{"id":1826,"date":"2026-04-18T19:55:52","date_gmt":"2026-04-18T19:55:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1826\/"},"modified":"2026-04-18T19:55:52","modified_gmt":"2026-04-18T19:55:52","slug":"namibia-afrika-wird-dich-veraendern-deutsches-aerzteblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1826\/","title":{"rendered":"Namibia: Afrika wird dich ver\u00e4ndern \u2013 Deutsches \u00c4rzteblatt"},"content":{"rendered":"<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Heino und Hereros, Apfelstrudel und Antilopensteak, Wasser so kalt wie auf Sylt und 60 Grad hei\u00dfer W\u00fcstensand, Farbkontraste von Himmelblau bis Goldgelb, schroffe Berge und endlose Savannen, flach wie ein Brett: Namibia ist ein Land der Gegens\u00e4tze.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Maja von Biljon steuert den klimatisierten VW-Bus. 2 800 Kilometer in einer Woche sind f\u00fcr die Reiseleiterin, die acht Autos vor einer Ampel als Stau deutet, ein stressfreier Kurzausflug auf Stra\u00dfen, wie mit dem Lineal gezogen. Betonb\u00e4nder und Schotterpisten reichen in jeden Winkel des Landes, das zweieinhalbmal so gro\u00df ist wie Deutschland und weniger Einwohner hat als Hamburg \u2013 1,8 Millionen.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Afrika riecht anders, eher nach Holzfeuern als nach Seife. Die Spuren der Deutschen, deren \u201eSchutzgebiet\u201c die S\u00fcdwestk\u00fcste des Schwarzen Kontinents knapp 30 Jahre bis 1918 war, sind nicht zu tilgen. Das bev\u00f6lkerungs\u00e4rmste Land der Erde, zehn Flugstunden von Deutschland entfernt, ist noch immer so deutsch wie ein sauberer Badeort an der Ostsee oder ein Dorf in der Eifel.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">J\u00fcrgen Drews schnulzt im \u201eMusik Shop\u201c an der Independence Street, in der Hauptstadt Windhuk, die bis zur Unabh\u00e4ngigkeit vor knapp zehn Jahren noch Kaiserstra\u00dfe hie\u00df und heute 280 000 Einwohner hat. Die Regierungsmetropole ist so beschaulich wie Bonn ohne Regierung, ein wenig aufregender als das St\u00e4dtchen Swakopmund s\u00fcdlich der mythenumwobenen Skelettk\u00fcste, das an eine zu gro\u00df geratene Puppenstube erinnert.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Namibias Vorzeigeklinik<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Im Industriegebiet von Windhuk f\u00fcttert Martin Wiemers, Direktor des Reiseveranstalters Springbok-Atlas, mit Fakten: J\u00e4hrlich gesch\u00e4tzte 10 000 Touristen, 90 Prozent Deutsche, sind neben Bergbau, Fischerei und Landwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle des Staates, aber einen Massenansturm auf Hotels, Lodges und Farmen will Namibia nicht: \u201eEs ist das Traumland der Individualisten.\u201c Viele deutsche \u00c4rzte und Zahn\u00e4rzte, wei\u00df der Tourismus-Manager, besuchen das Land, \u201emeistens in Gruppen\u201c. Bevor sie zur Rundreise aufbrechen, ist das Katutura-Krankenhaus an der Peripherie der Hauptstadt ihr Ziel: Namibias viel frequentierte Klinik mit Intensivstation versorgt alle Unfallopfer f\u00fcr 15 bis 30 Dollar (f\u00fcnf bis zehn DM); oft werden die Patienten mit Kleinflugzeugen der Flying Doctors aus allen Winkeln des Landes zur Erstversorgung gebracht \u2013 wenn die Zauberheiler der St\u00e4mme nicht helfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Maja, kundige F\u00fchrerin und Fahrerin mit deutschen Vorfahren, berichtet in akzentfreiem Deutsch vom Tierreichtum zwischen Kunene-, Kavango- und Oranjefluss: Wildh\u00fcter z\u00e4hlten 350 Nash\u00f6rner, 350 L\u00f6wen, 150 Leoparden und Geparden, 5 000 Antilopen, 11 000 Zebras, 20 000 Springb\u00f6cke, 3 000 Elefanten, 2 000 Kudus, dazu 1 500 Strau\u00dfe, 2 000 Giraffen, 4 000 Oryxantilopen. Am liebsten spricht Maja Afrikaans, bei Bedarf auch die Staatssprache Englisch und die Schnalzlaute der Buschm\u00e4nner. Pl\u00f6tzlich bremst sie, setzt zur\u00fcck und weist auf den Stra\u00dfenrand. Auf dem warmen Teer sonnt sich eine Kobra.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Die \u00e4lteste W\u00fcste auf Erden<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Die \u00e4lteste W\u00fcste der Erde, die dem jungen Staat ihren Namen gab, lebt: Wind treibt feinen roten Quarzsand vor sich her und t\u00fcrmt ihn zu D\u00fcnen, die sich bis zu 350 Meter hoch in den wolkenlosen Himmel recken. Schlangen tanzen, Springb\u00f6cke jagen durch die T\u00e4ler zur Sossusvlei-Senke und teilen sich dort den Rest des Regenwassers mit Oryxantilopen, dem Wappentier Namibias. Der W\u00fcstenwind hat eine bizarre Landschaft von archaischer Sch\u00f6nheit geformt und modelliert sie st\u00e4ndig neu \u2013 Schl\u00f6sser, Terrassen und T\u00fcrme, verziert wie Pal\u00e4ste.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Neben Stra\u00dfen, die wie Striche in die Unendlichkeit reichen, markieren rotbl\u00fchende Feuerb\u00e4ume die H\u00e4user der Farmer \u2013 eher bescheidene Unterk\u00fcnfte von Gro\u00dfgrundbesitzern, die auf kargem Land hinter Maschendraht Rinder, Schafe oder Ziegen weiden lassen. Und Wild, das j\u00e4hrlich mehr als 1 500 J\u00e4ger aus Deutschland in das Land zieht. Immerhin: Fast die H\u00e4lfte des bewirtschafteten Bodens ist in deutscher Hand. Die vielen Trockenfl\u00fcsse, die Stra\u00dfen neben Termitenh\u00fcgeln kreuzen, f\u00fchren nur in der Regenzeit Wasser: Sie sind Rinnen ohne Quelle, ohne M\u00fcndung ins Meer. Das Nass verdunstet oder versickert in der Dornenbuschsavanne.