{"id":18201,"date":"2026-05-17T14:01:21","date_gmt":"2026-05-17T14:01:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18201\/"},"modified":"2026-05-17T14:01:21","modified_gmt":"2026-05-17T14:01:21","slug":"ausbruch-seltener-ebola-variante-im-kongo-und-in-uganda-who-ruft-notlage-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18201\/","title":{"rendered":"Ausbruch seltener Ebola-Variante im Kongo und in Uganda: WHO ruft Notlage aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Nach dem Ausbruch einer seltenen Variante des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit schon mehr als 80 Todesopfern hat die Weltgesundheitsbeh\u00f6rde (WHO) ihre zweith\u00f6chste Alarmstufe ausgerufen. Bei dem j\u00fcngsten Ausbruch der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus handele es sich um eine &#8222;gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite&#8220;, erkl\u00e4rte die WHO am Sonntag. Der Ausbruch betrifft auch von Rebellen kontrollierte Gebiete im Kongo.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Ebola-Ausbruch war am Freitag in der von bewaffneten Konflikten betroffenen Provinz Ituri im Nordosten des Landes gemeldet worden, die an Uganda grenzt.\u00a0In der Demokratischen Republik Kongo starben bereits 88 mutma\u00dflich mit der Bundibugyo-Virusvariante infizierte Menschen,\u00a0wie die Gesundheitsbeh\u00f6rde der Afrikanischen Union (CDC) am Samstag erkl\u00e4rte. Den Beh\u00f6rden zufolge starb auch im benachbarten Uganda ein kongolesischer Staatsb\u00fcrger, bei dem die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Insgesamt gebe es fast 336 Verdachtsf\u00e4lle, die tats\u00e4chlichen Fallzahlen k\u00f6nnten jedoch deutlich h\u00f6her liegen, warnte die WHO. Die Kriterien f\u00fcr die h\u00f6chste Alarmstufe, eine Pandemie, erf\u00fclle der Ausbruch bislang nicht, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus im Onlinedienst X.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Es gebe &#8222;weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung&#8220; gegen den Bundibugyo-Virusstamm, erkl\u00e4rte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. Zudem weise die Variante &#8222;eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen&#8220; k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der erste best\u00e4tigte Fall, der sogenannte Patient Null, war nach Angaben des Gesundheitsministeriums\u00a0ein Krankenpfleger, der sich bereits am 24. April mit auf Ebola hindeutenden Symptomen in einer Gesundheitseinrichtung in Bunia, der Provinzhauptstadt von Ituri, gemeldet hatte. Der Ausbruchsherd liegt in einem schwer zug\u00e4nglichen Gebiet.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Am Sonntag wurde auch eine Infektion in der von den M23-Rebellen kontrollierten Gro\u00dfstadt Goma, der Hauptstadt von Ituris Nachbarprovinz Nord-Kivu, best\u00e4tigt. Es handele sich um die Frau eines in Bunia an der Ebola-Variante verstorbenen Mannes, teilte das Nationale Institut f\u00fcr biomedizinische Forschung der Nachrichtenagentur AFP mit.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Nord-Kivu grenzt an Ruanda. Die Grenze wurde nach Angaben aus Beh\u00f6rdenkreisen und laut AFP-Journalisten vor Ort am Sonntag f\u00fcr Nicht-Ruander geschlossen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">&#8222;Die Zahl der Infektions- und Todesf\u00e4lle, die wir innerhalb so kurzer Zeit beobachten, sowie die Ausbreitung \u00fcber mehrere Gesundheitsbezirke und nun auch \u00fcber die Grenze hinweg sind \u00e4u\u00dferst besorgniserregend&#8220;, sagte die Leiterin des Notfallprogramms von \u00c4rzte ohne Grenzen, Trish Newport.\u00a0Ihre Hilfsorganisation bereite daher eine &#8222;gro\u00df angelegte Hilfsaktion&#8220; vor.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Transport medizinischer Ausr\u00fcstung ist in der Demokratischen Republik Kongo allerdings eine Herausforderung: Das Land ist mehr als sechs Mal so gro\u00df wie Deutschland und die Infrastruktur ist schlecht. <\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Isaac Nyakulinda, ein Vertreter der \u00f6rtlichen Zivilgesellschaft, schilderte AFP: &#8222;Seit zwei Wochen sehen wir, wie Menschen sterben. Es gibt keinen Ort, wo man die Kranken isolieren kann. Sie sterben zu Hause, und ihre Leichen werden von ihren Angeh\u00f6rigen bestattet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin warnte am Sonntag, auch wenn aus Uganda bislang nur ein Todesopfer durch die Bundibugyo-Variante gemeldet worden sei, sei angesichts des regen Grenzverkehrs mit dem Kongo &#8222;mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen&#8220;. Deutsche Staatsb\u00fcrger in Uganda wurden daher aufgerufen, von nicht notwendigen Besuchen in Krankenh\u00e4usern und Gesundheitseinrichtungen abzusehen, Menschenmengen zu meiden und keine Wildtierprodukte zu essen. F\u00fcr weite Teile des Kongos gilt bereits eine Reisewarnung des Ausw\u00e4rtigen Amtes.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Ebola verl\u00e4uft oftmals t\u00f6dlich. Bei den Epidemien der vergangenen Jahre waren zwischen 25 und 90 Prozent der Erkrankten an der Virusinfektion gestorben. Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schlie\u00dflich Organversagen. Die \u00dcbertragung geschieht durch direkten Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten eines Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Trotz Fortschritten bei Impfstoffen und Behandlungsmethoden hat das hochansteckende h\u00e4morrhagische Fieber in Afrika in den vergangenen 50 Jahren sch\u00e4tzungsweise 15.000 Menschen das Leben gekostet.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der jetzige Ausbruch ist die 17. Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Zuletzt war die Virus-Krankheit in dem Land im vergangenen August ausgebrochen, 34 Menschen starben. Der bislang folgenschwerste Ebola-Ausbruch in der DR Kongo ereignete sich zwischen 2018 und 2020. Damals starben rund 2300 der insgesamt etwa 3500 Infizierten.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die seltene Bundibogyo-Variante war erstmals 2007 nachgewiesen worden. Eine Impfung existiert bisher nur f\u00fcr den 1976 entdeckten Zaire-Stamm des Ebola-Virus.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">yb\/lan<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Ausbruch einer seltenen Variante des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit schon&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18202,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[6123,8255,8343,3463,7904,207,8344],"class_list":["post-18201","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-uganda","tag-ausbruch","tag-bundibugyo-variante","tag-ebola-variante","tag-ebola-virus","tag-gesundheitsbehoerde","tag-uganda","tag-variante"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116590286520398537","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18202"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}