{"id":19297,"date":"2026-05-19T21:50:29","date_gmt":"2026-05-19T21:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19297\/"},"modified":"2026-05-19T21:50:29","modified_gmt":"2026-05-19T21:50:29","slug":"gabun-afrikas-naechster-putsch-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19297\/","title":{"rendered":"Gabun: Afrikas n\u00e4chster Putsch &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Etwas mehr als einen Monat nach der Macht\u00fcbernahme durch das Milit\u00e4r in Niger hat es in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a> erneut einen Putsch gegeben. In <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gabun\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gabun<\/a> erkl\u00e4rte am Mittwochmorgen eine Gruppe Soldaten im Staatsfernsehen die Regierung f\u00fcr abgesetzt. Die Wahlkommission des Landes hatte unmittelbar zuvor den amtierenden Pr\u00e4sidenten Ali Bongo zum Sieger der Wahl am Samstag erkl\u00e4rt. Die Milit\u00e4rs erkl\u00e4rten das Wahlergebnis f\u00fcr gef\u00e4lscht und\u00a0ung\u00fcltig.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">&#8222;Wir haben uns entschieden, den Frieden zu sch\u00fctzen, indem wir dem amtierenden Regime ein Ende setzen&#8220;, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung der Putschisten, die einer der Soldaten im Fernsehen verlas. Die Grenzen des Landes seien &#8222;bis auf Weiteres&#8220; geschlossen, alle Institutionen der Republik aufgel\u00f6st, einschlie\u00dflich der Nationalversammlung und des Verfassungsgerichts. Eine &#8222;unverantwortliche Regierung&#8220; habe zu einer &#8222;zunehmenden Verschlechterung des gesellschaftlichen Zusammenhalts&#8220; gef\u00fchrt, die das Land ins Chaos zu st\u00fcrzen drohe. Die &#8222;vereinten Verteidigungs- und Sicherheitskr\u00e4fte&#8220; h\u00e4tten sich deshalb zu diesem Schritt\u00a0entschlossen.<\/p>\n<p>Wahlkommission erkl\u00e4rte Ali Bongo zum Sieger<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gabun liegt auf H\u00f6he des \u00c4quators an Afrikas Atlantikk\u00fcste und verf\u00fcgt \u00fcber reiche \u00d6lvorkommen. Es grenzt an \u00c4quatorialguinea, Kamerun und die Republik Kongo. Das Land ist fast so gro\u00df wie Italien, hat aber nur 2,5 Millionen Einwohner. Seit mehr als einem halben Jahrhundert wird Gabun von einer Familie beherrscht. 1967, sieben Jahre nach der Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich, \u00fcbernahm Omar Bongo die Macht und behielt sie f\u00fcr mehr als vier Jahrzehnte, bis er 2009 starb. Seine Nachfolge trat sein Sohn Ali Bongo an. Bei den Wahlen am Samstag war er f\u00fcr eine dritte Amtszeit\u00a0angetreten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/d160654b-1373-4b4b-9b11-be25b240a25f.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/> SZ-Karte\/Mapcreator.io\/OSM<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Wahlkommission hatte Ali Bongo am fr\u00fchen Mittwochmorgen mit fast zwei Drittel der Stimmen zum Sieger der Wahl erkl\u00e4rt. Der Zweitplatzierte, Albert Ondo Ossa, kam demnach auf 31 Prozent der Stimmen. Am Montag, vor Ver\u00f6ffentlichung der Ergebnisse, hatte Ossa sich bereits zum Wahlsieger erkl\u00e4rt. Seine Partei warf Ali Bongo und seinen Anh\u00e4ngern Wahlbetrug vor. Die Regierung hatte am Samstagabend das Internet abgeschaltet und eine Ausgangssperre verh\u00e4ngt, um Falschmeldungen zu unterbinden und Gewalt zu verhindern. Ausl\u00e4ndische Medien mussten ihre Arbeit einstellen. Internationale Wahlbeobachter waren ohnehin nicht eingeladen\u00a0worden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Sturz der Regierung in Gabun, sollte er Bestand haben, reiht sich ein in eine ganze Serie versuchter und erfolgreicher Putsche in Westafrika. Allein in den vergangenen drei Jahren \u00fcbernahm das Milit\u00e4r die Macht in Mali, Burkina Faso, Guinea und zuletzt Niger. Die Junta dort wurde von der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas sowie von westlichen Staaten mit massiven Sanktionen belegt. Noch immer steht eine Kriegsdrohung von Ecowas im Raum, sollten das Milit\u00e4r die verfassungsgem\u00e4\u00dfe Ordnung nicht wiederherstellen. Doch bislang halten sie dem Druck\u00a0stand.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Putschisten in Gabun riefen die Bev\u00f6lkerung des Landes sowie die Diaspora in ihrer Erkl\u00e4rung dazu auf, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Pr\u00e4sident Ali Bongo befinde sich mit seiner Familie und seinen \u00c4rzten im Hausarrest, teilten sie am Mittwochmittag\u00a0mit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Etwas mehr als einen Monat nach der Macht\u00fcbernahme durch das Milit\u00e4r in Niger hat es in Afrika erneut&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19298,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[241],"tags":[29,362,361,8797,282,283,284],"class_list":["post-19297","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gabun","tag-afrika","tag-gabon","tag-gabun","tag-kommentarfunktion","tag-leserdiskussion","tag-politik","tag-sueddeutsche-zeitung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116603454952363975","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19297\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}