{"id":18579,"date":"2026-05-18T10:21:08","date_gmt":"2026-05-18T10:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18579\/"},"modified":"2026-05-18T10:21:08","modified_gmt":"2026-05-18T10:21:08","slug":"who-warnt-vor-ebola-ausbruch-in-afrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18579\/","title":{"rendered":"WHO warnt vor Ebola-Ausbruch in Afrika"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr als 15.000 Menschen sind in den vergangenen f\u00fcnf Jahrzehnten in Afrika am Ebola-Virus gestorben. Nun gibt es einen neuen Ausbruch der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, durch den in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda offenbar bereits mehr als 90 Menschen gestorben sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat deswegen am Wochenende eine \u201egesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite\u201c ausgerufen &#8211; ihre zweith\u00f6chste Alarmstufe. Was bislang \u00fcber den neuen Ebola-Ausbruch bekannt ist:<\/p>\n<p>Ausbruch mit Dutzenden Toten      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit dem aktuellen Ebola-Ausbruch werden laut dem kongolesischen Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba bereits mehr als 90 Todesopfer in Verbindung gebracht. Insgesamt wurden rund 350 Ansteckungen gemeldet. Die meisten Betroffenen sind im Alter zwischen 20 und 39 Jahren, mehr als 60 Prozent sind Frauen. Da bislang nur wenige Proben in Labors analysiert wurden, handelt es sich weitgehend um Verdachtsf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Epizentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, die an Uganda und den S\u00fcdsudan grenzt. In der Region wird Gold gef\u00f6rdert. Das hat zur Folge, dass dort viele Menschen unterwegs sind. Der Zugang in einige Gebieten der Provinz wird dadurch erschwert, dass dort verschiedene bewaffnete Gruppen Angriffe ver\u00fcben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Virus hat sich bereits \u00fcber die Grenzen der Provinz Ituri und des Kongos hinweg ausgebreitet. Ein Fall wurde aus Goma gemeldet, der Hauptstadt von Ituris Nachbarprovinz Nord-Kivu, die von der aufst\u00e4ndischen M23-Miliz kontrolliert wird. Laut WHO meldete zudem das Nachbarland Uganda zwei Todesf\u00e4lle. Es handelte sich allerdings um aus dem Kongo eingereiste Menschen, ein eigener Ausbruchsherd wurde bislang nicht in Uganda festgestellt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Gesundheitsbeh\u00f6rde der Afrikanischen Union sch\u00e4tzt das gegenw\u00e4rtige Risiko f\u00fcr eine Ausbreitung des Ebola-Virus in die im Osten an den Kongo grenzenden Staaten als \u201eerh\u00f6ht\u201c ein. Diese Einsch\u00e4tzung spiegelt sich auch darin wieder, dass die WHO ihre zweith\u00f6chste Warnstufe ausgerufen hat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zugleich betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass der Ausbruch bislang nicht die Kriterien f\u00fcr die h\u00f6chste Alarmstufe, eine Pandemie, erf\u00fclle. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) betonte am Sonntagabend in der ARD, die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie sei \u201enahezu ausgeschlossen\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gegenw\u00e4rtige Ebola-Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/impfstoff\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Impfstoff<\/a> und keine gezielte Therapie. Im Zentrum der Eind\u00e4mmungsbem\u00fchungen stehen daher Abstandsregeln und der schnelle Nachweis neuer Infektionen, um die Zahl der Kontaktpersonen klein zu halten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die existierenden Ebola-Impfstoffe sch\u00fctzen vor der Zaire-Variante, die einige der gr\u00f6\u00dften Ebola-Ausbr\u00fcche in Afrika verursacht hat. Die Bundibugyo-Variante verursachte vor der aktuellen Epidemie bislang nur zwei Ausbr\u00fcche weltweit &#8211; 2007 in Uganda und 2012 im Kongo. Die Sterblichkeitsrate liegt bei dieser Variante bei 30 bis 50 Prozent &#8211; und damit deutlich niedriger als bei der Zaire-Variante.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die bislang t\u00f6dlichste Ebola-Epidemie ereignete sich zwischen 2018 und 2020 in der Demokratischen Republik Kongo. Damals starben fast 2300 der insgesamt rund 3500 Erkrankten. Bei der letzten Ebola-Epidemie vor der aktuellen gab es laut WHO zwischen September und Dezember vergangenen Jahres 45 Todesopfer.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das gro\u00dfe zentralafrikanische Land mit seinen mehr als 100 Millionen Einwohnern hat schon viel Erfahrung im Umgang mit Ebola-Ausbr\u00fcchen. Die Besonderheiten der gegenw\u00e4rtigen 17. Ebola-Epidemie im Land bereiten Experten allerdings Sorgen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas ist eine Epidemie, die sich sehr schnell ausbreiten wird, umso mehr, als sie sich in einer sehr stark bev\u00f6lkerten Provinz ereignet\u201c, sagte der Virologe Jean-Jacques Muyembe der Nachrichtenagentur AFP. Er geh\u00f6rt zu den Entdeckern des Ebola-Virus und leitet das kongolesische Institut, das den erneuten Ebola-Ausbruch nachgewiesen hat.<\/p>\n<p>\u201eMystische Krankheit\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Derzeit laufen epidemiologischen Untersuchungen, um zu bestimmen, wie die aktuelle Ebola-Epidemie ausgel\u00f6st wurde. Bei dem ersten nachgewiesenen Fall handelte es sich um einen Krankenpfleger, der sich am 24. April mit auf <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ebola\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola<\/a> hindeutenden Symptomen in einer Gesundheitseinrichtung in Ituris Hauptstadt Bunia meldete. Der mutma\u00dfliche Ausbruchsherd wurde aber rund 90 Kilometer davon entfernt lokalisiert, in der Kleinstadt Mongbwalu.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die WHO wurde am 5. Mai \u00fcber den Ausbruch einer Krankheit mit hoher Sterblichkeitsrate informiert, nachdem binnen vier Tagen in der Gegend von Mongbwalu vier Menschen gestorben waren, die im medizinischen Bereich arbeiteten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Menschen, die an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus erkranken, entwickeln zun\u00e4chst Symptome wie bei einer Grippe oder Malaria. Dies kann die Diagnose verz\u00f6gern. Laut dem kongolesischen Gesundheitsminister Kamba wurde die Entdeckung des Ebola-Ausbruchs zudem dadurch verz\u00f6gert, dass die betroffenen Gemeinden zun\u00e4chst an eine \u201emystische Krankheit\u201c oder \u201eHexerei\u201c geglaubt und sich daher nicht an Gesundheitseinrichtungen und die Beh\u00f6rden gewandt h\u00e4tten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr als 15.000 Menschen sind in den vergangenen f\u00fcnf Jahrzehnten in Afrika am Ebola-Virus gestorben. 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