{"id":1873,"date":"2026-04-18T20:32:31","date_gmt":"2026-04-18T20:32:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1873\/"},"modified":"2026-04-18T20:32:31","modified_gmt":"2026-04-18T20:32:31","slug":"aethiopien-baut-mega-flughafen-nahe-addis-abeba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/1873\/","title":{"rendered":"\u00c4thiopien baut Mega-Flughafen nahe Addis Abeba"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bishoftu-aethiopien-106.jpg\" alt=\"Bagger stehen hinter einem gro\u00dfen Schild\" title=\"Bagger stehen hinter einem gro\u00dfen Schild | Karin Bensch\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.02.2026 \u2022 15:38 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Er soll der gr\u00f6\u00dfte Flughafen Afrikas werden &#8211; und einer der gr\u00f6\u00dften der Welt: der Bishoftu International Airport in \u00c4thiopien f\u00fcr mehr als 100 Millionen Passagiere. Nun haben die Bauarbeiten begonnen.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/bensch-ts-104.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Karin Bensch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bensch-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Baumaschinen ebnen den Boden, Staubwolken wehen durch die Luft. Lastwagen transportieren Steine und Schotter. Die Baustelle ist riesig: knapp 4.000 Hektar, etwa so gro\u00df wie 6.000 Fu\u00dfballfelder.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hier soll ein neuer Mega-Flughafen entstehen &#8211; f\u00fcr bis zu 110 Millionen Passagiere pro Jahr. Das sind fast doppelt so viele wie am Frankfurter Airport. In Bishoftu, rund 40 Kilometer von \u00c4thiopiens Hauptstadt Addis Abeba entfernt, werden bis zu vier Start- und Landebahnen gebaut. 270 Flugzeuge sollen hier Platz finden. Der neue Airport soll auch das neue Drehkreuz f\u00fcr Luftfracht in Afrika werden.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Die Bagger rollen an: 2030 soll der Mega-Flughafen bei Addis Abeba fertig sein.\n                    <\/p>\n<p>    Zwischen den Terminals G\u00e4rten zum Spazierengehen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf der Baustelle arbeitet auch die junge Ingenieurin Finot Mezgebu Wubete. Der Airport habe ein nachhaltiges Energiekonzept, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Der Flughafen wird aus vier Geb\u00e4udefl\u00fcgeln bestehen, die in unterschiedlichen Richtungen zueinander stehen. Die Fassaden sind offen gestaltet, dadurch schaffen wir eine nat\u00fcrliche Bel\u00fcftung. Wir werden mit Lamellen arbeiten, die Schatten spenden, damit wir weniger Energie zum K\u00fchlen brauchen und stattdessen die Natur nutzen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwischen den einzelnen Terminals, die von oben x-f\u00f6rmig aussehen, sollen gro\u00dfe G\u00e4rten angelegt werden, mit B\u00e4umen und Pflanzen, die in unterschiedlichen Teilen \u00c4thiopiens wachsen. Zum einen f\u00fcr ein besseres Mikroklima; zum anderen sollen Flugg\u00e4ste sich dort beim Spaziergang entspannen k\u00f6nnen. Geplant sind Hotels, Restaurants und Gesch\u00e4fte, Fitnessstudios, Wellnessbereiche und Lounges.<\/p>\n<p>    Wichtiger Wirtschaftsfaktor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Umgerechnet knapp elf Milliarden Euro soll das Mega-Bauprojekt kosten. Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines tr\u00e4gt 30 Prozent der Kosten. Investoren aus dem Nahen Osten und den USA, aus China und Europa seien interessiert, auch deutsche Unternehmen h\u00e4tten bereits Interesse gezeigt, hei\u00dft es von Ethiopian Airlines. Derzeit liefen die Ausschreibungsverfahren. Im August soll klar sein, welche Investoren und Firmen an Bord sind. 2030 soll der Flughafen fertiggestellt sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr \u00c4thiopien ist der neue Mega-Airport ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aber er sei auch eine Notwendigkeit, um den rasant steigenden Passagierzahlen nachzukommen, sagt Mesfin Tasew, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Ethiopian Airlines. &#8222;Wir haben eine sehr schnelle Wachstumsstrategie. Mit dem derzeitigen Flughafen k\u00f6nnen wir dieser Strategie nicht einhalten. Deshalb haben wir uns entschieden, einen neuen Mega-Flughafen zu bauen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Dort, wo der Bishoftu International Airport entsteht, war fr\u00fcher haupts\u00e4chlich Weideland. Die Landwirte wurden umgesiedelt.