{"id":18777,"date":"2026-05-18T19:56:45","date_gmt":"2026-05-18T19:56:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18777\/"},"modified":"2026-05-18T19:56:45","modified_gmt":"2026-05-18T19:56:45","slug":"kevelaer-schwere-zeiten-fuer-aph-krankenhaus-in-benin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/18777\/","title":{"rendered":"Kevelaer: Schwere Zeiten f\u00fcr APH-Krankenhaus in Benin"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Es war eine in vielerlei Hinsicht sehr besondere Reise \u2013 und das nicht nur, weil zum ersten Mal in der nun 30-j\u00e4hrigen Geschichte der Projektarbeit der Aktion pro Humanit\u00e4t (APH) in Benin seine Majest\u00e4t, der K\u00f6nig von Djakotomey, dem APH Buschkrankenhaus einen Besuch abstattete.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eWir haben begonnen, unser Hospital f\u00fcr die Zukunft neu auszurichten\u201c, so die beiden APH Vorsitzenden Dr. Elke Kleuren-Schryvers und Dr. R\u00fcdiger Kerner. \u201eWir gehen zuversichtlich weiter, haben viele, sehr vielversprechende und ermutigende Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und sehr viel R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung, bei unseren eigenen Mitarbeitenden und bei den Beh\u00f6rden erfahren.\u201c Dabei geh\u00f6rten die vergangenen Monate sicher zu den bislang schwierigsten in der afrikanischen APH-Geschichte. \u201eEs gab gravierende Fehler im \u00f6rtlichen Krankenhausmanagement \u2013 gegen allen guten und sehr kompetenten Rat einer begleitenden Fachberaterin mit ihrem Controlling. Gegen alle Strategieplanungen, die der APH-Stiftungsvorstand selbst vor Ort mit dem Leitungsteam versuchte\u201c, so Elke Kleuren-Schryvers.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Parallel m\u00fcssten herausfordernde Auflagen im neu aufgestellten staatlichen Gesundheitssystem ausgef\u00fchrt werden und der beninische Staat habe bereits zugesagte R\u00fcckzahlungen f\u00fcr bereits lange get\u00e4tigte Kaiserschnittentbindungen noch nicht zur\u00fcckerstattet. \u201eAlles zusammen sorgte f\u00fcr eine deutliche wirtschaftliche Schieflage.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die APH-Spitze am Niederrhein reagierte im Juli endg\u00fcltig und entlie\u00df die langj\u00e4hrige F\u00fchrungsspitze des Hospitals, den Verwaltungsdirektor und den medizinischen Direktor.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">  Es gab also viel zu tun f\u00fcr die f\u00fcnfk\u00f6pfige APH-Delegation, die sich von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kevelaer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kevelaer<\/a> aus wieder einmal auf den Weg in den westafrikanischen Busch gemacht hatte. \u201eWir sp\u00fcren neue Aufbr\u00fcche in medizinischer und in wirtschaftlicher Sicht\u201c, so die Kevelaerer Medizinerin Elke Kleuren-Schryvers erleichtert nach der intensiven Arbeitswoche im hei\u00dfen westafrikanischen Busch.  \u201eWir sp\u00fcren sehr stark, dass man das Krankenhaus in dieser l\u00e4ndlichen Region in keinem, gar keinen Fall verlieren will.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit Monsieur Thierry ist ein neuer Verwaltungsdirektor an Bord \u2013 die medizinische Leitung hat nun Dr. Worou \u00fcbernommen, der seit vielen Jahren schon die gyn\u00e4kologische Abteilung des Krankenhauses souver\u00e4n leitet. Das Team des Planungs- und Beratungsb\u00fcros um Helene Bassal\u00e9 mit ihrem Controlling-Experten, das die Missst\u00e4nde aufgedeckt hatte, bleibt APH ebenfalls treu.