{"id":17738,"date":"2026-05-16T15:25:26","date_gmt":"2026-05-16T15:25:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17738\/"},"modified":"2026-05-16T15:25:26","modified_gmt":"2026-05-16T15:25:26","slug":"nach-militaerputsch-in-gabun-die-armee-hat-unser-land-befreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17738\/","title":{"rendered":"Nach Milit\u00e4rputsch in Gabun: &#8222;Die Armee hat unser Land befreit&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/gabun-108.jpg\" alt=\"Menschen jubeln nach dem Putsch in Gabun in den Stra\u00dfen von Libreville\" title=\"Menschen jubeln nach dem Putsch in Gabun in den Stra\u00dfen von Libreville | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.08.2023 \u2022 04:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Wieder hat das Milit\u00e4r in einem afrikanischen Staat die Macht \u00fcbernommen. Doch in Gabun feiert die Bev\u00f6lkerung den Staatsstreich als Befreiung von einem Autokraten, dem seit vielen Jahren die Unterst\u00fctzung fehlt.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/antje-diekhans-109.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Antje Diekhans\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/antje-diekhans-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den Stra\u00dfen der Hauptstadt Libreville feiern Hunderte Menschen. Sie singen und schwenken die Nationalflagge. &#8222;Lang lebe Gabun&#8220;, rufen einige von ihnen. Die Herrschaft der Familie Bongo sei vorbei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Am Mittwoch hatte eine Gruppe von Milit\u00e4rs und anderen Sicherheitskr\u00e4ften verk\u00fcndet, dass sie die Macht in dem zentralafrikanischen Land \u00fcbernommen h\u00e4tten. Der bisherige Pr\u00e4sident Ali Bongo sei unter Hausarrest gestellt worden. &#8222;Der 30. August ist jetzt unser Unabh\u00e4ngigkeitstag&#8220;, meint ein junger Mann in der Menge. &#8222;Die Armee hat unser Land befreit.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Gehen durch schwere Krise&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zw\u00f6lf M\u00e4nner, die meisten davon in Uniform, waren im Staatsfernsehen erschienen. Ihr Sprecher bezeichnete die Pr\u00e4sidentschaftswahl vom Wochenende, aus der Ali Bongo dem offiziellen Ergebnis zufolge erneut als Sieger hervorgegangen war, als gef\u00e4lscht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Land brauche einen Neuanfang, so der Sprecher der Putschisten. &#8222;Unser wundersch\u00f6nes Land, Gabun, war immer ein friedlicher Hafen. Aber heute gehen wir durch eine schwere politische, \u00f6konomische und soziale Krise.&#8220;<\/p>\n<p>    Wechsel nach mehr als 55 Jahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Insgesamt mehr als 55 Jahre hatte der Bongo-Clan regiert. Ali Bongo folgte auf seinen Vater. Der Export von Gas, Erd\u00f6l und anderen Bodensch\u00e4tzen machte die Familie reich. Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung lebten dagegen in Armut. Vor allem die Jugend in Gabun hatte darum vor den Wahlen einen Wechsel gefordert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neuer Pr\u00e4sident soll jetzt offenbar der bisherige Chef der Republikanischen Garde werden, Brice Oligui Nguema &#8211; Berichten zufolge ein Cousin Ali Bongos. Milit\u00e4rs und Sicherheitskr\u00e4fte trugen ihn durch die Stra\u00dfen von Libreville und lie\u00dfen ihn hochleben.<\/p>\n<p>    Vorherrschaft der Familie Bongo scheint gebrochen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die fr\u00fchere Kolonialmacht Frankreich verurteilte den Putsch. Sie hatte einst dem Vater Ali Bongos ins Amt verholfen und lange Zeit sch\u00fctzend ihre Hand \u00fcber die Familie gehalten. In den vergangenen Jahren hatte es schon in anderen ehemals franz\u00f6sischen Kolonien, zuletzt in Niger, Umst\u00fcrze gegeben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch die Agenda der Putschisten sei unterschiedlich, meint der politische Analyst und Afrika-Kenner Wilson Khembo. &#8222;Ich glaube, dass der Coup in Gabun sich von den anderen unterscheidet&#8220;, sagt er. &#8222;In den \u00fcbrigen L\u00e4ndern war das Milit\u00e4r von Machthunger getrieben. Doch in Gabun wollen die Putschisten offenbar die verfassungsm\u00e4\u00dfigen Rechte wieder in Kraft setzen. Sie bef\u00fcrchteten, dass Gabun sich zu weit von einer Demokratie entfernt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele hatten das Land schon lange als heimliche Dynastie bezeichnet. Jetzt scheint diese lange Vorherrschaft der Familie Bongo gebrochen zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.08.2023 \u2022 04:07 Uhr Wieder hat das Milit\u00e4r in einem afrikanischen Staat die Macht \u00fcbernommen. 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