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Maja chauffiert den Kleinbus gen Norden, zum Etoscha-Nationalpark: ein St\u00fcck urspr\u00fcngliches Afrika, 22 270 Quadratkilometer gro\u00df, eines der gr\u00f6\u00dften Wildreservate des Kontinents, deren Resorts seit zwei Jahren vom Staat an private Betreiber verpachtet wurden. Die gigantische Pfanne misst 120 mal 72 Kilometer. Das Wild wagt sich nur in den ausgetrockneten See, so weit es die Akazien sehen kann; jenseits des Horizonts f\u00fchlen sich allenfalls Puffotter oder Schwarze Mamba wohl. An den wenigen Wasserstellen rings um die Pfanne ist pralles Leben: Elefanten tanken Wasser mit Warzenschweinen, Zebras und Giraffen.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Au\u00dfer den Fotos bleiben Erinnerungen an sieben Tage Namibia, auch an die Sternbilder auf der anderen Seite des \u00c4quators, wo in sternklaren N\u00e4chten das Kreuz des S\u00fcdens die Milchstra\u00dfe dominiert und der Gro\u00dfe Wagen auf dem Kopf steht. \u201eDu kannst Afrika nicht ver\u00e4ndern\u201c, sagt Maja und l\u00e4sst den Bus am Flughafen ausrollen, \u201eaber Afrika wird dich ver\u00e4ndern.\u201c Hans-Werner Loose<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Reise-tipps<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Reisezeit<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Ganzj\u00e4hrig, am besten April\/Mai; nach der Regenzeit. F\u00fcr die Wildbeobachtung sind die trockenen Monate Juni bis November ideal.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Einreise<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Deutsche, \u00d6sterreicher und Schweizer ben\u00f6tigen einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate g\u00fcltig ist.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">W\u00e4hrung<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Namibischer Dollar (NS). Drei NS = etwa 1 DM. Umtausch im Land. Kreditkarten werden fast \u00fcberall akzeptiert.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Sprache<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Amtssprache Englisch. Viele Namibier sprechen Deutsch.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Mietwagen<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Teuer; etwas preiswerter in Deutschland zu buchen. Achtung, Selbstfahrer: Gefahr auf holprigen Schotterpisten bei \u00dcberqueren der Trockenfl\u00fcsse. Linksverkehr.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Gesundheit<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Impfungen nicht vorgeschrieben. Das Leitungswasser hat Trinkwasser-qualit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Zeit<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Plus eine Stunde w\u00e4hrend der Winterzeit.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Souvenirs<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Halbedelsteine, Schnitzereien.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Unterk\u00fcnfte<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Windhuk: Safari Country Club; Swakopmund: Swakopmund Hotel; Namib-W\u00fcste: M\u00f6venpick, Sossuvlei Lodge; Omaruru: Namatubis G\u00e4stefarm, Etoscha-Nationalpark: Mokuti Lodge, Halali, Okaukuejo, Oropoko\/Okahandja: Oropoko Lodge, f\u00fcr J\u00e4ger: Oropoko Farm (Olympia Reisen Ltd. Eros Airport Windhuk).<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Buchungen<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Zum Beispiel: Aeroworld Hamburg.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Preisbeispiele<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Flug mit Air Namibia oder LTU ab\/an Frankfurt oder ab\/an M\u00fcnchen. Das neue Programm \u201eNamibia Flexipass\u201c einschlie\u00dflich Flug: acht Tage Mietwagen und sieben Hotel\u00fcbernachtungen inklusive Fr\u00fchst\u00fcck ab 2 280 DM. Individuelle Routenvorschl\u00e4ge im Katalog.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Rundreise Namibia<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Acht \u00dcbernachtungen in Hotels, Lodges, Rastlagern oder G\u00e4stefarmen in Begleitung einer deutschsprachigen Reiseleitung ab 4 158 DM einschlie\u00dflich Flug.<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Infos<\/p>\n<p class=\"leading-relaxed mb-5\">Namibia Tourism, Heinz Kramer, Schilderstra\u00dfe 42\u201344, 60313 Frankfurt\/ Main, Telefon: 0 69\/13 37 36\u201325<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Heino und Hereros, Apfelstrudel und Antilopensteak, Wasser so kalt wie auf Sylt und 60 Grad hei\u00dfer W\u00fcstensand, Farbkontraste&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1827,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[414],"class_list":{"0":"post-1826","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-namibia","8":"tag-namibia"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1826"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1826\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}