{"id":17967,"date":"2026-05-17T06:03:09","date_gmt":"2026-05-17T06:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17967\/"},"modified":"2026-05-17T06:03:09","modified_gmt":"2026-05-17T06:03:09","slug":"kongo-und-uganda-who-ruft-wegen-ebola-ausbruchs-alarm-aus-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17967\/","title":{"rendered":"Kongo und Uganda: WHO ruft wegen Ebola-Ausbruchs Alarm aus"},"content":{"rendered":"<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Mit diesem Schritt will die UN-Beh\u00f6rde in Genf unter anderem Nachbarl\u00e4nder in erh\u00f6hte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterst\u00fctzung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar.\u00a0 <\/p>\n<p>Bislang sind etwa 250 F\u00e4lle und 80 Todesf\u00e4lle vor allem in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo bekannt. Der ansteigende Trend von Verdachts- und Todesf\u00e4llen in Ituri weise aber darauf hin, \u201edass der Ausbruch m\u00f6glicherweise viel gr\u00f6\u00dfer ist als bislang entdeckt und berichtet\u201c, hie\u00df es von der WHO. Deshalb bestehe ein betr\u00e4chtliches Risiko f\u00fcr eine lokale und regionale Ausbreitung des Virus. Die Provinz Ituri grenzt an Uganda und den S\u00fcdsudan. <\/p>\n<p>              &#13;<br \/>\n                Viele Risikofaktoren bei diesem Ausbruch <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich habe man es in dem am st\u00e4rksten betroffenen Gebiet mit einer fragilen Sicherheitslage, einer humanit\u00e4ren Krise und starken Bev\u00f6lkerungsbewegungen zu tun. Zudem gebe es keinen zugelassenen Impfstoff f\u00fcr den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, der hinter dem Ausbruch steckt. Deshalb handle es sich um ein \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis\u201c. <\/p>\n<p>Allerdings hat die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes\u00a0NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent als der Zaire-Stamm mit bis zu 90 Prozent. <\/p>\n<p>Grenz\u00fcberschreitender Ausbruch <\/p>\n<p>Bislang seien in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo 8 nachgewiesene und 246 mutma\u00dfliche F\u00e4lle der gef\u00e4hrlichen Fieberkrankheit aufgetreten, hie\u00df es. Zus\u00e4tzlich sei bereits ein Fall in der weit entfernten Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen worden. Zudem seien zwei infizierte Personen aus dem Kongo nach Uganda gereist. Die WHO berichtete von bislang 80 mutma\u00dflichen Ebola-Todesf\u00e4llen in Ituri. Einer der reisenden Personen sei ebenfalls verstorben.\u00a0 <\/p>\n<p>Die afrikanische Gesundheitsbeh\u00f6rde\u00a0Africa\u00a0CDC hatte zuletzt f\u00fcr die Demokratischen Republik Kongo etwas h\u00f6here Zahlen, n\u00e4mlich 336 Verdachtsf\u00e4lle und 88 Todesf\u00e4lle gemeldet. <\/p>\n<p>Es handelt sich um den insgesamt 17.\u00a0Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik\u00a0Kongo\u00a0seit 1976. Nur zweimal zuvor hat es laut Africa\u00a0CDC Ausbr\u00fcche der Bundibugyo-Variante gegeben: im Jahr 2007 in Uganda mit 37 Toten sowie 2012 im Kongo mit 29 Todesf\u00e4llen <\/p>\n<p>Lebensbedrohliche Krankheit <\/p>\n<p>Ebola\u00a0ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch der Zaire-Variante in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. In der Demokratischen Republik Kongo starben beim letzten Ebola-Ausbruch in der s\u00fcdwestlichen Provinz Kasa\u00ef\u00a045 Menschen zwischen September und Dezember 2025. <\/p>\n<p>Hohes Risiko f\u00fcr alle Nachbarstaaten <\/p>\n<p>Alle zehn Nachbarl\u00e4nder der Demokratischen Republik Kongo seien nun einem hohen Risiko ausgesetzt, warnte die WHO. Diese Staaten sollten dringend Vorbereitungen treffen, um auftretende Ebola-F\u00e4lle rasch zu entdecken und behandeln zu k\u00f6nnen.\u00a0 <\/p>\n<p>Die Demokratische Republik Kongo und Uganda sollten laut WHO daf\u00fcr sorgen, dass Infizierte und ihre Kontaktpersonen nicht in andere L\u00e4nder reisen. Andere Staaten sollten hingegen keine Reisebeschr\u00e4nkungen erlassen oder ihre Grenzen dichtmachen, betonte die UN-Organisation. Denn dann w\u00fcrden Menschen auf inoffizielle Grenz\u00fcberg\u00e4nge ausweichen, die nicht \u00fcberwacht w\u00fcrden. Das erh\u00f6he wiederum das Verbreitungsrisiko von Ebola, warnte die WHO. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17968,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,193,191,462,461,335,1499,189,4970,207,2850],"class_list":{"0":"post-17967","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-demokratische-republik-kongo","8":"tag-dem-rep-kongo","9":"tag-democratic-republic-of-the-congo","10":"tag-demokratische-republik","11":"tag-demokratische-republik-kongo","12":"tag-dr-congo","13":"tag-dr-kongo","14":"tag-drc","15":"tag-drk","16":"tag-gesundheit","17":"tag-international","18":"tag-kongo","19":"tag-krankheit","20":"tag-uganda","21":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116588406521297486","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17967"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17967\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}