{"id":19269,"date":"2026-05-19T20:14:25","date_gmt":"2026-05-19T20:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19269\/"},"modified":"2026-05-19T20:14:25","modified_gmt":"2026-05-19T20:14:25","slug":"droht-die-rueckkehr-der-piraten-vor-somalia-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19269\/","title":{"rendered":"Droht die R\u00fcckkehr der Piraten vor Somalia?"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/5bf5af8139f6fe67289dc92159a4aae34f1c1b56-91346308.jpg\" width=\"1400\" height=\"1050\" alt=\"\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>            Keystone-SDA        <\/p>\n<p>        Schnelle, kleine Schiffe, die sich in hohem Tempo Handelsschiffen n\u00e4hern, in einigen F\u00e4llen fallen Sch\u00fcsse. Fast t\u00e4glich verbreiten die EU-Marinemission Atalanta oder das britische Handelsmarinezentrum UKMTO zuletzt Alarmmeldungen wie diese. In einem Fall wurde auch ein \u00d6ltanker auf diese Weise angegangen.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        01. Mai 2026 &#8211; 08:22\n<\/p>\n<p> (Keystone-SDA) Die geschilderten Szenarien aus dem Indischen Ozean und dem Golf von Aden vor der K\u00fcste Somalias klingen vertraut. Droht eine R\u00fcckkehr der Piraterie am Horn von Afrika, die in den Nullerjahren f\u00fcr Schrecken im Indischen Ozean sorgte und der Grund f\u00fcr die Gr\u00fcndung von Atalanta mit ihren Patrouillen in der Region war?<\/p>\n<p>Britische Beh\u00f6rde spricht von erheblich erh\u00f6hter Bedrohungslage<\/p>\n<p>UKMTO spricht bereits von einer erheblichen Erh\u00f6hung der Bedrohungslage in den somalischen Gew\u00e4ssern. Beh\u00f6rden des ostafrikanischen Landes dagegen betonen, es sei zu fr\u00fch, von einer R\u00fcckkehr der Piraterie zu sprechen.<\/p>\n<p>Brennpunkt ist damals wie heute die somalische Region Puntland. Erst am Donnerstag kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen puntl\u00e4ndischen Sicherheitskr\u00e4ften und bewaffneten Milizen, die Verbindungen zu Piratengruppen haben sollen. Vor der puntl\u00e4ndischen Hafenstadt Eyl lagen in den Hochzeiten der Piraterie Dutzende gekaperte Schiffe, auch jetzt noch werden einzelne mit ihren Besatzungen festgehalten. Zum Beispiel der \u00d6ltanker \u00abHonour 25\u00bb und seine pakistanische Besatzung.<\/p>\n<p>Der stellvertretende Minister Puntlands f\u00fcr Seeverkehr und H\u00e4fen, Mohamed Ali Ismail, sagte der Deutschen Presse-Agentur: \u00abPuntland unternimmt in Zusammenarbeit mit seinen Partnern im Bereich der maritimen Sicherheit alles, um die gekaperten Schiffe bedingungslos freizubekommen.\u00bb Zugleich versicherte er: \u00abDerzeit gibt es hier nicht viele Piraterievorf\u00e4lle.\u00bb<\/p>\n<p>Rechtsfreier Raum im Nordosten Puntlands<\/p>\n<p>Der kanadische Journalist und Autor Jay Bahadur, der als Experte f\u00fcr Piraterie gilt, h\u00e4lt den Nordosten Puntlands f\u00fcr eine rechtsfreie Zone f\u00fcr die Kriminalit\u00e4t auf See, einschliesslich Waffenschmuggel. \u00abIch glaube jedoch nicht, dass dies auf eine R\u00fcckkehr zur Piraterie alter Zeiten hindeutet. Alle paar Jahre gibt es einen Anstieg der Angriffe, dies scheint nur der j\u00fcngste davon zu sein.\u00bb<\/p>\n<p>Die Zentralregierung in Mogadischu hat de facto keine Autorit\u00e4t \u00fcber das von Puntland kontrollierte Territorium und Teile der Gew\u00e4sser des Indischen Ozeans. Diese fehlende Kontrolle und die wiederholten Machtk\u00e4mpfe zwischen \u00f6rtlichen politischen Kr\u00e4ften \u00fcber die Verteilung von Ressourcen k\u00f6nnten kriminellen Aktivit\u00e4ten Raum geben, meint der Sicherheitsexperte Yusuf Hassan aus Mogadischu. \u00abOb die j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle nun eine R\u00fcckkehr alter Piraterie darstellen oder nicht, die Situation erscheint mir sehr alarmierend und eine zunehmend komplexe Bedrohung f\u00fcr die globale und regionale maritime Sicherheit\u00bb, sagte er der dpa.<\/p>\n<p>Mehr noch als \u00fcber die Zugeh\u00f6rigkeit mit ihrem Land identifizieren sich viele Somalis \u00fcber die Zugeh\u00f6rigkeit zu ihrem Clan. Darauf setzt auch Osman Shire, dem das \u00d6l an Bord des gekaperten Tankers \u00abHonour 25\u00bb geh\u00f6rt. Er setzte nicht auf die Beh\u00f6rden, sondern habe direkt mit den Entf\u00fchrern gesprochen. \u00abIch habe sie gebeten, den \u00d6ltanker freizugeben, da wir verwandt sind\u00bb, sagte er der dpa. \u00abSie haben zugestimmt, halten ihn aber weiterhin ohne Erkl\u00e4rung fest. Sie haben kein L\u00f6segeld gefordert und sind nicht einmal Fischer, sondern eine kriminelle Bande.\u00bb<\/p>\n<p>Fischer wollten sich gegen \u00dcberfischung durch Ausl\u00e4nder wehren<\/p>\n<p>Die Piratengeneration, die vor knapp 20 Jahren Jagd auf Schiffe machte, war zun\u00e4chst aus Fischern hervorgegangen, die sich nach eigenen Angaben gegen die \u00dcberfischung ihrer Gew\u00e4sser durch ausl\u00e4ndische Konkurrenz zur Wehr setzen wollten. Sp\u00e4ter wurden allerdings alle m\u00f6glichen Schiffe angegriffen, vom Frachtschiff bis zum Kreuzfahrtschiff.<\/p>\n<p>Shire setzt nun auf die \u00abElders\u00bb des Clans, die Gruppe \u00e4lterer M\u00e4nner, die hohen Respekt in der Gemeinschaft haben. Sie bem\u00fchten sich intensiv um die Freigabe des Tankers, der zum Zeitpunkt der Entf\u00fchrung auf dem Weg zum Hafen von Mogadischu war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Keystone-SDA Schnelle, kleine Schiffe, die sich in hohem Tempo Handelsschiffen n\u00e4hern, in einigen F\u00e4llen fallen Sch\u00fcsse. 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