{"id":17769,"date":"2026-05-16T17:30:43","date_gmt":"2026-05-16T17:30:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17769\/"},"modified":"2026-05-16T17:30:43","modified_gmt":"2026-05-16T17:30:43","slug":"jugend-eine-welt-projekt-in-aethiopien-sichert-trinkwasserversorgung-fuer-tausende-von-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17769\/","title":{"rendered":"Jugend Eine Welt-Projekt in \u00c4thiopien sichert Trinkwasserversorgung f\u00fcr Tausende von Menschen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eAnl\u00e4sslich des Weltwassertages wird immer wieder betont: Wasser ist ein Menschenrecht. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanit\u00e4ren Einrichtungen ist die Voraussetzung f\u00fcr ein gesundes, menschenw\u00fcrdiges Leben. Doch in vielen L\u00e4ndern unserer EINEN Welt ist das sechste nachhaltige Entwicklungsziel (SDG6) nur ein Satz auf dem Papier. Blicken wir zum Beispiel in die Krisenregion Tigray, im Norden \u00c4thiopiens. Hunderttausende Menschen sind dort auf fremde Hilfe angewiesen, um an sauberes Trinkwasser zu gelangen\u201c, erinnert Reinhard Heiserer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der \u00f6sterreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt, anl\u00e4sslich des \u201eWeltwassertag\u201c am 22. M\u00e4rz. Gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos hat Jugend Eine Welt nach dem Ende des B\u00fcrgerkriegs in der Region Tigray daher mehrere Wasserentnahmestellen saniert und neu errichtet. Damit soll der Zugang zu lebensnotwendigem Trinkwasser sichergestellt werden. Allein in Adwa, einer Stadt mit rund 44.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, versorgt ein neu errichteter Brunnen t\u00e4glich \u00fcber 10.000 Menschen mit Wasser.<\/p>\n<p>Wasser f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung rund um die Uhr<br \/>Die Trinkwasseranlage wurde auf dem Gel\u00e4nde der Salesianer Don Boscos in Adwa errichtet und arbeitet vollst\u00e4ndig solarbetrieben. \u201eDie Wasserentnahmestation steht allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Adwa rund um die Uhr frei zur Verf\u00fcgung, um sauberes Wasser zu erhalten\u201c, erkl\u00e4rt Wolfgang Wedan, Globaler Nothilfe-Koordinator von Jugend Eine Welt. \u201eJeder kann so viel Wasser entnehmen, wie er f\u00fcr Trinken, Kochen oder Hygiene ben\u00f6tigt.\u201c<\/p>\n<p>Neben den Wasserentnahmestellen umfasst das von der Austrian Development Agency (ADA) im Rahmen von International Partnerships Austria unterst\u00fctzte Projekt auch Sanit\u00e4ranlagen sowie eine Abwasserentsorgung. \u201eToiletten wurden errichtet, zus\u00e4tzlich entstanden Duschanlagen. Alles barrierefrei, damit Kinder, \u00e4ltere Menschen oder Personen mit k\u00f6rperlichen Beeintr\u00e4chtigungen \u2013 darunter viele Kriegsversehrte \u2013 dauerhaft und w\u00fcrdevoll Zugang haben\u201c, so Wedan. Zus\u00e4tzlich wurden an weiteren Standorten in Adwa, Shire und Mekele weitere Brunnen saniert. Von dort aus wird auch Trinkwasser in weiter entfernte Lager f\u00fcr Binnenvertriebene transportiert. Eigens angemietete Wassertankwagen bringen bis zu 20.000 Liter Trinkwasser in die Camps, da die Gefl\u00fcchteten \u2013 in der ganzen Tigray-Region handelt es sich um eine Million Menschen &#8211; sonst weite Wege zur\u00fccklegen m\u00fcssten. \u201eDie Versorgung wird jedoch immer schwieriger, weil Treibstoff sehr teuer und knapp ist. Gr\u00fcnde sind Einschr\u00e4nkungen durch die Regierung bei der Benzinabgabe und der Iran-Krieg, der dazu f\u00fchrte, dass an Tankstellen aktuell gar kein Benzin mehr erh\u00e4ltlich ist\u201c, berichtet Wedan, der sich erst k\u00fcrzlich selbst ein Bild von der Situation vor Ort machte.<\/p>\n<p>Dramatische Zust\u00e4nde in Fl\u00fcchtlingslagern<br \/>Jugend Eine Welt engagiert sich seit \u00fcber 20 Jahren in der Tigray-Region in der Bildungs- und Entwicklungsarbeit. Vor allem die erfolgreiche Ausbildung von jungen Frauen und M\u00e4nnern im Bereich der Elektro- und Solartechnik bildete viele Jahre einen wichtigen Teil des F\u00f6rderprogramms. Doch seit dem Ausbruch des B\u00fcrgerkriegs im Jahr 2020, der schlie\u00dflich zwei Jahre dauerte und die Region in eine humanit\u00e4re Krise st\u00fcrzte, unterst\u00fctzt Jugend Eine Welt die Don Bosco-Partner vorwiegend bei dringend notwenigen Nothilfeprojekten.<\/p>\n<p>Denn die Lage der Bev\u00f6lkerung bleibt dramatisch. In den Lagern f\u00fcr Binnenvertriebene fehlt es an Wasser, Nahrung, Medikamenten und hygienischen Einrichtungen. Oft steht nur eine Toilette f\u00fcr Tausende Camp-Bewohnerinnen und Bewohner zur Verf\u00fcgung. \u201eDa Wasser ohnehin schon ein Luxusgut ist, wird es nat\u00fcrlich nicht zur Reinigung der Toiletten eingesetzt. Der Gestank ist unmenschlich. Und noch viel schlimmer: Die sanit\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse sind lebensgef\u00e4hrlich\u201c, erz\u00e4hlt Br. Tedros Hawku, Projektpartner von Jugend Eine Welt, bei seinem Besuch in Wien. \u201eKrankheiten, die durch mangelnde Hygiene und verunreinigtes Wasser entstehen, nehmen zu. Infektionen breiten sich aus, dazu kommen F\u00e4lle von Cholera. Viele Menschen k\u00f6nnen sich keine medizinische Behandlung leisten.\u201c<\/p>\n<p>Ihre Spende sichert \u00dcberleben!<br \/>Dementsprechend herzzerrei\u00dfend sind die Begegnungen mit den notleidenden Menschen. \u201eViele haben ihre Hoffnung verloren. Sie wissen, dass sie auf fremde Hilfe angewiesen sind und hoffen, dass sie zumindest mit Wasser und Brot versorgt werden\u201c, schildert Wedan. Erst vor wenigen Tagen traf eine neue Hilfslieferung von Jugend Eine Welt in Adwa ein. Dank 4.700 Kilogramm Mehl k\u00f6nnen in den n\u00e4chsten Wochen t\u00e4glich 3.000 Brote gebacken werden, die sofort an die hungernden Menschen, vor allem an Kinder, verteilt werden. \u201eBitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende. Sie sichert \u00dcberleben!\u201c, appelliert Heiserer.<\/p>\n<p>Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 | Onlinespenden unter <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.jugendeinewelt.at\/spenden\">www.jugendeinewelt.at\/spenden<\/a> | Spenden sind steuerlich absetzbar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eAnl\u00e4sslich des Weltwassertages wird immer wieder betont: Wasser ist ein Menschenrecht. 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