{"id":18546,"date":"2026-05-18T08:25:29","date_gmt":"2026-05-18T08:25:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18546\/"},"modified":"2026-05-18T08:25:29","modified_gmt":"2026-05-18T08:25:29","slug":"ebola-im-kongo-wie-gefaehrlich-ist-der-ausbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18546\/","title":{"rendered":"Ebola im Kongo: Wie gef\u00e4hrlich ist der Ausbruch?"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, f\u00fcr die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr f\u00fcr die gesamte Region gilt als hoch.<\/p>\n<p>Wie ungew\u00f6hnlich und kritisch ist der Ausbruch?<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">In den letzten 50 Jahren ist es in der Demokratischen Republik Kongo zu 17 Ebola-Ausbr\u00fcchen gekommen. Dabei handelte es sich laut der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC haupts\u00e4chlich um den am h\u00e4ufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus, f\u00fcr den ein Impfstoff entwickelt wurde. Erst zum dritten Mal ist laut Africa CDC nun die seltene Bundibugyo-Variante ausgebrochen. Zuvor war der Bundibugyo-Stamm 2007 erstmals in Uganda aufgetreten, dann 2012 im Kongo. Aufgrund seiner Seltenheit gibt es laut der WHO f\u00fcr diese Variante keinen zugelassenen Impfstoff und keine Therapie.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMQUwvb2hBZmV3K0NHYm1SeVJWYmt3anRGN2hOdWswZTNEdUhvR0Z2SFkyR0M0bDNzU1VZNTRwTExVdUM1dERoWjRXVUFNb2FQaDZuU3huWGp5cEZsUzlURHRLZzkrY2tLZGYzWHZZZEpsanA\/260518-0403-urn-newsml-dpa-com-20090101-260518-935-1349468.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Gesundheitsbeh\u00f6rden warnen vor einem hohem Ausbreitungsrisiko in der Region.\" data-glightbox=\"type: image; description: Gesundheitsbeh\u00f6rden warnen vor einem hohem Ausbreitungsrisiko in der Region.  | \u00a9 Hajarah Nalwadda\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/260518-0403-urn-newsml-dpa-com-20090101-260518-935-1349468.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Gesundheitsbeh\u00f6rden warnen vor einem hohem Ausbreitungsrisiko in der Region. - \u00a9 Hajarah Nalwadda\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Gesundheitsbeh\u00f6rden warnen vor einem hohem Ausbreitungsrisiko in der Region.<br \/>\n                                    | \u00a9 Hajarah Nalwadda\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Allerdings hat die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Beim Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent.<\/p>\n<p>Wie sind die Lebensumst\u00e4nde in der Region?<\/p>\n<p class=\"em_text\">Maximilian Gertler von der Berliner Charit\u00e9 sprach am Morgen im Deutschlandfunk von einer \u00abArmutserkrankung\u00bb. Ursache dieser Epidemie seien die \u00aberb\u00e4rmlichen Lebensumst\u00e4nde der Menschen, die da leben\u00bb. Mehrere Faktoren spielten eine Rolle: \u00abDas ist die Angst vor der Gewalt in der Region, das ist die Armut, das ist die Abwesenheit einer effektiven Gesundheitsversorgung, die man auch noch selbst bezahlen muss\u00bb, sagte der Facharzt f\u00fcr Innere Medizin, Notfallmedizin, Tropenmedizin und Epidemiologie. Auch mangele es an sauberem Trinkwasser und Vertrauen in Beh\u00f6rden, die \u00fcber das Virus aufkl\u00e4rten.<\/p>\n<p>Was bedeutet der internationale Gesundheitsnotstand der WHO?<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMQUwvb2hBZmV3K0NHYm1SeVJWYmt3anRGN2hOdWswZTNEdUhvR0Z2SFkyR0M0bDNzU1VZNTRwTExVdUM1dERoWjdqSnMxVS9nOVl0NWdsOC9BcGd5SXNPdkN1QnlkQjhhWnQ3MjU3bjJUa2Q\/260518-0403-urn-newsml-dpa-com-20090101-260518-935-1349462.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Medizinische Hilfsorganisationen bereiten einen Gro\u00dfeinsatz im Kongo vor.\" data-glightbox=\"type: image; description: Medizinische Hilfsorganisationen bereiten einen Gro\u00dfeinsatz im Kongo vor.  | \u00a9 Jerome Delay\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/260518-0403-urn-newsml-dpa-com-20090101-260518-935-1349462.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Medizinische Hilfsorganisationen bereiten einen Gro\u00dfeinsatz im Kongo vor. - \u00a9 Jerome Delay\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Medizinische Hilfsorganisationen bereiten einen Gro\u00dfeinsatz im Kongo vor.