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht mehr zu retten allerdings ist das zehn Jahre alte R\u00f6ntgenger\u00e4t, es muss ersetzt werden. \u201eWir haben dank der sofortigen Unterst\u00fctzung der Zevens-Stiftung aus Kleve und der Stiftung der Familie Seibt aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wesel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wesel<\/a> Fl\u00fcren die Chance, ganz zeitnah ein neues R\u00f6ntgenger\u00e4t vor Ort in Benin erwerben und zu installieren,\u201c so Elke Kleuren-Schryvers. F\u00fcr zwei defekte Laborger\u00e4te m\u00fcssen die APHler nun noch einmal Spendengelder zusammentrommeln.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sorgen bereitet dem Team die P\u00e4diatrie, die Kinderabteilung des Hospitals. \u201eDie Frequenz ist nicht so, wie man sie erwarten k\u00f6nnte. Allerdings kommen offenbar auch nur die sehr schwer kranken Kinder in unser Hospital\u201c, so R\u00fcdiger Kerner. \u201eSieben von zehn Kindern sind wegen schwerster Blutarmut bei Malaria bereits im Koma, wenn sie bei uns ankommen\u201c, berichtete die leitende P\u00e4diaterin, Dr. Gisele. \u201eViele Kinder sehen wir leider erst viel zu sp\u00e4t, weil die Eltern Angst vor den Kosten haben\u201c. Nachdenkliche Gesichter im APH-Team \u2013 \u201ewir arbeiten hier in einer der \u00e4rmsten Regionen Benins\u201c, so Elke Kleuren-Schryvers. \u201eViele Familien k\u00f6nnen sich kaum eine t\u00e4gliche Mahlzeit, und erst recht medizinische Hilfe nicht leisten, obwohl wir mit unserem medizinischen Nothilfe-Fonds gerade solche F\u00e4lle auffangen wollen und wir mit unseren Preisen deutlich unter denen der staatlichen Krankenh\u00e4user liegen. Wir werden wohl auf lange Sicht dieses Projekt finanziell unterst\u00fctzen m\u00fcssen. Doch so ist das mit einem klassischen ,Armenkrankenhaus\u2018 \u2013 Gewinne wird man hier schwerlich erwirtschaften k\u00f6nnen.\u201c  <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ann\u00e4hernde Kostendeckung w\u00e4re schon gro\u00dfartig. Wichtig sei, dass die Menschen in der Region Couffo kompetente medizinische Hilfe auf internationalem Standard finden k\u00f6nnten und auch Hoffnung, Trost, Zuwendung. \u201eDas ist unser gemeinsames, erkl\u00e4rtes Zeil mit dem Team in Gohomey.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Mit dem Bischof des Bistums Lokossa, in dem das Krankenhaus liegt, werde sehr konstruktiv an Synergien, Kooperationen der medizinischen Versorgung in seinem Bistum gearbeitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und dann gab es noch eine kleine Feierstunde. Das Gesundheitsministerium hatte dem Krankenhaus neues medizinisch-technisches Equipment geschenkt. Es gab viele Reden und gute W\u00fcnsche, viel Hoffnung und Zuversicht. Und dann ergriff der K\u00f6nig von Djakotomey im Kreise der Dorf\u00e4ltesten das Wort. In traditioneller Kleidung, geschm\u00fcckt mit traditionellen Amtsinsignien. \u201eDanke, dass ihr dieses Krankenhaus f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, f\u00fcr uns alle hier am Leben haltet. Wir sind sehr sehr froh dar\u00fcber.\u201c Tradition und Moderne \u2013 in Benin bestehen sie weiterhin wertsch\u00e4tzend nebeneinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es war eine in vielerlei Hinsicht sehr besondere Reise \u2013 und das nicht nur, weil zum ersten Mal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18778,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[240],"tags":[3096,8646,8649,360,8647,8645,8642,8640,8644,8641,8643,3093,8650,4934,8651,8648,3094],"class_list":["post-18777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-benin","tag-aph","tag-armenkrankenhaus","tag-ausgefuehrt","tag-benin","tag-beninische","tag-busch","tag-buschkrankenhaus","tag-elke","tag-gefuehrt","tag-hospital","tag-humanitaet","tag-kleuren","tag-kranken","tag-krankenhaus","tag-krankenhaeuser","tag-krankenhausmanagement","tag-schryvers"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116597344325718476","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18777\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}