\n                    <\/p>\n<p>    Ein Prestigeprojekt &#8211; und nicht das einzige<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Bishoftu International Airport ist auch ein Prestigeprojekt f\u00fcr \u00c4thiopien. Und es ist nicht das erste: Im September vergangenen Jahres wurde der neue <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/nil-staudamm-117.html\" title=\"Staudamm-Projekt: Streit um die Lebensader Nil\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nil-Staudamm<\/a> er\u00f6ffnet. Er gilt als das gr\u00f6\u00dfte Wasserkraftwerk Afrikas und spielt eine wichtige Rolle f\u00fcr die Energieversorgung. \u00c4thiopien will damit zeigen, dass das Land Mega-Bauprojekte umsetzen kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir sehen in diesem neuen Flughafen Bishoftu International sehr gro\u00dfe Exportchancen, sowohl f\u00fcr die deutschen als auch f\u00fcr die europ\u00e4ischen Industriebetriebe&#8220;, sagt Karin Mulder, Vizepr\u00e4sidentin der KfW IPEX-Bank. Die Tochter der deutschen staatlichen F\u00f6rderbank hat das Mandat, deutsche und europ\u00e4ische Unternehmen im Ausland zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erfahrungen in \u00c4thiopien gibt es bereits: Zusammen mit der franz\u00f6sischen Entwicklungsbank hat die KfW IPEX Bank rund 120 Millionen Euro in den Aufbau des Luftfrachtterminals am Bole International Airport in Addis Abeba investiert. Durchgef\u00fchrt unter anderem von einem mittelst\u00e4ndischen Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, das f\u00fcr die Innenausstattung des Cargo Terminal gesorgt hat, mit Hochregalen und K\u00fchltechnik.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Unterk\u00fcnfte, aber kein Land mehr: Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat die umgesiedelten Bauern nur teilweise entsch\u00e4digt.\n                    <\/p>\n<p>    Viele Landwirte umgesiedelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch der Bau des neuen Mega-Flughafens hat auch Schattenseiten: Tausende Menschen, die auf dem riesigen Gel\u00e4nde gelebt haben, mussten ihr Zuhause verlassen. Die meisten von ihnen sind Landwirte, die Gem\u00fcse anbauen oder Vieh halten. Viele von ihnen haben von der Fluggesellschaft zwar neue H\u00e4user erhalten, doch ihr Land haben sie verloren. Und Land spielt in Afrika eine gro\u00dfe Rolle, denn es bedeutet Identit\u00e4t und wird von einer Generation an die n\u00e4chste vererbt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf der Baustelle heben Bagger Boden aus f\u00fcr das Fundament der Startbahnen. Derzeit arbeiten hier zwei chinesische Konstruktionsfirmen. Wo jetzt noch Erde und Staub ist, wird in einigen Jahren ein riesiger Flughafen stehen. Das soll ein n\u00e4chster Entwicklungsschritt sein f\u00fcr \u00c4thiopien &#8211; und den afrikanischen Kontinent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.02.2026 \u2022 15:38 Uhr Er soll der gr\u00f6\u00dfte Flughafen Afrikas werden &#8211; und einer der gr\u00f6\u00dften der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1874,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1461,105,106,992],"class_list":{"0":"post-1873","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aethiopien","8":"tag-addis-abeba","9":"tag-aethiopien","10":"tag-ethiopia","11":"tag-flughafen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1873"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1873\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1874"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1873"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1873"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}