<br \/>\n                                    | \u00a9 Jerome Delay\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die hohe Alarmstufe l\u00f6st f\u00fcr derartige F\u00e4lle gedachte Mechanismen wie eine weltweite Koordination von Gegenma\u00dfnahmen und internationale Ressourcenmobilisierung aus. Die WHO stellt unter anderem rund 430.000 Euro f\u00fcr Sofortma\u00dfnahmen bereit. Sie beschreibt den Ausbruch als \u00abau\u00dfergew\u00f6hnliches Ereignis\u00bb und warnt, er k\u00f6nnte gr\u00f6\u00dfer sein als bisher bekannt.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Zehn Nachbarl\u00e4nder des Kongo wurden bislang offiziell gewarnt. Dazu geh\u00f6ren Uganda und S\u00fcdsudan, die direkt an die kongolesische Provinz Ituri angrenzen, von der der Ausbruch ausgeht. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar. \u00abDer Ausbruch erf\u00fcllt nicht die Kriterien f\u00fcr einen Pandemie-Notfall, aber die Nachbarl\u00e4nder tragen ein hohes Risiko der weiteren Ausbreitung,\u00bb erkl\u00e4rte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.<\/p>\n<p>M\u00fcssen wir uns auch in Deutschland Sorgen machen?<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sieht in Sachen Ebola derzeit keinen Handlungsbedarf in Deutschland. In der Bundesrepublik ist das Risiko \u00abals \u00e4u\u00dferst gering einzusch\u00e4tzen\u00bb, sagte die CDU-Politikerin im ARD-\u00abBericht aus Berlin\u00bb. \u00abIm Land braucht es derzeit keine Vorkehrungen.\u00bb Eine weltweite Ebola-Pandemie halte sie f\u00fcr \u00abnahezu ausgeschlossen\u00bb.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Ebola \u00fcbertr\u00e4gt sich ausschlie\u00dflich durch direkten Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten erkrankter Personen \u2013 eine unbemerkte Ausbreitung in Europa wie bei Atemwegserkrankungen ist daher unwahrscheinlich.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigte der bislang gr\u00f6\u00dfte Ebolafieber-Ausbruch in Westafrika 2014\/2015, dass das Risiko einer Ausbreitung nach Deutschland selbst dann sehr gering sei, wenn afrikanische Gro\u00dfst\u00e4dte mit internationalen Flugverbindungen von einem Ausbruch betroffen sind. Nur vereinzelt h\u00e4tten damals Infizierte die betroffenen L\u00e4nder mit einem Flugzeug verlassen. Eine weitere Verbreitung in Deutschland w\u00e4re auch deshalb unwahrscheinlich, da Infektionsketten in Deutschland schneller unterbrochen und Betroffene sicher versorgt werden k\u00f6nnten, wie das RKI auf seiner Internetseite schreibt (Stand M\u00e4rz 2025).<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Trotzdem gibt es Faktoren, die genau beobachtet werden m\u00fcssen. Ohne verf\u00fcgbaren Impfstoff ist die Eind\u00e4mmung der Bundibugyo-Variante erschwert. Ein in Ugandas Hauptstadt Kampala verstorbener Patient war laut Africa CDC mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln aus dem Kongo eingereist. \u00abDer Fall zeigt, wie schnell das Virus Grenzen \u00fcberqueren kann\u00bb, warnte Africa CDC Direktor Jean Kaseya.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Das Ausw\u00e4rtige Amt warnt vor Reisen in die betroffene Provinz Ituri und umliegende Regionen. Von nicht notwendigen Reisen in die \u00fcbrigen Landesteile des Kongo einschlie\u00dflich der Hauptstadt Kinshasa r\u00e4t es ab. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18547,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[39,8289,6123,541,7905,3998,192,194,190,188,158,2224,193,191,462,461,2599,335,8355,736,7975,189,4970,7906,8532,207,2600,3460,3461,2850,8128],"class_list":["post-18546","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-africa","tag-ausbreitungsgefahr","tag-ausbruch","tag-berlin","tag-cdc","tag-charite","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-deutschland","tag-deutschlandfunk","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-ebola","tag-gesundheit","tag-gesundheitsnotstand","tag-impfstoff","tag-ituri","tag-kongo","tag-krankheit","tag-maximilian-gertler","tag-meta_dpa_wissenschaft","tag-uganda","tag-virus","tag-weltgesundheitsorganisation","tag-who","tag-wissenschaft","tag-zaire-ebolaviru"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116594627150384283","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18546"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18546\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18547"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}