{"id":17996,"date":"2026-05-17T06:56:13","date_gmt":"2026-05-17T06:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17996\/"},"modified":"2026-05-17T06:56:13","modified_gmt":"2026-05-17T06:56:13","slug":"ausbruch-in-zentralafrika-who-erklaert-ebola-notstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/17996\/","title":{"rendered":"Ausbruch in Zentralafrika: WHO erkl\u00e4rt Ebola-Notstand"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Ausrufung des Gesundheitsnotstands soll auch internationale Hilfe f\u00fcr die betroffenen L\u00e4nder in Zentral- und Ostafrika mobilisiert werden, wie die WHO mit Sitz im Schweizer Genf in der Nacht auf Sonntag mitteilte. In der DRK hatte sich die Viruserkrankung in den letzten 50 Jahren mehrfach ausgebreitet.<\/p>\n<p>Der j\u00fcngste Ausbruch der Viruserkrankungen und deren rasche Ausbreitung habe noch nicht den Status einer Pandemie erreicht, sei aber ein \u201egesundheitlicher Notstand von internationaler Tragweite\u201c (\u201epublic health emergency of international concern\u201c, PHEIC), schrieb die WHO in einer auf ihrer Website ver\u00f6ffentlichten Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Epidemie mit bisher unklarem Ausma\u00df<\/p>\n<p>Bisher sind etwa 250 F\u00e4lle und 80 Todesf\u00e4lle vor allem in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo bekannt. Der ansteigende Trend von Verdachts- und Todesf\u00e4llen dort weise aber darauf hin, \u201edass der Ausbruch m\u00f6glicherweise viel gr\u00f6\u00dfer ist als bisher entdeckt und berichtet\u201c, hie\u00df es von der WHO. Deshalb bestehe ein betr\u00e4chtliches Risiko f\u00fcr eine lokale und regionale Ausbreitung des Virus. Die Provinz Ituri grenzt an Uganda und den S\u00fcdsudan.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe, Flucht, kein Impfstoff<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich habe man es in dem am st\u00e4rksten betroffenen Gebiet mit einer fragilen Sicherheitslage durch rivalisierende Milizen, einer humanit\u00e4ren Krise und starken Bev\u00f6lkerungsbewegungen zu tun. Au\u00dferdem gebe es keinen zugelassenen Impfstoff f\u00fcr den \u201eBundibugyo\u201c-Stamm des Ebola-Virus, der hinter dem aktuellen Ausbruch steht. Deshalb handle es sich um ein \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis\u201c.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205223%203482'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/3039842_bigpicture_1176249_who_ebola_notstand_body_spital_r.jpg\"  alt=\"Kibuli Muslim Spital in Kampala, Uganda \"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Abubaker Lubowa<\/p>\n<p>      Am Samstag starb ein Mann im Kibuli Muslim Hospital im gleichnamigen Vorort der ugandischen Hauptstadt Kampala<\/p>\n<p>Allerdings hat die \u201eBundibugyo\u201c-Variante nach Angaben des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent als der \u201eZaire\u201c-Stamm mit bis zu 90 Prozent.<\/p>\n<p>Grenz\u00fcberschreitender Ausbruch<\/p>\n<p>Bisher seien in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo acht nachgewiesene und 246 mutma\u00dfliche F\u00e4lle der gef\u00e4hrlichen Fieberkrankheit aufgetreten, hie\u00df es. Zus\u00e4tzlich sei bereits ein Fall in der weit entfernten Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen worden. Au\u00dferdem seien zwei infizierte Personen aus dem Kongo nach Uganda gereist. Die WHO berichtete von bisher 80 mutma\u00dflichen Ebola-Todesf\u00e4llen in Ituri. Eine der reisenden Personen sei ebenfalls verstorben.<\/p>\n<p>Die Gesundheitsbeh\u00f6rde der Afrikanischen Union (AU), die Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC), hatte zuletzt f\u00fcr die DRK etwas h\u00f6here Zahlen, 336 Verdachts- und 88 Todesf\u00e4lle gemeldet. Es handelt sich um den insgesamt 17. Ebola-Ausbruch in dem zentralafrikanischen Land seit 1976.<\/p>\n<p>Nur zweimal zuvor hat es laut Africa CDC Ausbr\u00fcche der \u201eBundibugyo\u201c-Variante gegeben: im Jahr 2007 in Uganda mit 37 Toten sowie 2012 im Kongo mit 29 registrierten Todesf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Lebensbedrohliche Viruserkrankung<\/p>\n<p>Ebola-Fieber ist eine stark ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen, aber in Afrika auch durch das Essen von bestimmten Wildtieren (\u201eBuschfleisch\u201c), die als m\u00f6gliche Wirte des Virus gelten. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch der \u201eZaire\u201c-Variante in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%203440%202292'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/38440_bigpicture_4622_test_ebola_ausbreitung_kongo_body_afp.jpg\"  alt=\"Mediziner mit Schutzanz\u00fcgen neben einem Patienten in einem abgeschlossenen Raum\"\/><\/p>\n<p>   APA\/AFP\/John Wessels<\/p>\n<p>      Die Erkrankung ist hochinfekti\u00f6s und hat je nach Virenstamm eine Mortalit\u00e4tsrate von bis zu 90 Prozent<\/p>\n<p>In der Demokratischen Republik Kongo starben beim letzten Ebola-Ausbruch in der s\u00fcdwestlichen Provinz Kasa\u00ef 45 Menschen zwischen September und Dezember 2025. Ihren Namen hat die Infektionskrankheit vom Fluss Ebola in der DRK, wo vor 50 Jahren der erste gro\u00dfe Ausbruch registriert worden war.<\/p>\n<p>Hohes Risiko f\u00fcr alle Nachbarstaaten<\/p>\n<p>Alle zehn Nachbarl\u00e4nder der DRK seien nun einem hohen Risiko ausgesetzt, warnte die WHO. Diese Staaten sollten dringend Vorbereitungen treffen, um auftretende Ebola-F\u00e4lle rasch entdecken und behandeln zu k\u00f6nnen. Die DRK und Uganda sollten laut WHO daf\u00fcr sorgen, dass Infizierte und ihre Kontaktpersonen nicht in andere L\u00e4nder reisen.<\/p>\n<p>Andere Staaten sollten hingegen keine Reisebeschr\u00e4nkungen erlassen oder ihre Grenzen schlie\u00dfen, betonte die UNO-Organisation. Dann w\u00fcrden Menschen mitunter auf inoffizielle Grenz\u00fcberg\u00e4nge ausweichen, die nicht \u00fcberwacht w\u00fcrden. Das erh\u00f6he wiederum das Verbreitungsrisiko des Virus, warnte die WHO.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit der Ausrufung des Gesundheitsnotstands soll auch internationale Hilfe f\u00fcr die betroffenen L\u00e4nder in Zentral- und Ostafrika mobilisiert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17997,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[207],"class_list":{"0":"post-17996","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-uganda","8":"tag-uganda"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116588614926006810","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17996\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17997"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}