4tigt. Die Beh\u00f6rden verst\u00e4rkten nach eigenen Angaben Grenzkontrollen, isolierten Kontaktpersonen und aktivierten Notfallteams in gef\u00e4hrdeten Regionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ebola-Fieber fordert erneut Leben in Zentralafrika, diesmal an der Grenze zu Uganda und dem S\u00fcdsudan. 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