{"id":17579,"date":"2026-05-16T05:54:27","date_gmt":"2026-05-16T05:54:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17579\/"},"modified":"2026-05-16T05:54:27","modified_gmt":"2026-05-16T05:54:27","slug":"deutschland-unterstuetzt-cote-divoire-gegen-drohende-destabilisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17579\/","title":{"rendered":"Deutschland unterst\u00fctzt C\u00f4te d\u2019Ivoire gegen drohende Destabilisierung"},"content":{"rendered":"<p>Die F\u00f6rderung ist Teil der Gesamtzusage von 165 Millionen Euro f\u00fcr C\u00f4te d\u2019Ivoire, die das BMZ bei den heute in der ivorischen Hauptstadt Abidjan zu Ende gegangenen Regierungsverhandlungen f\u00fcr dieses Jahr gemacht hat.<\/p>\n<p>Bundesministerin Schulze: \u201eWir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass die vielfach prosperierenden K\u00fcstenstaaten Westafrikas durch den von Norden eindringenden Terrorismus geschw\u00e4cht werden. Das w\u00e4re nicht nur sch\u00e4dlich f\u00fcr die L\u00e4nder selbst, sondern f\u00fcr ganz Afrika. Noch mehr Menschen w\u00e4ren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Die Elfenbeink\u00fcste als ein stabiles und wirtschaftlich vergleichsweise starkes Land w\u00e4re besonders betroffen. Mit unserer Sahel-Plus-Initiative wollen wir nicht nur der Sahelregion selbst, sondern auch den angrenzenden K\u00fcstenstaaten in ihrem Kampf gegen die Ausweitung der Krise in der Region zur Seite stehen.\u201c<\/p>\n<p>Die Vielzahl an Krisen in der Sahelregion \u2013 Klimawandel, Armut und Ern\u00e4hrungsunsicherheit, fehlende Arbeitspl\u00e4tze und die Entwicklung staatsfreier R\u00e4ume, die oft von terroristischen Gruppen genutzt werden \u2013 bedrohen auch die s\u00fcdlichen Anrainerstaaten immer st\u00e4rker. Es kommt zu einem zunehmenden \u00dcbergreifen von gewaltt\u00e4tigem Extremismus und Instabilit\u00e4t sowie steigenden Fl\u00fcchtlingszahlen aus dem Sahel. Bei den Regierungsverhandlungen wurden insgesamt 15 Millionen Euro f\u00fcr Projekte zur Verf\u00fcgung gestellt, die direkt dazu beitragen, die Lebensqualit\u00e4t im Norden der C\u00f4te d\u2019Ivoire zu verbessern \u2013 etwa durch sicheren Zugang zu Wasser, durch Abwasserentsorgung, Gesundheitsvorsorge, verbesserte Ern\u00e4hrung und Bildung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem werden neue Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr junge Menschen in der Region geschaffen, zum Beispiel \u00fcber Unternehmensgr\u00fcndungen, Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen und beruflicher Qualifizierung. Zudem werden in Zusammenarbeit mit den lokalen Beh\u00f6rden und den Organisationen der Zivilgesellschaft die friedliche Konfliktbew\u00e4ltigung und die Verbundenheit zwischen Staat und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sowie zwischen den sozialen Gruppen in der Bev\u00f6lkerung gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Bildinformationen einblenden<br \/>\nBildinformationen ausblenden<\/p>\n<p class=\"e-picture-info__caption\">\nAufschlagen reifer Kakaofr\u00fcchte bei der Kooperative PRO-PLANTEURS, einer Initiative f\u00fcr nachhaltige Kakaoproduktion in Adzop\u00e9, C\u00f4te d\u2019Ivoire <\/p>\n<p class=\"e-picture-info__copyright-text\">Urheberrecht\u00a9\u00a0Ute Grabowsky\/photothek.net<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"e-picture__img\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cote-divoire-kakaofuechte-detail-data.jpg\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Neue Perspektiven f\u00fcr junge Menschen sind auch ein zentrales Ziel der Entwicklungszusammenarbeit in anderen Teilen von C\u00f4te d\u2019Ivoire. Viele Menschen sind bereits in den S\u00fcden des Landes migriert und suchen dort ein Einkommen. Auch wenn die ivorische Wirtschaft w\u00e4chst und vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist, bleibt die Stabilisierung des ivorischen Arbeitsmarktes unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Darum hat Deutschland im Rahmen der Regierungsverhandlungen rund 45 Millionen Euro f\u00fcr den Ausbau praxisnaher beruflicher Bildung und die F\u00f6rderung von Investitionen und kleinen und mittleren Unternehmen zur Verf\u00fcgung gestellt. Wirtschaftliche Teilhabe von Frauen durch neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt spielt dabei eine besondere Rolle, denn Frauen bilden vielerorts das R\u00fcckgrat des wirtschaftlichen Lebens und des sozialen Zusammenhalts in den D\u00f6rfern und Familien.<\/p>\n<p>Die ivorische Regierung verfolgt eine grunds\u00e4tzlich reformorientierte Politik, die C\u00f4te d\u2019Ivoire zu einem Wirtschaftsmotor in der Region Westafrika gemacht hat. Ausbildung f\u00fcr junge Menschen und F\u00f6rderung des Privatsektors \u2013 besonders von kleinen und mittleren Unternehmen \u2013 sind zentrale Pfeiler des nationalen Entwicklungsplans. 2023 wurde \u00fcberdies zum \u201eJahr der Jugend\u201c erkl\u00e4rt und ein Regierungsprogramm zur Jugendf\u00f6rderung aufgelegt.<\/p>\n<p>Auch der Schutz von Klima und Artenvielfalt war Thema der Regierungsverhandlungen: Der Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz wird mit 75 Millionen Euro gef\u00f6rdert. Zudem werden gut 30 Millionen Euro bereitgestellt, um die ivorischen Nationalparks mit ihrer gro\u00dfen Biodiversit\u00e4t zu erhalten und Waldlandschaften wiederherzustellen. In einem noch immer waldreichen Land wie der Elfenbeink\u00fcste tr\u00e4gt auch das dazu bei, die Lebensgrundlagen auch f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen zu sichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die F\u00f6rderung ist Teil der Gesamtzusage von 165 Millionen Euro f\u00fcr C\u00f4te d\u2019Ivoire, die das BMZ bei den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17580,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[125,124,126],"class_list":{"0":"post-17579","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-elfenbeinkueste","8":"tag-cote-divoire","9":"tag-elfenbeinkueste","10":"tag-ivory-coast"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116582708793670423","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17579"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17579\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17580"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}